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MS Hondius

Die Hondius zwischen Eisbergen und Walen

Bildrechte: © Ross Wheeler – Oceanwide Expeditions

SCHIFFSDATEN

FlaggeNiederlande 🇳🇱
BauwerftBrodosplit, Kroatien
Indienststellung2019
Passagiere170
Besatzung57
Crew To Passenger Ratio1 : 2,98
Länge107,6 m
Breite17,6 m

MS Hondius – Eine neue Ära der Entdeckung

Es gibt Schiffe, die entstehen, weil ein Unternehmen wächst und es gibt die MS Hondius, die gebaut wurde, weil eine große Vision endlich bereit für den Ozean war. Benannt nach dem legendären Kartografen Jodocus Hondius, trägt sie den Pioniergeist vergangener Jahrhunderte in die Zukunft der Polarforschung. Als weltweit eines der ersten Kreuzfahrtschiff mit der extrem hohen Polar Class 6 setzt sie einen neuen Standard für Sicherheit und Stärke im Eis. Dank ihres verstärkten Rumpfes und leistungsstarker Motoren kann die Hondius auch Regionen erreichen, die für viele andere Expeditionsschiffe schwer zugänglich sind.

Mit einer Kapazität von 170 Passagieren bewahrt die Hondius trotz ihrer technischen Überlegenheit eine spürbar persönliche und exklusive Atmosphäre. Unter niederländischer Flagge kreuzt sie die Polarregionen und bietet dabei ein Team aus 72 Spezialisten, die jede Fahrt in eine tiefgreifende Lernerfahrung verwandeln. Die Hondius versteht sich weniger als klassisches Kreuzfahrtschiff, sondern als schwimmende Expeditionsplattform, die ihren Gästen intensive Naturerlebnisse und fundierte Einblicke in die Polarregionen ermöglicht.


Design & Atmosphäre – Hightech-Innovation trifft nordische Klarheit

Die Hondius wurde nicht umgebaut. Sie wurde für diesen Zweck entworfen. Das merkt man in jedem Detail: der überdachten Indoor-Marina-Plattform auf dem Heck, die sowohl als Zodiac-Einstieg als auch für Kayak-Programme genutzt wird, den zwei separaten Gangways für schnelle Paralleleinschiffungen, den Stabilisatoren, die auch bei rauer See das Decksleben erträglich halten, und dem verstellbaren Pitch-Propeller mit Wellengenerator, der den Kraftstoffverbrauch auf dem jeweils nötigen Minimum hält.

Auch bei der technischen Ausstattung setzt das Schiff auf Maßnahmen, die den Energieverbrauch reduzieren sollen. Dazu gehören LED-Beleuchtung im Innen- und Außenbereich, biologisch abbaubare Farben und Schmiermittel sowie Systeme zur Nutzung von Motorabwärme für die Süßwasserproduktion. Ergänzt wird dies durch eine Dampfheizung, die vorhandene Energie effizient nutzt. Solche Lösungen sollen dazu beitragen, Ressourcen sparsamer einzusetzen, ein wichtiger Aspekt für Expeditionen in sensiblen Polarregionen.

Besondere Bereiche an Bord:

  • Observation Lounge mit Bar: Ein gesamtes Deck ist der Panoramalounge gewidmet, mit großen Fenstern auf allen Seiten. Der gesellschaftliche und visuelle Mittelpunkt des Schiffes, von dem aus Eisberge, Wale und Küstenformationen ohne Unterbrechung betrachtet werden können.
  • Separater Vortragsraum: Auf demselben Deck, aber räumlich getrennt. Multilinguales Vortrags- und Präsentationsprogramm, Workshops und abendliche Briefings mit dem Expeditionsteam.
  • Indoor-Marina-Plattform: Der überdachte Bereich auf dem Heck, von dem aus Zodiacs und Kayaks zu Wasser gelassen werden. Geschützt vor Wind und Gischt, was den Einstieg auch bei schlechtem Wetter komfortabel hält.
  • Außendecks: Vollständige Umlaufmöglichkeit, großzügige Freiflächen und unverstellter Blick nach vorn, hinten und zu beiden Seiten.

Das Innendesign folgt einem Mid-Century-Modern-Ansatz: warme Materialien, klare Linien, keine überladene Dekoration. Die Atmosphäre ist die der Oceanwide-Flotte: informal, neugierig, auf Entdeckung ausgerichtet.

Heller Flur mit blauen Lichtern an Bord der Hondius
© Ivan Ivanisevic – Oceanwide Expeditions

Kulinarik – Kulinarische Vielfalt im Rhythmus der Wildnis

Die Gastronomie der Hondius folgt dem Expeditionsrhythmus. Frühstück vor dem Landgang, Mittagessen nach der Rückkehr, Abendessen mit Zeit für den Vortrag danach. Alle Mahlzeiten werden im Bordrestaurant serviert, Frühstück und Mittagessen im Buffet-Stil, das Abendessen normalerweise als Drei-Gänge-Menü mit Fleisch-, Fisch- und vegetarischer Option.

Alle Mahlzeiten, Snacks, Kaffee und Tee sind im Reisepreis inklusive. Wasser ist zu allen Mahlzeiten frei. Alkohol und Softdrinks werden separat abgerechnet. An besonderen Tagen, wenn das Wetter mitspielt, gibt es Grillabende oder Heißgetränke auf Deck, die zum Rhythmus einer langen Expeditionstour gehören.

Das Küchenpersonal ist Teil der 57 Crew-Mitglieder und kocht täglich frisch. Die Bordsprache bei Mahlzeiten ist Englisch, die Atmosphäre entspannt und ohne Tischzeiten, die man beachten müsste.

Das Restaurant an Bord der Hondius
Das Restaurant an Bord der Hondius I © Olaf Kramer – Oceanwide Expeditions

Kabinen & Suiten – Gemütliche Rückzugsorte für Entdecker

Alle Kabinen der Hondius verfügen über private Dusche und Toilette, Flachbild-TV, Haartrockner, Schließfach und Kleiderschrank. WLAN ist gegen Aufpreis verfügbar. Kabinen der Kategorien Deluxe und höher sind zusätzlich mit Tee- und Kaffeemaschine sowie Bademantel ausgestattet. Die Grand Suites und Junior Suites haben zudem einen Kühlschrank.

Das Kabinenangebot umfasst acht Kategorien:

  • Vierpersonen mit Bullauge (ca. 15,3–16 m²): Zwei Bullaugen, zwei obere und zwei untere Liegeplätze, kleines Sofa. Das Gemeinschaftsformat für Familien oder Reisegruppen.
  • Dreipersonen mit Bullauge (ca. 15,9–16 m²): Zwei Bullaugen, ein oberer/unterer Liegeplatz plus ein einzelner unterer Liegeplatz, kleines Sofa. Für Familien oder Dreiergruppen.
  • Doppel mit Bullauge (ca. 13,3–16 m²): Zwei Bullaugen, zwei untere Liegeplätze, kleines Sofa. Das klassische Expeditionsformat mit Außenbezug.
  • Doppel mit Fenster (ca. 12,1–14,3 m²): Ein Fenster, zwei untere Liegeplätze, kleines Sofa. Das meistgebuchte Format der Hondius. Hinweis: Eine kleine Anzahl dieser Kabinen hat aufgrund der Schiffskonstruktion eine teilweise eingeschränkte Sicht.
  • Doppel Deluxe (ca. 19,4–21,3 m²): Zwei Fenster, zwei Einzelbetten, Sofa, Tee-/Kaffeemaschine, Bademantel. Deutlich mehr Raum und Komfort als die Standarddoppelkabinen.
  • Superior (ca. 20,7–21,3 m²): Zwei Fenster, ein Doppelbett, Sofa, Tee-/Kaffeemaschine, Bademantel. Identische Fläche wie Deluxe, aber als Doppelzimmer konzipiert.
  • Junior Suite (ca. 19,2–20 m²): Ein großes Doppelfenster, Doppelbett, Kühlschrank, Tee-/Kaffeemaschine, Bademantel. Das Einstiegsformat ins Suite-Segment.
  • Grand Suite mit eigenem Balkon (26,7 m²): Das Spitzenformat der Hondius. Doppelzimmer mit privatem Balkon, Sofa, Kühlschrank, Tee-/Kaffeemaschine, Bademantel. Der einzige Kabinentyp mit privatem Balkon auf der Hondius. Sechs Grand Suites sind an Bord.

Hinweis: Eine kleine Anzahl von Kabinen hat aufgrund der Schiffskonstruktion eine teilweise eingeschränkte Sicht, etwa durch die Gangway. Der beste Aussichtspunkt ist immer das Außendeck oder die Brücke.

Eine Grand Suite mit Balkon an Bord der Hondius
Eine Grand Suite mit Balkon an Bord der Hondius I © Olaf Kramer – Oceanwide Expeditions
Eine Junior Suite an Bord der Hondius
Eine Junior Suite an Bord der Hondius I © Olaf Kramer – Oceanwide Expeditions

Expeditionsteam & Basecamp – Ihr aktives Tor zur polaren Wildnis

Das Expeditionsteam der Hondius umfasst 13 Guides und Spezialisten sowie einen Expeditionsleiter, die zusammen die wesentlichen Disziplinen der Polarnaturkunde abdecken: Meeresbiologie, Glaziologie, Geologie, Ornithologie, Ozeanographie, Polargeschichte und Fotografie. Das Team hält täglich Vorträge, begleitet jeden Zodiac-Landgang und gibt Briefings, die das Gesehene einordnen.

Die Hondius ist zudem das Flaggschiff für das einzigartige Basecamp-Konzept von Oceanwide Expeditions und bietet damit das vielseitigste Aktivprogramm der gesamten Flotte. Kayaking zwischen Eisbergen, Camping unter dem Polarhimmel, Schneeschuhwandern, Bergsteigen, Tauchen in antarktischen Gewässern und ausgedehnte Wanderungen an Land sind auf ausgewählten Reisen im Reisepreis inbegriffen, nicht als Aufpreis-Option, sondern als Kern des Programms.

Die technische Voraussetzung dafür ist die Indoor-Marina-Plattform im Heckbereich: ein überdachter, witterungsgeschützter Bereich, von dem aus Kayaks, Taucherausrüstung und Zodiacs direkt zu Wasser gelassen werden, unabhängig davon, was draußen passiert. Zwei separate Gangways und die Plattform ermöglichen schnelle Paralleleinschiffungen. Die Reisegeschwindigkeit von bis zu 15 Knoten erlaubt es, Seetage kurz zu halten und Aktivfenster an Land zu maximieren, selbst wenn eine Route mehrere Fahrtgebiete verbindet.

Was auf dem Programmzettel steht, ist ein Rahmen. Was tatsächlich passiert, entscheiden Eis, Wetter und die Tierbeobachtungen des Tages, ausgewertet täglich vom Kapitän und dem Expeditionsleiter gemeinsam.

Königspinguine am Strand, Schiff im Hintergrund
© Martin van Lokven – Oceanwide Expeditions

Für wen ist die Hondius das perfekte Schiff?

Die Hondius ist das Schiff für Gäste, die das Modernste wollen, ohne das Wesentliche zu verlieren. Aktive Reisende, die das Basecamp-Format schätzen und Kayaking, Camping oder Bergsteigen als festen Teil ihrer Polarreise planen. Gäste, die mehr Kabinenkomfort suchen als auf den älteren Schiffen der Flotte, und trotzdem das informelle, expeditionsorientierte Bordleben von Oceanwide wollen. Und alle, die wissen möchten, was passiert, wenn man das fortschrittlichste Expeditionsschiff der Polarklasse mit dreißig Jahren Erfahrung in den abgelegensten Regionen der Erde verbindet.


Routen-Highlights – Dem polaren Kalender auf der Spur

Die Expeditionen der Hondius folgen dem Rhythmus der Extreme: Wenn im Norden die Mitternachtssonne den Arktischen Ozean in goldenes Licht taucht, navigiert das Schiff durch das Packeis Spitzbergens. Sobald der Südsommer beginnt, wechselt dieser hochmoderne Explorer die Hemisphäre, um die tiefsten Winkel der Antarktis zu erschließen. Dank der hohen Eisklasse und Geschwindigkeit der Hondius sind diese Routen darauf ausgelegt, dort vorzudringen, wo das Abenteuer für andere Schiffe endet.

Herausragende Zielgebiete und Passagen der nächsten Jahre:

  • Arktis, Spitzbergen & Grönland (Mai bis September): Die Hondius nutzt ihre Stärke besonders bei den Fahrten ins Packeis nördlich von Spitzbergen aus. Einzigartig sind die kombinierten Expeditionen im Frühjahr 2026 und 2027, die von Island über die vulkanische Insel Jan Mayen bis zur Eiskante führen. Im Spätsommer stehen die dramatischen Küsten Nordost-Grönlands und der riesige Scoresby Sund im Fokus. Ein absolutes Highlight im August 2026: Die Sonnenfinsternis-Entdeckerreise, die astronomische Phänomene mit langen Wanderungen in der unberührten Arktis verbindet.
  • Antarktische Halbinsel & Basecamp-Abenteuer: Von November bis März ist die Hondius das primäre Schiff für aktive Entdecker. Die klassischen Routen führen ab Ushuaia zu den Süd-Shetland-Inseln und entlang der Halbinsel. Auf den speziellen Basecamp-Reisen wird das Schiff zum schwimmenden Hub für Kajakfahren, Camping im Eis und Schneeschuhwandern. Für jene, die den Süden in seiner ganzen Tiefe erleben wollen, bietet der Vorstoß zum Polarkreis (66°33’S) die Chance auf spektakuläre Sichtungen von Buckelwalen und die Aurora Australis (Südlicht) im März.
  • Die große Atlantik-Odyssee: Eine Besonderheit im Fahrplan der Hondius sind die transatlantischen Expeditionsreisen im März und April. Diese führen von der Antarktis über die entlegensten Inseln der Welt wie Südgeorgien, Tristan da Cunha und St. Helena bis zu den Kapverden. Es ist eine Reise für echte Reisende, die den Zugwegen der Seevögel folgen und die Einsamkeit des offenen Ozeans sowie die reiche Geschichte dieser isolierten Außenposten erleben wollen.
  • Südgeorgien & Weddellmeer – Die Welt der Giganten: Das Herzstück für Tierliebhaber sind die 20- bis 23-tägigen Expeditionen über die Falklandinseln nach Südgeorgien. Hier treffen die Gäste auf Kolonien von hunderttausenden Königspinguinen. Wer die Herausforderung im Eis sucht, wählt das Weddellmeer, um tief in die Welt der Tafeleisberge vorzustoßen und nach den Spuren der legendären Endurance-Expedition zu suchen.

Ob bei einer intensiven 8-tägigen Spitzbergen-Runde oder der epischen 45-tägigen Atlantik-Kombination: An Bord der Hondius ist jede Meile ein intensiver Teil der Entdeckungsreise. Dank der modernen Ausstattung und der schnellen Zodiac-Einsätze tauchen die Gäste tiefer in die fragilen Ökosysteme ein, als es auf herkömmlichen Reisen möglich wäre.

Der Bug der Hondius auf See
© Mike Louagie – Oceanwide Expeditions
Kreuzfahrtschiff faehrt zwischen Eisbergen durch die Antarktis

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Unsere persönliche Flotte – Schiffe derselben Reederei, die wir auch erkundet haben