Eine Nordkap-Kreuzfahrt bringt dich per Schiff bis an den nördlichen Rand Europas in Norwegen, auf rund 71 Grad Nord, wo im Sommer die Mitternachtssonne nicht untergeht. Die Schiffe machen dabei nicht direkt am Nordkap fest, sondern im Hafen Honningsvåg auf der Insel Magerøya, von dem aus ein Ausflug die letzten rund 34 Kilometer bis zum bekannten Felsplateau zurücklegt. Ab deutschen Häfen dauert eine solche Reise meist etwa 14 Tage und kommt ohne Flug aus. Was die beste Reisezeit ist, hängt davon ab, was du sehen willst: Mitternachtssonne im Sommer oder Nordlichter im Winter.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist das Nordkap, und ist es wirklich der nördlichste Punkt Europas?
- Wie kommst du überhaupt ans Nordkap?
- 🔗 Jetzt Nordkap-Ausflug entdecken
- Welche Häfen liegen auf einer Nordkap-Kreuzfahrt?
- Wie lange dauert eine Nordkap-Kreuzfahrt und wo startet sie?
- Mitternachtssonne oder Nordlicht: Wann ist die beste Reisezeit?
- Bereit für den hohen Norden?
- 🔗 Nordkap-Termine und Routen vergleichen
- Häufige Fragen (FAQ) – Nordkap-Kreuzfahrt
Was ist das Nordkap, und ist es wirklich der nördlichste Punkt Europas?
Das Nordkap ist ein rund 300 Meter hoher Schieferfelsen an der Nordküste der Insel Magerøya, der steil ins Nordpolarmeer abfällt. Oben liegt die Nordkaphalle mit der bekannten Globus-Skulptur, dazu ein Panoramarestaurant, eine Ausstellung und ein Postamt, in dem du den Nordkap-Stempel bekommst. Für viele ist genau dieser Punkt das Sinnbild einer Reise in den hohen Norden.
Ganz korrekt ist der oft gehörte Titel allerdings nicht. Das Nordkap gilt als nördlichster mit dem Bus erreichbarer Punkt Europas, doch die benachbarte Landzunge Knivskjellodden reicht noch etwas weiter nach Norden. Der nördlichste Punkt des europäischen Festlands wiederum liegt am Kinnarodden, und das Nordkap selbst befindet sich auf einer Insel. Das schmälert das Erlebnis nicht, es lohnt aber, die Marketingaussage einzuordnen, statt sie für bare Münze zu nehmen.
Wie kommst du überhaupt ans Nordkap?
Weil kein großes Schiff direkt am Kap anlegt, ist der Landausflug ab Honningsvåg der eigentliche Kern des Tages. Der Hafenort selbst wird als nördlichste Stadt Europas beworben und ist ein überschaubares Fischerstädtchen. Vom Hafen bis zum Nordkap-Plateau sind es rund 34 Kilometer über eine kurvige, im Sommer gut befahrbare Straße, für die du etwa 45 Minuten pro Richtung einplanen solltest. Für die Fahrt gibt es grundsätzlich zwei Wege, die sich in Preis, Flexibilität und Aufwand unterscheiden.
- Ausflug der Reederei – geführte Busfahrt mit fester Zeitplanung, abgestimmt auf die Liegezeit des Schiffs, bequem und ohne eigenes Zutun
- Auf eigene Faust – saisonaler Linienbus, Taxi oder Mietwagen ab Honningsvåg, meist günstiger, dafür planst du Zeiten und Rückkehr selbst
Wichtig ist der Zeitpuffer, denn das Schiff wartet nicht. Für den kompletten Ausflug solltest du gut einen halben Tag rechnen. Das Nordkap-Plateau ist zudem kostenpflichtig, der Eintritt ist bei gebuchten Reederei-Ausflügen aber oft schon enthalten. Plane außerdem ein, dass das Kap für seine Wetterlaunen bekannt ist. Zieht Nebel auf, bleibt die Weitsicht auf das Nordpolarmeer manchmal verwehrt, weshalb sich der Blick auf die Wettervorhersage vor der Buchung eines Ausflugs auf eigene Faust lohnt.
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Welche Häfen liegen auf einer Nordkap-Kreuzfahrt?
Das Nordkap ist der Höhepunkt, aber selten der einzige Grund für die Reise. Auf dem Weg nach Norden und zurück laufen die Schiffe eine Reihe von Häfen an, die das Bild von Norwegen prägen. Welche genau dabei sind, hängt von Reederei und Route ab, einige tauchen aber besonders häufig auf. Die folgende Auswahl zeigt die typischen Stationen einer solchen Reise.
- Tromsø – lebendige Stadt nördlich des Polarkreises, im Sommer Mitternachtssonne, im Winter ein Zentrum der Polarlichtjagd
- Lofoten (oft ab Leknes oder Svolvær) – Inselgruppe mit steilen Bergen, roten Fischerhütten und weiten Stränden
- Alta – bekannt für Felszeichnungen und als Ausgangspunkt für die Region rund um die Nordlichter
- Geiranger und weitere Fjorde – auf vielen Sommerrouten als landschaftlicher Kontrast im Süden
- Trondheim, Ålesund oder Bergen – Küstenstädte, die den Auftakt oder Abschluss bilden
Diese Mischung macht den Reiz aus, weil sich karge Arktis und grüne Fjordlandschaft in einer Reise verbinden lassen. Je weiter nördlich ein Hafen liegt, desto stärker verschiebt sich das Erlebnis von Kultur und Städten hin zu Weite und Natur. Wer gezielt die Fjorde sehen möchte, sollte auf Routen achten, die im Süden Norwegens einen Abstecher einbauen. Wem es allein um den hohen Norden geht, für den zählen vor allem die Stationen jenseits des Polarkreises.

Wie lange dauert eine Nordkap-Kreuzfahrt und wo startet sie?
Die klassische Variante führt ab einem deutschen Hafen ohne Flug in den Norden und wieder zurück. Hamburg, Kiel und Bremerhaven sind die üblichen Ausgangspunkte, die Reise dauert dabei in der Regel rund 10-14 Nächte. Wer mehr Zeit mitbringt, findet auch längere Routen von zwei bis drei Wochen, die das Nordkap mit Island oder Spitzbergen verbinden.
Daneben steht die langsamere Küstenvariante mit Postschiffen von Hurtigruten und Havila, die auf ihrer Route zwischen Bergen und Kirkenes ebenfalls in Honningsvåg halten. Diese Schiffe sind kleiner, halten häufiger und rücken die Küste stärker in den Mittelpunkt als das Bordprogramm. Der Nordkap-Ausflug lässt sich hier meist zubuchen. Welche Variante besser passt, hängt davon ab, ob du ein großes Schiff mit viel Auswahl an Bord oder eine ruhige, hafenreiche Reise bevorzugst.
Mitternachtssonne oder Nordlicht: Wann ist die beste Reisezeit?
Am Nordkap gibt es zwei Reisezeiten, die kaum unterschiedlicher sein könnten, und die Wahl entscheidet über den Charakter der ganzen Reise. Im Sommer steht die Mitternachtssonne im Mittelpunkt, im Winter das Polarlicht. Beide haben ihre eigene Anhängerschaft, und keine ist pauschal besser.
- Mitternachtssonne – grob Mitte Mai bis Ende Juli, wenn die Sonne rund um die Uhr über dem Horizont bleibt und der Ausflug auch nachts taghell ist
- Polarlicht – im dunklen Winterhalbjahr von etwa September bis März, wenn die Chance auf Nordlichter steigt
Die allermeisten großen Nordkap-Kreuzfahrten fahren im Sommer, weil dann die Straße zum Plateau zuverlässig offen und das Wetter milder ist. Wer die Mitternachtssonne erleben will, ist in dieser Zeit richtig. Für Nordlichter dagegen lohnt der Blick auf die Winterrouten, die dann allerdings ein anderes Reiseerlebnis mit langer Dunkelheit und Kälte bedeuten. Wer die Aurora zum Hauptziel macht, findet in unserem Beitrag zur Nordlichter-Kreuzfahrt die passende Vertiefung. Für den klassischen Nordkap-Moment mit weitem Blick übers Meer bleibt der Sommer die naheliegende Wahl.
Bereit für den hohen Norden?
Eine Nordkap-Kreuzfahrt verbindet die entspannte Anreise über See mit einem Ziel, das seit jeher für das Ende der bekannten Welt steht. Entscheidend für die Planung sind drei Dinge: die Reisezeit für Mitternachtssonne oder Nordlicht, die Häfen entlang der Route und der Ablauf des Landausflugs ab Honningsvåg. Wenn du diese Punkte für dich geklärt hast, hilft ein Blick auf konkrete Termine und Routen am meisten. Weitere Tipps zu einer Norwegen-Kreuzfahrt findest du hier.
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🔗 Nordkap-Termine und Routen vergleichen
Ob mit dem großen Schiff ab Deutschland oder als Küstenreise: Welche Nordkap-Kreuzfahrt zu dir passt, entscheidet sich an Reisezeit, Route und Reiselänge. Sobald du konkrete Sommertermine, die Häfen entlang der Strecke und die Liegezeit in Honningsvåg direkt nebeneinanderlegst, siehst du schnell, welche Reise deinen Vorstellungen entspricht. Aktuelle Termine und Preise findest du direkt beim Anbieter.
