Island-Kreuzfahrt: Vulkane, Geysire und Wasserfälle am Rand des Polarkreises
Die Insel aus Feuer und Eis
Eine Island-Kreuzfahrt führt einmal rund um die Insel aus Feuer und Eis, vorbei an Vulkanen, Gletschern, Wasserfällen und heißen Quellen. Vom Hafen der Hauptstadt Reykjavík erreichst du den berühmten Golden Circle, im Norden liegt Akureyri, das Tor zu Walen und Wasserfällen. Weil Island weiter draußen im Atlantik liegt, gehört es zu den Reisen mit einigen Seetagen, dafür betrittst du eine Landschaft, die es so nirgendwo sonst gibt. Auf dieser Seite findest du die wichtigsten Häfen, die größten Naturwunder, die typischen Routen und die häufigsten Fragen vor der Buchung.

Beste Reisezeit
Juni bis August
Highlights
Geysire, Wasserfälle, Vulkane
Haupthäfen
Reykjavík, Akureyri, Ísafjörður
Island ist anders als viele der anderen Kreuzfahrtziele. Hier dampfen heiße Quellen neben schwarzen Lavafeldern, Wasserfälle stürzen über Basaltklippen, und Gletscher schieben sich bis fast ans Meer. Vieles davon liegt nicht direkt am Hafen, sondern eine Ausflugsfahrt landeinwärts, wo sich die vulkanische Kraft der Insel zeigt.
Weil Island mitten im Nordatlantik liegt, ist die Anreise länger als bei anderen Nordeuropa-Reisen wie der Norwegen-Reise. Reine Island-Rundreisen starten oft ab Reykjavík oder Großbritannien, während Reisen ab Deutschland meist mit Norwegen oder den Britischen Inseln kombiniert werden und mehr Seetage haben. Wie du am besten anreist und welche Route zu dir passt, siehst du weiter unten.
Die wichtigsten Häfen einer Island-Kreuzfahrt
Island hat nur wenige große Kreuzfahrthäfen, doch jeder ist das Tor zu einer eigenen Welt aus Vulkanen, Wasserfällen und heißen Quellen. Von der Hauptstadt Reykjavík bis in die Fjorde des Nordens liegt an jedem Halt eine andere Seite der Insel. Diese Häfen steuern die meisten Routen an.
Reykjavík
Bekannt für: Golden Circle und Blaue Lagune
Region: Südwesten
Reykjavík ist die nördlichste Hauptstadt eines souveränen Staates der Welt und der wichtigste Hafen der Insel. Die bunte, überschaubare Stadt wird von der markanten Hallgrímskirkja überragt, von deren Turm sich der Blick über die farbigen Dächer und das Meer öffnet. Trotz ihrer geringen Größe ist sie lebendig, mit Cafés, Design-Läden und einer bekannten Musikszene.
Der eigentliche Star liegt aber vor den Toren der Stadt. Von Reykjavík aus erreichst du den berühmten Golden Circle mit dem Geysir-Gebiet, dem Wasserfall Gullfoss und dem Nationalpark Þingvellir. Auch die Blaue Lagune, das türkisfarbene Thermalbad in einem Lavafeld, liegt in der Nähe.
✨ Highlight: Ein Ausflug über den Golden Circle zu Geysiren und Wasserfällen.


Akureyri
Bekannt für: Wale und Wasserfälle
Region: Norden
Akureyri liegt am Ende eines langen Fjords im Norden und gilt als heimliche Hauptstadt Nordislands. Die kleine Stadt ist grüner und milder, als man so weit nördlich erwarten würde, mit einem botanischen Garten und bunten Holzhäusern. Trotz ihrer Lage knapp unter dem Polarkreis wirkt sie freundlich und einladend.
Von Akureyri aus erreichst du einige der spektakulärsten Naturorte Islands. Der mächtige Wasserfall Goðafoss und der See Mývatn mit seinen Vulkankratern und Dampfquellen liegen in Reichweite. Der nahe Fjord ist außerdem eines der besten Gebiete Islands für die Walbeobachtung.
✨ Highlight: Eine Walbeobachtungstour oder der Ausflug zum Wasserfall Goðafoss.
Ísafjörður
Bekannt für: Westfjorde und Natur
Region: Westfjorde
Ísafjörður ist das Zentrum der abgelegenen Westfjorde, der wildesten und einsamsten Ecke Islands. Der kleine Ort schmiegt sich zwischen steile Berge und tiefblaues Wasser, umgeben von einer Landschaft, die kaum berührt wirkt. Wer hier anlegt, erlebt das ursprüngliche Island abseits der großen Touristenströme.
Rund um Ísafjörður locken einsame Wanderwege, dramatische Steilküsten und riesige Vogelkolonien. Im nahen Naturreservat Hornstrandir leben Polarfüchse, und vor der Küste ziehen im Sommer Wale und Papageitaucher vorbei.
✨ Highlight: Eine Bootstour zu den Vogelfelsen oder eine Wanderung in den Westfjorden.


Heimaey (Vestmannaeyjar)
Bekannt für: Vulkan und Papageitaucher
Region: Süden
Heimaey ist die einzige bewohnte Insel der Vestmannaeyjar-Gruppe vor der Südküste und ein Ort mit dramatischer Geschichte. Bei einem Vulkanausbruch im Jahr 1973 wurde ein Teil des Ortes unter Lava und Asche begraben, heute erinnert ein Museum an die Katastrophe. Der noch junge Vulkan Eldfell lässt sich zu Fuß erklimmen.
Die Insel ist zugleich eine der größten Papageitaucher-Kolonien der Welt, im Sommer brüten hier Hunderttausende der bunten Vögel. Von den Klippen aus lassen sie sich hautnah beobachten. Heimaey verbindet so vulkanische Kraft und reiche Tierwelt auf engstem Raum.
✨ Highlight: Der Aufstieg auf den Vulkan Eldfell oder die Papageitaucher an den Klippen.
Darum lohnt sich eine Island-Kreuzfahrt
Nur wenige Ziele wirken so fremd und faszinierend wie Island. Auf der Insel aus Feuer und Eis liegen Vulkane, Gletscher und heiße Quellen dicht beieinander, oft nur eine Ausflugsfahrt vom Hafen entfernt. Drei Dinge machen eine Island-Kreuzfahrt besonders:
- Landschaften wie von einem anderen Planeten. Schwarze Lavafelder, dampfende Erdspalten und tosende Wasserfälle prägen ein Bild, das an keinen anderen Ort erinnert. Nicht umsonst diente Island schon als Kulisse für Mars-Filme und Fantasy-Serien.
- Ohne die Insel selbst umrunden zu müssen. Vom Schiff aus siehst du in wenigen Tagen mehrere Seiten der Insel, vom quirligen Reykjavík über die einsamen Westfjorde bis in den Norden mit Walen und Wasserfällen. An Land bräuchtest du für dieselbe Strecke eine lange Rundreise.
- Natur, die man fühlt. Ein Bad in einer heißen Quelle unter freiem Himmel, das Donnern eines Wasserfalls, die Stille einer Gletscherlagune. Island ist ein Ziel zum Erleben mit allen Sinnen, nicht nur zum Anschauen.

Der Golden Circle – Vulkane, Geysire & Wasserfälle an einem Tag
Der Golden Circle ist der bekannteste Ausflug ab Reykjavík und steht auf fast jeder Island-Kreuzfahrt zur Wahl. Die Rundtour verbindet drei Naturwunder im Südwesten der Insel, die alle an einem Tag erreichbar sind. Jede Tour zum Golden Circle variiert und in der Umgebung gibt es viele weitere kleine Sehenswürdigkeiten. Weitere Informationen und Tipps zum Golden Circle findest du hier in unserem Guide. Die folgenden Stopps sind die bekanntesten und sollten bei einer guten Tour immer enthalten sein:

1. Nationalpark Þingvellir
Im Þingvellir-Nationalpark, einem UNESCO-Welterbe, driften die nordamerikanische und die eurasische Erdplatte auseinander. Du kannst durch die Felsspalte Almannagjá wandern, die durch das Auseinanderdriften der Platten entstanden ist. Die eigentliche Plattengrenze verläuft nicht als Linie, sondern als breite Zone durch die Region. Zugleich ist der Ort das historische Herz Islands, hier tagte im Jahr 930 das erste Parlament der Welt unter freiem Himmel.

2. Geysir-Gebiet (Haukadalur)
Das dampfende Tal Haukadalur gab dem Wort Geysir weltweit seinen Namen. Der große Geysir selbst ruht heute meist, aber sein Nachbar Strokkur schießt alle paar Minuten eine kochende Wassersäule bis zu 20 Meter in die Höhe. Rundherum brodeln heiße Quellen und Schlammtöpfe in leuchtenden Farben.

3. Wasserfall Gullfoss
Gullfoss, der goldene Wasserfall, stürzt in zwei gewaltigen Stufen rund 32 Meter in eine tiefe Schlucht. Bei Sonne steht oft ein Regenbogen über der Gischt, was ihm seinen Namen gab. Er gilt als einer der eindrucksvollsten Wasserfälle Europas und ist der krönende Abschluss der Tour.
4. Optionaler Stopp: Kerið-Krater

Manche Golden-Circle-Touren halten auch noch am Kerið, einem etwa 3.000 bis 6.500 Jahre alten Vulkankrater direkt an der Route. Seine Wände leuchten in kräftigem Rot und Ocker, während im Grund ein türkisblauer Kratersee liegt. Ein kurzer Rundweg führt oben um den Krater herum und bietet den besten Blick hinab.
Tipp: Wenn du den Kerið-Krater sehen willst, solltest du bei den frühen Touren schauen. Diese halten meistens am Krater. Bei Touren am Nachmittag ist ein Halt am Krater zeitlich meist nicht möglich.
Das Wetter und die beste Reisezeit für Island-Kreuzfahrten

Die Saison für eine Island-Kreuzfahrt ist kurz und konzentriert sich auf Juni bis August, die einzigen wirklich milden Monate. An Deck und an Land liegen die Temperaturen im Sommer bei etwa 10 bis 15 Grad, dazu kommen oft Wind und schnelle Wetterwechsel. Der isländische Spruch „Wenn dir das Wetter nicht gefällt, warte fünf Minuten“ trifft es gut, wetterfeste Kleidung ist Pflicht.
Hochsommer (Juni bis August): Die beste und fast einzige Reisezeit. Die Tage sind extrem lang, im Juni und Juli wird es in der Nacht kaum dunkel. Die Natur ist grün, die Straßen ins Hochland offen, und die Chance auf Wale ist am größten. Dafür sind die Schiffe voll und die Preise am höchsten.
Randmonate (Mai, September): Deutlich ruhiger und oft günstiger, mit ersten oder letzten Reisen der Saison. Es ist kühler und wechselhafter, dafür sind die Häfen leerer. Ab September steigt zugleich die Chance auf erste Nordlichter.
Wer eine Chance auf Nordlichter haben will, muss zwischen September und April reisen, wenn die Nächte wieder dunkel sind. In dieser Zeit gibt es allerdings kaum Kreuzfahrten, die meisten Island-Reisen finden im hellen Sommer statt, wo Nordlichter praktisch ausgeschlossen sind. Hinweise und Informationen zum Seegang in Island findest du hier im Guide.
Typische Routen einer Island-Kreuzfahrt

Island erreichst du auf mehreren Wegen, und der größte Unterschied liegt in der Anreise. Reine Island-Umrundungen starten oft ab Reykjavík und erfordern einen Flug, während Reisen ab Deutschland länger dauern und mehr Seetage haben, dafür ohne Flug auskommen. Welche Route passt, hängt davon ab, wie viel Zeit du hast und ob du fliegen möchtest.
Die Island-Umrundung (rund 7 Nächte, ab Reykjavík):
Die klassische Rundreise umrundet die ganze Insel und läuft die bekanntesten Häfen in einer Woche an. Ab Reykjavík geht es über die einsamen Westfjorde, den Norden bei Akureyri und die Ostküste zurück. In kompakter Zeit siehst du alle Seiten Islands, brauchst aber einen Flug nach Reykjavík. Passt für alle, die Island pur und ohne Umwege erleben wollen.
Beispielhafter Reiseverlauf: Reykjavík – Ísafjörður – Akureyri – Heimaey – Reykjavík
Island ab Deutschland (rund 12 bis 14 Nächte):
Wer ohne Flug reisen will, fährt ab Hamburg oder Bremerhaven, meist über die Shetland-Inseln nach Island und zum Beispiel über die Orkney-Inseln wieder zurück. Diese Route hat viele Seetage, ist also eher etwas für alle, die das Leben an Bord genießen und die Überfahrt zum Teil der Reise machen. Dafür beginnt der Urlaub direkt vor der Haustür, ganz ohne Flughafen.
Beispielhafter Reiseverlauf: Hamburg – Lerwick (Shetland-Inseln) – Reykjavík – Akureyri – Ísafjörður – Kirkwall (Orkney-Inseln) – Hamburg
Reine Island-Reisen sind selten, die meisten Kreuzfahrten kombinieren die Insel mit Norwegen oder den Britischen Inseln. Gerade ab Deutschland führt der Weg fast immer über die Shetland- und Orkney-Inseln. Einzelne Reedereien haben Anläufe auf den Färöern ausgesetzt und begründen das mit den dortigen Waltreibjagden, darunter AIDA Cruises. Wenn dir ein bestimmter Zwischenstopp wichtig ist, lohnt der Blick in den genauen Routenverlauf beim Anbieter.
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Hinweis I Die folgenden Routenkarten gelten nur zur Veranschaulichung, Änderungen vorbehalten.
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Deine Island-Kreuzfahrt finden
Von den Geysiren des Golden Circle über die Wale bei Akureyri bis zu den einsamen Westfjorden: Island ist ein Ziel, das man so nur vom Schiff aus in dieser Vielfalt erlebt. Wenn du deine Route gefunden hast, vergleichst du hier aktuelle Termine und Preise direkt beim Anbieter.
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Häufige Fragen (FAQ) – Island-Kreuzfahrt
Wann ist die beste Reisezeit für eine Island-Kreuzfahrt?
Die Saison ist kurz und liegt zwischen Juni und August, den mildesten Monaten mit den längsten Tagen. Im Hochsommer wird es nachts kaum dunkel. Nordlichter sind dagegen nur zwischen September und April möglich, wenn kaum Kreuzfahrten fahren.
Welche Häfen laufen Island-Kreuzfahrten an?
Die wichtigsten sind Reykjavík im Südwesten und Akureyri im Norden. Dazu kommen je nach Route Ísafjörður in den Westfjorden, Heimaey im Süden und Djúpivogur im Osten.
Kann man auf einer Island-Kreuzfahrt Wale sehen?
Ja, besonders rund um Akureyri im Norden liegt eines der besten Walbeobachtungsgebiete. Im Sommer stehen die Chancen auf Buckelwale und andere Arten gut, eine Garantie gibt es aber nie. Weitere Tipps und Hinweise zur Walbeobachtung rund um Akureyri gibt es hier im Guide.
Wie warm wird es auf Island?
Im Sommer liegen die Temperaturen bei etwa 10 bis 15 Grad, dazu kommen Wind und schnelle Wetterwechsel. Wetterfeste Kleidung nach dem Zwiebelprinzip ist wichtiger als Sommergarderobe.




