Südliche Karibik-Kreuzfahrt:
Aruba, Curaçao und die Kleinen Antillen
Niederländisches Erbe, grüne Vulkaninseln und eine lange Saison
Eine Kreuzfahrt durch die südliche Karibik verbindet die niederländisch geprägten ABC-Inseln mit den grünen Vulkaninseln der Kleinen Antillen. Von Aruba, Bonaire und Curaçao vor der Küste Südamerikas über Barbados und St. Lucia bis nach Grenada hat jede Insel ihre eigene Sprache, Küche und Landschaft. Weil die ABC-Inseln südlich des klassischen Hurrikangürtels liegen, ist die Saison hier länger als in der übrigen Karibik. Auf dieser Seite findest du die wichtigsten Häfen, die typischen Routen und die häufigsten Fragen vor der Buchung.

Beste Reisezeit
Dezember bis April, ABC-Inseln ganzjährig
Highlights
ABC-Inseln & Kleine Antillen
Länder
Niederlande, Barbados, St. Lucia, Frankreich und weitere…
Die südliche Karibik reicht bis vor die Küste Venezuelas und gilt als die kontrastreichste der Karibik-Regionen. Im Westen liegen die ABC-Inseln Aruba, Bonaire und Curaçao: trocken, sonnig, von Kakteen und Pastellfassaden geprägt und bis heute Teil des Königreichs der Niederlande. Weiter östlich beginnen die Kleinen Antillen. Das sind grüne Vulkaninseln mit Regenwald, Bergen und britischer oder französischer Prägung. Zwei sehr unterschiedliche Karibik-Bilder auf einer Route.
Dazu kommt ein praktischer Vorteil: Die ABC-Inseln liegen südlich des klassischen Hurrikangürtels, weshalb die Saison hier deutlich länger reicht als weiter nördlich. Weil die Wege zwischen den Inseln größer sind, gehören ein bis zwei Seetage dazu, und viele Routen starten direkt in der Region statt in Florida. Welche Inseln dich erwarten, siehst du im Überblick.
Die beliebtesten Häfen der südlichen Karibik
Die südliche Karibik reiht Wüsteninseln, Kolonialstädte und grüne Vulkanlandschaften aneinander, verteilt auf gleich mehrere Nationen. Von der trockenen Kaktusinsel Aruba bis zum bewaldeten Grenada hat jeder Halt seinen eigenen Charakter. Diese Häfen laufen die Schiffe am häufigsten an.
Aruba 🇦🇼
Bekannt für: Eagle Beach und niederländisches Erbe
Aruba ist die westlichste der ABC-Inseln, trocken, sonnig und ganz anders, als man sich die Karibik vorstellt: Kakteenlandschaften und windgeformte Divi-Divi-Bäume prägen das Landesinnere. Die Hauptstadt Oranjestad liegt direkt am Terminal und empfängt mit bunten Pastellfassaden im niederländischen Kolonialstil.
Am bekanntesten ist der Eagle Beach, ein breiter, heller Strand mit ruhigem Wasser, der zu den bekanntesten der Karibik zählt. Im Norden liegt der raue Arikok-Nationalpark mit Höhlen, Felsküste und Naturpools. Aruba verbindet Strandtag, Stadtbummel und ungewöhnliche Wüstenlandschaft.
✨ Highlight: Ein Strandtag am Eagle Beach mit den charakteristischen Divi-Divi-Bäumen.


Bonaire 🇧🇶
Bekannt für: Tauchen und Flamingos
Bonaire ist die ruhigste der ABC-Inseln. Sie ist mit nur 22.000 Einwohnern die am wenigsten bewohnte der ABC-Inseln und gilt als eines der besten Tauch- und Schnorchelreviere der Karibik. Das Riff beginnt vielerorts direkt am Ufer, geschützt durch einen Meerespark, der die gesamte Küste umfasst. Wer nicht ins Wasser will, findet im Landesinneren Salzseen mit rosa Flamingos.
Der Hauptort Kralendijk ist klein, bunt und in wenigen Minuten durchquert. Große Ausflugsmaschinerie gibt es hier nicht, dafür Natur, Ruhe und außergewöhnlich klares Wasser. Bonaire ist der Hafen für alle, die unter Wasser wollen.
✨ Highlight: Ein Schnorchelgang direkt vom Ufer über das Hausriff.
Curaçao 🇨🇼
Bekannt für: Willemstad und Tauchreviere
Curaçao ist die größte der ABC-Inseln, und ihr Zentrum ist zugleich ihr Wahrzeichen: Die Altstadt von Willemstad mit ihren gelb, blau und rosa gestrichenen Handelshäusern am Wasser gehört zum UNESCO-Welterbe. Verbunden werden die beiden Stadthälften von der schwimmenden Königin-Emma-Brücke, die für Schiffe zur Seite schwenkt.
Rund um die Insel liegen Dutzende kleine Buchten mit klarem Wasser, viele davon direkt am Riff. Die Insel ist deutlich weniger auf Massentourismus ausgerichtet als Aruba. Curaçao verbindet Kolonialarchitektur, Tauchreviere und ruhige Strandbuchten.
✨ Highlight: Ein Bummel durch die Pastellaltstadt von Willemstad.


Bridgetown, Barbados 🇧🇧
Bekannt für: Starthafen und britisches Erbe
Barbados ist einer der wichtigsten Starthäfen der südlichen Karibik und zugleich ein lohnendes Ziel. Die Hauptstadt Bridgetown mit ihrer britisch geprägten Architektur und der historischen Garnison gehört zum UNESCO-Welterbe, dazu kommen Rum-Destillerien mit langer Tradition.
Die Insel hat zwei sehr unterschiedliche Seiten: Im Westen ruhige Karibikstrände mit türkisem Wasser, im Osten die raue Atlantikküste mit Brandung und Klippen. Dazwischen liegen Zuckerrohrfelder und die Tropfsteinhöhle Harrison’s Cave. Barbados verbindet Strand, Geschichte und britisches Inselleben.
✨ Highlight: Ein Tag zwischen Karibikstrand im Westen und Brandung im Osten.
St. Lucia 🇱🇨
Bekannt für: die Pitons und Regenwald
St. Lucias Wahrzeichen sind schon vom Wasser aus zu sehen: Aus dem Meer ragen die beiden Pitons auf, zwei bewaldete Vulkankegel, die zum UNESCO-Welterbe gehören. Vom Hafen Castries führen Ausflüge an der Küste entlang zu ihren Füßen.
In der Nähe liegt der Sulphur Springs Park, ein zugängliches Vulkanfeld mit dampfenden Quellen und Schwefelschlamm-Bädern. Dazu kommen Regenwald, Wasserfälle und Buchten mit dunklem Vulkansand. St. Lucia verbindet Natur, Vulkanlandschaft und Strand auf engem Raum.
✨ Highlight: Der Blick auf die Pitons vom Wasser aus.


Grenada 🇬🇩
Bekannt für: Gewürze und grüne Berge
Grenada trägt den Beinamen Gewürzinsel, weil hier bis heute Muskatnuss, Zimt und Kakao angebaut werden. Der Hafen der Hauptstadt St. George’s gilt als einer der schönsten der Karibik: Bunte Häuser ziehen sich an einem Hufeisen-Hafenbecken den Hang hinauf, überragt von einer alten Festung.
Im Landesinneren liegen Regenwald, Wasserfälle und der Kratersee Grand Etang. Direkt an der Küste findet sich der Grand Anse Beach, ein langer heller Strand nahe der Stadt, sowie ein ungewöhnlicher Unterwasser-Skulpturenpark zum Schnorcheln. Grenada verbindet Natur, Gewürzgeschichte und Strand.
✨ Highlight: Ein Besuch einer Muskatnuss-Plantage im grünen Inselinneren.
Darum lohnt sich eine Kreuzfahrt in der südlichen Karibik
Morgens durch eine Pastellaltstadt am Wasser, mittags an den Fuß zweier Vulkankegel, am nächsten Tag über einem Riff, das direkt am Strand beginnt. Die südliche Karibik zeigt die Region von ihrer vielfältigsten Seite. Drei Dinge machen sie besonders:
- Zwei verschiedene Karibik-Bilder in einer Reise. Die trockenen, niederländisch geprägten ABC-Inseln mit Kakteen und Pastellfassaden auf der einen Seite, die grünen Vulkaninseln der Kleinen Antillen mit Regenwald und Bergen auf der anderen. Wüsteninsel und Regenwaldinsel liegen hier nur wenige Seetage auseinander.
- Längere Saison durch die Lage. Die ABC-Inseln liegen südlich des klassischen Hurrikangürtels. Reisen sind hier deshalb ganzjährig üblich, während weiter nördlich zwischen August und Oktober das Wetterrisiko steigt.
- Weniger Betrieb, mehr Inselcharakter. Bonaire, Grenada und St. Lucia sind deutlich ruhiger als die großen Häfen im Norden. Wer die Karibik schon kennt oder sie ohne den ganz großen Andrang erleben will, ist hier richtig.

Was die südliche Karibik besonders macht
So unterschiedlich die Inseln sind, die Region lebt vor allem von zwei Gegensätzen. Auf der einen Seite stehen die ABC-Inseln, trocken und niederländisch geprägt, mit Kakteenlandschaften und Kolonialarchitektur. Auf der anderen die Kleinen Antillen, grün, vulkanisch und britisch oder französisch geprägt. Beide liegen häufig auf einer Route, oft nur wenige Seetage auseinander.

ABC-Inseln
Aruba, Bonaire und Curaçao liegen vor der Küste Venezuelas und gehören bis heute zum Königreich der Niederlande. Das Klima ist trocken, das Landesinnere von Kakteen und Salzseen geprägt, die Städte von gelben, blauen und rosa Kolonialfassaden. Amtssprache ist Niederländisch, im Alltag wird meist Papiamentu gesprochen, eine eigene Kreolsprache. Weil die Inseln außerhalb des klassischen Hurrikangürtels liegen, sind sie ganzjährig gut zu bereisen und ihr klares, ruhiges Wasser macht sie zu einem der besten Tauchgebiete der Karibik.

Kleine Antillen
Von Barbados über St. Lucia bis Grenada zieht sich ein Bogen vulkanischer Inseln, grün bewachsen und teils über tausend Meter hoch. Regenwald, Wasserfälle, Gewürzplantagen und dampfende Schwefelquellen prägen das Landesinnere, während an der Küste helle und dunkle Strände wechseln. Die Prägung ist britisch oder französisch, je nach Insel wechseln Sprache, Küche und Baustil. Wer Natur und Wanderungen sucht, findet hier eine abwechslungsreiche Ecke innerhalb der Karibik.
Das Wetter und die beste Reisezeit für die südliche Karibik

Die südliche Karibik ist ganzjährig warm, angenehm ist es besonders zwischen Dezember und April. Dann ist es trocken, weniger schwül und die Temperaturen liegen bei 27 bis 31 Grad. Das Meer ist ganzjährig etwa 26 bis 29 Grad warm.
Hochsaison (Dezember bis April): Trocken, sonnig und außerhalb der Hurrikansaison. Die beste Zeit für die Region, entsprechend hoch sind Nachfrage und Preise, besonders um Weihnachten und Neujahr.
Übergangszeit (Mai, Juni und November): Günstiger und weniger voll, dafür schwüler und mit kurzen Regenschauern. Auf den ABC-Inseln bleibt es auch dann vergleichsweise trocken.
Hurrikansaison (Juni bis November): Statistisch am aktivsten sind August bis Oktober. Die ABC-Inseln liegen südlich des klassischen Hurrikangürtels und werden deutlich seltener getroffen als der Norden, weshalb hier auch im Sommer gefahren wird. Die Kleinen Antillen liegen dagegen im Gürtel, dort werden Routen in dieser Zeit häufiger angepasst.
Typische Routen einer Kreuzfahrt in der südlichen Karibik

Die Routen unterscheiden sich vor allem darin, wo sie starten. Weil die Region weit von Florida entfernt liegt, beginnen viele Reisen direkt in der Karibik. Das spart Seetage und bringt mehr Inseln in dieselbe Woche.
1. Ab Barbados oder San Juan mitten hinein (rund 7 Nächte):
Der Klassiker startet direkt in der Region, meist ab Bridgetown (Barbados), San Juan oder La Romana in der Dominikanischen Republik, und verbindet die Kleinen Antillen: St. Lucia, Grenada, Martinique, Dominica. Kurze Seewege, fast täglich ein neuer Hafen. Für alle, die möglichst viele Inseln sehen wollen.
Beispielhafter Reiseverlauf: Bridgetown – St. Lucia – Martinique – Dominica – Grenada – Bridgetown
2. Die ABC-Route (rund 7 bis 10 Nächte):
Diese Reise legt den Schwerpunkt auf Aruba, Bonaire und Curaçao, oft ergänzt um Häfen der Dominikanischen Republik oder Kolumbiens. Weil die Inseln weit im Süden liegen, gehören mehrere Seetage dazu. Für alle, die niederländisches Karibik-Flair und gute Tauchreviere suchen.
Beispielhafter Reiseverlauf: San Juan – Seetag – Aruba – Curaçao – Bonaire – Seetag – San Juan
3. Die große Südkaribik-Runde ab Florida (10 bis 14 Nächte):
Die längere Variante startet ab Miami oder Fort Lauderdale und verbindet ABC-Inseln und Kleine Antillen in einer Reise. Sie hat deutlich mehr Seetage, zeigt dafür die ganze Bandbreite der Region. Für alle, die Zeit mitbringen.
Beispielhafter Reiseverlauf: Fort Lauderdale – Seetag – Aruba – Curaçao – Grenada – St. Lucia – Seetag – Fort Lauderdale
Die genauen Häfen und die Reihenfolge unterscheiden sich je nach Reederei und Termin. Manche Routen betonen die ABC-Inseln, andere die Kleinen Antillen. Wenn dir ein bestimmtes Ziel wichtig ist, lohnt der Blick in den genauen Reiseverlauf beim Anbieter.
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Hinweis I Die folgenden Routenkarten gelten nur zur Veranschaulichung, Änderungen vorbehalten.
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Häufige Fragen (FAQ) – Kreuzfahrt in der südlichen Karibik
Welche Inseln sieht man in der südlichen Karibik?
Typisch sind die ABC-Inseln Aruba, Bonaire und Curaçao sowie die Kleinen Antillen mit Barbados, St. Lucia und Grenada, je nach Route auch Martinique, Dominica oder St. Vincent. Charakteristisch ist der Gegensatz zwischen den trockenen, niederländisch geprägten ABC-Inseln und den grünen Vulkaninseln weiter östlich.
Ab welchem Hafen starten Südkaribik-Kreuzfahrten?
Viele Reisen starten direkt in der Region, etwa ab Bridgetown (Barbados), San Juan in Puerto Rico oder La Romana in der Dominikanischen Republik. Längere Routen beginnen auch ab Miami oder Fort Lauderdale, haben dann aber deutlich mehr Seetage. Von Deutschland aus ist immer ein Langstreckenflug nötig.
Was ist der Unterschied zwischen südlicher und östlicher Karibik?
Die südliche Karibik reicht bis vor die Küste Südamerikas, hat längere Seewege und steht für ABC-Inseln, Vulkanlandschaften und ruhigere Häfen. Die östliche Karibik verbindet klassische Strandinseln auf kurzer Strecke und ist die unkompliziertere Wahl für die erste Reise. Wer die Karibik schon kennt oder mehr Inselcharakter sucht, fährt in den Süden.
Wann ist die beste Reisezeit für die südliche Karibik?
Angenehm ist es zwischen Dezember und April: trocken, sonnig, meist 27 bis 31 Grad. Weil die ABC-Inseln südlich des klassischen Hurrikangürtels liegen, wird hier aber auch im Sommer gefahren. Die Saison ist damit länger als in der übrigen Karibik.


