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Orient-Kreuzfahrten 2025/26: Welche Reedereien absagen – und welche (noch) fahren

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Orient-Kreuzfahrt - Blick in die Wüste im Orient mit großen Warnzeichen in der Mitte des Bildes

Orient-Kreuzfahrten 2025/2026 – Die Situation im Orient bleibt angespannt. Die geopolitischen Entwicklungen im Roten Meer, insbesondere im Zusammenhang mit Konflikten im Jemen sowie zunehmender Piraterie-Gefahr in der Region, verunsichern Kreuzfahrtgesellschaften ebenso wie Passagiere. Für den Winter 2025/26 hatten viele Reedereien erneut Reisen in den Persischen Golf geplant – doch einige haben bereits abgesagt, andere beobachten die Lage, manche planen unverändert weiter. Dieser Beitrag gibt dir einen aktuellen Überblick darüber, welche Kreuzfahrten im Orient noch möglich sind, welche bereits abgesagt wurden und welche Ausweichmöglichkeiten sich für Reisende ergeben.


Was ist eine klassische Orient-Kreuzfahrt?

Die typischen Orient-Routen starten in Dubai, Doha oder Abu Dhabi. Die Reisen führen durch den Persischen Golf mit Stopps wie Muscat (Oman), Sir Bani Yas, Khasab, Manama (Bahrain) oder Katar. Die Saison reicht in der Regel von Oktober bis März, ideal für warme Wintertage, arabische Märkte und beeindruckende Skylines.

Besonders beliebt sind die 7-Nächte-Routen ab/bis Dubai, aber auch längere Transreisen – etwa durch den Suezkanal nach Europa oder nach Indien – erfreuen sich großer Nachfrage. Diese Kreuzfahrten kombinieren orientalisches Flair mit bequemen Seetagen und kulturellen Entdeckungen.


Diese Reedereien haben für 2025/26 bereits abgesagt

  • AIDA Cruises: Komplette Orient-Saison 2025/26 abgesagt. AIDAprima und AIDAbella werden in andere Regionen umdisponiert. Auch die Transreisen wurden gestrichen. Alternativ bietet AIDA neue Winterrouten im westlichen Mittelmeer und auf den Kanaren an.
  • Costa Kreuzfahrten: Die Costa Toscana sollte ab Doha im Orient verkehren. Alle Reisen für 2025/26 wurden abgesagt. Stattdessen setzt Costa auf Mittelmeerrouten und Frühjahrsfahrten im westlichen Europa.
  • MSC Cruises: Die geplante Grand Voyage der MSC Euribia von Kiel nach Dubai im Herbst 2025 wurde abgesagt. Das Schiff wird ohne Passagiere über eine alternative Route (südlich um Afrika) überführt. Die regulären Winterfahrten im Orient mit anderen MSC-Schiffen bleiben bisher im Programm.

Diese Reedereien fahren (noch) – mit Vorbehalt

Trotz der schwierigen Lage halten einige Reedereien an ihren Plänen für Orient-Routen im Winter 25/ 26 fest. Allerdings sind kurzfristige Änderungen jederzeit möglich, abhängig von geopolitischen Entwicklungen und sicherheitstechnischen Einschätzungen:

Reederei / SchiffGeplante RouteAktueller Status
TUI Cruises (Mein Schiff 4/5)Dubai, Abu Dhabi, MuscatNoch im Programm
MSC Cruises (Euribia)Wöchentlich ab Dubai / DohaNoch im Programm
Celestyal Cruises (Discovery/Journey)Ostmittelmeer bis NahostNoch im Programm
Nicko Cruises (Vasco da Gama)Weltreise mit Stops u.a. Dubai und OmanNoch im Programm

Einige dieser Schiffe bieten nur Teilrouten oder Weltreiseabschnitte an, bei denen Orienthäfen angesteuert werden – was Reedereien mehr Flexibilität bei kurzfristiger Umroutung bietet.


Was passiert bei einer Reiseabsage?

Wenn eine Reederei deine Kreuzfahrt absagt, hast du in der Regel Anspruch auf eine volle Erstattung oder eine kostenfreie Umbuchung auf eine andere Route oder ein anderes Datum. Bei Pauschalreisen greifen die Regelungen der EU-Richtlinie, was dir als Reisendem zusätzliche Rechte bietet.

Wenn du jedoch Einzelleistungen individuell gebucht hast – etwa Flug, Hotel, Transfers separat –, kann es zu Kostenverlusten kommen. In solchen Fällen ist eine Reiserücktritts- oder Abbruchversicherung besonders wichtig.

Wichtig: Bei Reiseroutenänderung durch die Reederei selbst (z. B. Wegfall von Häfen) besteht kein genereller Anspruch auf Entschädigung, solange das Reiseziel im Wesentlichen erhalten bleibt.



Welche Alternativen gibt es?

Falls du nicht in den Orient reisen willst oder dir die Lage zu unsicher ist, gibt es einige sehr attraktive Alternativen für den Winter 2025/26:

  • Kanaren-Kreuzfahrten (z. B. mit AIDA, TUI, MSC): Sonnige Ziele, stabile politische Lage, kurze Flugzeiten.
  • Westliches Mittelmeer: Auch im Winter mild – mit Häfen wie Barcelona, Palma, Marseille, Civitavecchia.
  • Kapverden & Madeira: Neue Zielgebiete mit wachsender Bedeutung – meist mit Start auf den Kanaren.
  • Südostasien: Kombiniert Exotik mit Kreuzfahrterlebnis – z. B. ab Singapur Richtung Vietnam, Thailand, Malaysia.
  • Südafrika- & Indischer Ozean-Routen: Zunehmend populär, z. B. mit Stopps auf Mauritius, Réunion oder Madagaskar.
  • Weltreise-Etappen: Viele Reedereien bieten die Möglichkeit, Teilstrecken ihrer Weltreisen zu buchen – oft inklusive Asien oder Australien.

Diese Alternativen bieten mehr Planungssicherheit und stellen zugleich spannende Reiseerlebnisse in Aussicht.


Lage im Sommer 2026

Auch für den Sommer 2026 haben einige Reedereien erste Orient-Routen im Programm – insbesondere im Rahmen längerer Kreuzfahrten oder Weltreise-Etappen. So sind aktuell unter anderem Fahrten der Crystal Serenity (u. a. Dubai, Oman, Jordanien), der Oceania Vista und der Regent Seven Seas Navigator im Verkauf. Dabei handelt es sich oft um Luxus- und Langstreckenreisen, die die Region nur streifen. Ob diese Fahrten tatsächlich stattfinden, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht mit Sicherheit sagen – da die geopolitische Lage in der Region weiterhin unvorhersehbar bleibt und kurzfristige Routenänderungen jederzeit möglich sind. Reisende sollten hier besonders auf flexible Buchungsbedingungen und aktuelle Reisehinweise achten.


Flexibel bleiben und gut absichern

Die Lage im Orient bleibt dynamisch – politische Spannungen, Sicherheitsbedenken und logistische Herausforderungen beeinflussen die Reiserouten. Einige Reedereien reagieren frühzeitig mit Absagen, andere halten sich Optionen offen oder bieten kurzfristige Umroutungen an.

Für Reisende gilt: Wer jetzt bucht, sollte flexibel planen, auf gute Kommunikation seitens der Reederei achten und sich mit einer soliden Reiseversicherung gegen unvorhersehbare Ereignisse absichern.

Ein wacher Blick auf die aktuelle Sicherheitslage sowie regelmäßige Rücksprachen mit dem Reiseanbieter sind in dieser Saison besonders ratsam. So wird die Orient-Kreuzfahrt – oder eine gute Alternative – doch noch zum Traumurlaub.