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Stena Line sichert Fähre Trelleborg Rostock bis 2031

Stena Line und die schwedische Verkehrsbehörde Trafikverket haben eine Vereinbarung geschlossen, die den Betrieb der Eisenbahnfähre zwischen Trelleborg und Rostock bis zum 31. Dezember 2031 sichert. Nach Angaben der Beteiligten ist es die erste Vereinbarung dieser Art. Unterzeichnet wurde sie im Hafen von Trelleborg.

Seitenansicht der Fähre Skane auf Route Rostock Trelleborg

Stena Line hat mit der schwedischen Verkehrsbehörde Trafikverket eine Vereinbarung getroffen, die den Fährbetrieb für den Eisenbahnverkehr zwischen Schweden und Deutschland sichert. Konkret geht es um die Verbindung zwischen Trelleborg und Rostock, die nach Angaben der Beteiligten bis Ende 2031 weiterlaufen kann. Im Mittelpunkt steht eine Frage, die über den reinen Fährbetrieb hinausgeht: Warum springt der schwedische Staat für eine Eisenbahnfähre ein?

Was die Vereinbarung regelt

Die Vereinbarung sichert den Betrieb auf der Strecke zwischen Trelleborg und Rostock bis zum 31. Dezember 2031. Unterzeichnet wurde sie bei einer Pressekonferenz im Hafen von Trelleborg durch Elisabeth Lönne, Chief Commercial Officer von Stena Line, und Roberto Maiorana, Generaldirektor der Verkehrsbehörde Trafikverket.

Nach Darstellung beider Seiten handelt es sich um die erste Vereinbarung dieser Art. Stena Line verweist auf seine Rolle im Verkehrssystem und auf die Bahnverbindung nach Kontinentaleuropa, die über die Fähren abgewickelt wird. Angaben zu den finanziellen Konditionen enthält die Mitteilung nicht.

Warum der Staat einspringt

Eisenbahnfähren haben nach Angaben der Verkehrsbehörde in den vergangenen rund 20 Jahren stark an Bedeutung verloren. Als Grund nennt Trafikverket die schwierige Wirtschaftlichkeit. Seit der Eröffnung der Öresundbrücke nehmen die meisten Güterzüge von und nach Kontinentaleuropa den Weg über die feste Verbindung statt über die Fähre.

Trotzdem bleiben die Fähren nach Einschätzung der Behörde notwendig. Aus diesem Grund tritt der schwedische Staat über Trafikverket nun ein, um den Betrieb abzusichern. Die Behörde wertet die Verbindung damit als so wichtig, dass sie unabhängig von der reinen Wirtschaftlichkeit erhalten bleiben soll.

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Die Route und die beiden Eisenbahnfähren

Stena Line betreibt die Strecke zwischen Trelleborg und Rostock nach eigenen Angaben seit 1998. Im Einsatz sind die beiden Eisenbahnfähren Skåne und Mecklenburg-Vorpommern, die für den Transport von Güterzügen ausgelegt sind.

Nach Angaben des Unternehmens ist es heute der einzige reguläre Eisenbahnfährverkehr Schwedens und einer von nur wenigen weltweit. Damit hat die Verbindung über den nationalen Rahmen hinaus eine besondere Stellung, weil vergleichbare Angebote in den vergangenen Jahrzehnten vielerorts eingestellt wurden.

Bedeutung für Handel und Verteidigung

Deutschland ist nach Angaben von Stena Line Schwedens größter Handelspartner. Die Eisenbahnfähren ermöglichen Transporte, die wegen Beschränkungen bei Gewicht und Breite auf der dänischen und deutschen Schieneninfrastruktur nicht über die Öresundverbindung laufen können. Da die Öresundbrücke die einzige feste Bahnverbindung nach Kontinentaleuropa ist, dienen die Fähren zudem als Rückfalllösung bei längeren Störungen.

Hinzu kommt eine sicherheitspolitische Komponente. Nach Angaben der Verkehrsbehörde ermöglicht der Fährbetrieb auch militärische Mobilität für die schwedischen Streitkräfte und die NATO. Schweden kann darüber sogenannten Host Nation Support leisten und empfangen, also Unterstützungsleistungen für verbündete Streitkräfte im eigenen Land. Trafikverket verweist in diesem Zusammenhang auf die Anforderung eines verlässlichen Transportsystems in Friedenszeiten, in der Krise und im Ernstfall.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
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