Bildrechte: © Stena Line
Der finnisch-schwedische Fährbetreiber Rederiaktiebolaget Eckerö hat den Kauf der Fähre Stena Nautica von Stena Line bekanntgegeben. Das Schiff soll künftig für die Tochtergesellschaft Eckerö Link auf der Route Långnäs (Åland) nach Nådendal (Finnland) eingesetzt werden und dort die kleinere Fjärdvägen ablösen. Einzelheiten zum Kaufpreis wurden nicht mitgeteilt.
Schiff mit 40 Jahren Einsatzerfahrung
Die Stena Nautica wurde 1986 in Nakskov, Dänemark, gebaut und verfügt über eine Vermessung von 19.763 BRZ bei einer Länge von 135,6 Metern und einer Breite von 24 Metern. Das Schiff bietet Platz für rund 900 Passagiere sowie 1.265 Laufmeter Frachtfläche in einer zweistöckigen Durchfahrtskonfiguration.
Zuletzt war die Stena Nautica auf der Route Halmstad (Schweden) nach Grenaa (Dänemark) im Einsatz. Stena Line stellte diesen Dienst Ende April 2026 ein. Nach Unternehmensangaben war die Verbindung kommerziell nicht mehr tragfähig. Mit dem Verkauf wechselt das Schiff nun den Betreiber und das Fahrtgebiet.
Kapazitätszuwachs für Eckerö Link
Gegenüber der bisherigen Fjärdvägen bringt die Stena Nautica deutlich größere Kapazitäten mit. Eckerö Link erwartet dadurch verbesserte Fahrpläne sowie eine engere Verzahnung von Passagier- und Frachtverkehr auf der Verbindung im Åland-Archipel und der Finnischen Schärenküste. Um das größere Schiff aufnehmen zu können, sind Investitionen in die Hafeninfrastruktur an beiden Anlaufstellen Långnäs und Nådendal geplant. Zu Umfang und Zeitplan dieser Arbeiten machte das Unternehmen keine näheren Angaben.
Björn Blomqvist, Vorstandsvorsitzender der Eckerökoncernen, erklärte, der Kauf sei ein wichtiger Schritt für die langfristige Entwicklung effizienter Seeverbindungen in der Region. Jonas Henriksson, Geschäftsführer von Eckerö Link, betonte, das Schiff passe gut zu den aktuellen Verkehrsanforderungen und eröffne neue Möglichkeiten für Güterverkehre.
Strategie: Fährverbindungen als Infrastruktur
Rederiaktiebolaget Eckerö positioniert seine Fährrouten intern als sogenannte „schwimmende Brücken“ zwischen den Anrainerstaaten der Ostsee. Die Übernahme der Stena Nautica fügt sich nach Unternehmensdarstellung in eine breitere Strategie ein, Kapazitäten im kombinierten Passagier- und Ro-Ro-Güterverkehr auszubauen. Zu konkreten Fahrplandaten oder dem geplanten Indienststellungstermin auf der neuen Route äußerte sich das Unternehmen bislang nicht.
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