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AIDAblu streicht fast alle Anläufe in Santorin 2027

AIDA Cruises streicht fünf von sechs geplanten Anläufen der AIDAblu in Santorin im Sommer 2027 und ersetzt die Insel auf der Route Griechenland ab Korfu durch Kos und Rhodos. Nur die Reise vom 2. bis 9. Oktober 2027 soll Santorin wie geplant anlaufen. Bereits gebuchte Ausflüge auf Santorin werden durch die Reederei storniert.

Seitlicher Blick auf die AIDablu

AIDA Cruises hat die Route der AIDAblu in Griechenland für den Sommer 2027 angepasst. Auf der Verbindung „Griechenland ab Korfu 1“ entfällt Santorin bei den meisten Abfahrten und wird durch andere Inseln in der Ägäis ersetzt. Betroffen sind fünf von sechs geplanten Anläufen.

Diese Abfahrten sind betroffen

AIDA Cruises ändert das Programm bei mehreren einwöchigen Reisen ab und bis Korfu. Statt Santorin werden dabei zwei andere Inseln angelaufen:

  • 15. und 29. Mai 2027: Statt Santorin wird die Stadt Kos angelaufen.
  • 10. Juli, 21. August und 11. September 2027: Statt Santorin wird die Stadt Rhodos angefahren.
  • 2. bis 9. Oktober 2027: Santorin wird nach aktueller Planung wie vorgesehen angelaufen.

Die Termine beziehen sich jeweils auf die einwöchigen Reisen ab und bis Korfu. Auch Gäste, die eine zweiwöchige Kombination gebucht haben, sind von den Änderungen betroffen.

Was gebuchte Gäste beachten sollten

Bereits gebuchte Landausflüge auf Santorin werden storniert. Für die Alternativhäfen organisiert die Reederei ein neues Ausflugsprogramm in Kos und Rhodos. Mit beiden Zielen hat AIDA bereits Erfahrung, da schon 2025 und 2026 zahlreiche Reisen der AIDAblu dorthin umgeleitet wurden.

Ein weiterer Punkt betrifft die in Griechenland erhobene Landgangsgebühr. Bei AIDA sind diese Mehrkosten nach Angaben der Reederei bereits im Reisepreis enthalten und werden derzeit nicht gesondert vor Ort verlangt. Den genauen Hintergrund der frühzeitigen Routenänderung nennt die Reederei nicht. Wahrscheinlich spielen lokale Vorgaben eine Rolle.

Hintergrund: Streit um die Anlegestellen

Auf Santorin gibt es seit Längerem Streit zwischen Hafenbehörden, örtlichen Anbietern und der Kreuzfahrtbranche. Auslöser ist eine kurzfristige Anordnung, nach der Reedereien ihre Passagiere in einem festen Verhältnis auf zwei Anleger verteilen müssen. Im März wurde vorgegeben, 70 Prozent der Gäste am Anleger Ormos Thiron und nur 30 Prozent in Athinios an Land zu bringen.

Von Ormos Thiron führen die Seilbahn und der Eselssteig hinauf nach Thira, während in Athinios die Landausflüge mit Bussen und Taxis starten. Die Behörden begründen die Vorgabe mit einer besseren Steuerung der Besucherströme und mehr Sicherheit. Der Branchenverband Clia und dessen Präsident Bud Darr kritisieren die Regelung dagegen scharf und sprechen von einem Sicherheitsproblem für die Passagiere. Auch örtliche Tourismusbüros und Busunternehmen bemängeln, dass viele Ausflüge längst gebucht seien und sie nicht in die Entscheidung eingebunden worden wären.

Andrang auf Santorin: die größere Linie

Santorin zählt zu den am stärksten besuchten Zielen in der Ägäis. Nach einer Auswertung von Greek Travel Planner sind rund 40 Prozent der Gäste auf der Insel Kreuzfahrtreisende. Bereits Anfang 2024 beschloss die Insel Beschränkungen, die seit 2025 gelten. Erlaubt sind seitdem höchstens 8.000 Kreuzfahrtgäste pro Tag, einzelne Anläufe wurden teils kurzfristig gestrichen.

Hinzu kommt seit 2025 eine Gebühr für Landgänge in griechischen Häfen, die in Santorin je nach Saison zwischen 4 und 20 Euro liegt. Rechtlich ist umstritten, ob Reedereien diese Gebühr vor Ort von den Gästen verlangen dürfen oder in den Reisepreis einrechnen müssen. Vor diesem Hintergrund kam es bei den Anläufen in Santorin in den vergangenen Jahren mehrfach zu kurzfristigen Änderungen.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
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