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Galápagos-Kreuzfahrt:
Schildkröten, Leguane und Seelöwen

Eine Tierwelt ohne Scheu, ganzjährig im Pazifik vor Ecuador

Strand auf San Christobal - Galapagos Inseln

Beste Reisezeit

Ganzjährig (zwei Saisons)

Highlights

Riesenschildkröten, Meeresleguane und Seelöwen

Land

Ecuador (UNESCO-Welterbe / Nationalpark)

Ein Seelöwe döst mitten auf der Parkbank, ein Meeresleguan spuckt Salz und rührt sich nicht, ein Blaufußtölpel führt seinen Balztanz nur einen Schritt entfernt auf. Auf Galápagos ist die Tierwelt so wenig scheu, dass man ihr näher kommt als fast irgendwo sonst auf der Welt. Weil die Inseln nie mit dem Festland verbunden waren, haben sich hier Arten entwickelt, die es nur hier gibt, und Charles Darwin fand hier einst die Belege für seine Evolutionstheorie.

Die Anreise führt über das ecuadorianische Festland, meist über Quito oder Guayaquil, von wo ein knapp zweistündiger Flug auf die Inseln nach Baltra oder San Cristóbal geht. Weil ein Großteil der Inseln nur per Boot erreichbar ist und der Nationalpark jede Route genehmigt, sieht man auf einer Kreuzfahrt deutlich mehr als von einem festen Hotel aus. Welche Inseln dich erwarten, siehst du im Überblick.

Die schönsten Inseln der Galápagos

Jede Insel hat ihren eigenen Charakter, ihre eigene Tierwelt und ihre eigene Landschaft. Welche davon du siehst, hängt von der Route deines Schiffs ab, denn der Nationalpark teilt jedem Boot einen festen Fahrplan zu. Diese Inseln gehören zu den eindrucksvollsten.

Santa Cruz

Santa Cruz ist die zentrale und am dichtesten besiedelte Insel und für viele der Ausgangspunkt der Reise, weil der Flughafen von Baltra gleich nebenan liegt. In Puerto Ayora steht die Charles-Darwin-Forschungsstation, in der die Aufzucht junger Riesenschildkröten erklärt wird. Im grünen Hochland der Insel begegnet man den Tieren dann frei, wie sie sich durch Gräser und Schlammlöcher schieben.

Neben den Schildkröten lohnt die Insel auch für ihre Landschaft: der weiße Strand der Tortuga Bay, die Zwillingskrater Los Gemelos und Lavatunnel, durch die man laufen kann. Santa Cruz verbindet damit Tierbeobachtung und die einzige größere Stadt des Archipels.

Highlight: Riesenschildkröten im grünen Hochland.

Riesenschildkroete auf Santa Cruz - Galapagos Inseln
Der Cerro Brujo-Strand in San Cristobal

San Cristóbal

San Cristóbal ist die östlichste Insel und die Hauptstadt des Archipels. Schon im Hafen von Puerto Baquerizo Moreno liegen die Seelöwen auf Bänken, Stegen und Booten, als gehörte ihnen der Ort. Ein Interpretationszentrum erzählt die Geschichte der Inseln und ihrer Besiedlung.

Vor der Küste ragt der Kicker Rock aus dem Meer, ein zerklüfteter Felsen, an dem man mit Haien, Rochen und Meeresschildkröten schnorchelt. San Cristóbal ist neben Baltra der zweite Flughafen und damit oft Start oder Ziel einer Reise.

Highlight: Schnorcheln am Kicker Rock zwischen Haien und Rochen.

Isabela

Isabela ist die größte Insel, in Form eines Seepferdchens, und aus sechs Vulkanen zusammengewachsen. Die Sierra Negra besitzt einen der größten Krater der Erde, und die Westküste ist die tierreichste Ecke des Archipels: Hier leben Galápagos-Pinguine und flugunfähige Kormorane, dazu Meeresleguane und Flamingos in den Lagunen.

An Land führt eine Wanderung zum Kraterrand der Sierra Negra, im Wasser locken die Lavaformationen von Los Túneles, wo Schildkröten und Seepferdchen zu sehen sind. Isabela ist die Insel für alle, die die vulkanische Seite der Galápagos suchen.

Highlight: Pinguine und Kormorane an der wilden Westküste.

Meereslagunenstrand auf Isabela
Meerechsen auf Fernandina

Fernandina

Fernandina ist die jüngste und ursprünglichste Insel, auf der bis heute keine eingeschleppten Tierarten leben. An der Landestelle Punta Espinosa liegen die größten Kolonien von Meeresleguanen des Archipels, dicht gedrängt auf schwarzem Lavagestein, so weit das Auge reicht.

Zwischen den Leguanen jagen flugunfähige Kormorane, ruhen Seelöwen und stolziert der Galápagos-Bussard. Die Landschaft ist rau und vulkanisch, fast wie am Anfang der Welt. Fernandina wird nur auf den westlichen Routen angefahren.

Highlight: Hunderte Meeresleguane auf schwarzer Lava.

Española

Española im Süden ist eine der ältesten Inseln und der einzige Ort der Welt, an dem der Wellenalbatros brütet, von etwa April bis Dezember. An der Landzunge Punta Suárez reihen sich seine Kolonien neben denen der Blaufuß- und Nazcatölpel, dazu bläst ein Blasloch die Gischt meterhoch in die Luft.

Die Meeresleguane sind hier bunt gefärbt, weshalb man sie „Weihnachtsleguane“ nennt. Am weißen Strand der Gardner Bay dösen Seelöwen, und im klaren Wasser lässt es sich hervorragend schnorcheln. Española gilt vielen als die abwechslungsreichste Insel.

Highlight: Die Wellenalbatrosse von April bis Dezember.

Adler fliegt ueber dem Wasser durch Espanola auf den Galapagos-Inseln
Der Pinnacle-Rock in Bartolome

Bartolomé

Bartolomé ist eine kleine Vulkaninsel und liefert das wohl bekannteste Postkartenmotiv der Galápagos: den Pinnacle Rock, eine spitze Felsnadel über einer geschwungenen Bucht. Über eine Holztreppe steigt man zum Aussichtspunkt hinauf, von dem sich die vulkanische Landschaft in ihrer ganzen Weite zeigt.

Rund um den Felsen schnorchelt man mit Galápagos-Pinguinen, Meeresschildkröten und bunten Rifffischen. Trotz ihrer geringen Größe gehört Bartolomé zu den meistfotografierten Orten des Archipels.

Highlight: Der Blick über den Pinnacle Rock.

Genovesa

Genovesa im Norden trägt den Beinamen „Vogelinsel“, und das zu Recht. Rund um die Darwin Bay und die steilen Prince-Philip-Stufen brüten Rotfußtölpel, Nazcatölpel, Fregattvögel und Sturmschwalben in dichten Kolonien. Der Lärm und das Gewimmel der Vögel sind überwältigend.

Weil Genovesa abgelegen im Norden liegt, wird die Insel nur auf bestimmten Routen angefahren. Wer sie erreicht, schnorchelt in der geschützten Bucht der Caldera mit Rochen und Hammerhaien. Für Vogelfreunde ist Genovesa das Ziel schlechthin.

Highlight: Rotfußtölpel und Fregattvögel in dichten Kolonien.

Typische Voegel fuer Genovesa auf den Galapagos Inseln
Flour-Sand-Strand auf der Insel Floreana

Floreana

Floreana war eine der ersten besiedelten Inseln und hat eine geheimnisvolle Geschichte, um die sich bis heute Legenden ranken. Am Post Office Bay steht seit dem 18. Jahrhundert eine hölzerne Posttonne, in der Reisende ihre Postkarten hinterlassen. Andere Besucher nehmen die Karten mit und stellen sie von Hand zu, oft am anderen Ende der Welt.

Neben der Geschichte lockt die Natur: Flamingos in den Lagunen, verschiedenfarbige Strände und das Schnorchelrevier der Devil’s Crown, ein versunkener Vulkankrater voller Fische, Rochen und Haie. Floreana verbindet Menschheitsgeschichte und Tierwelt auf engem Raum.

Highlight: Die historische Posttonne am Post Office Bay.

Darum lohnt sich eine Galápagos-Kreuzfahrt

Morgens Riesenschildkröten im Hochland, mittags mit Seelöwen schnorcheln, abends der Balztanz der Tölpel: Galápagos bringt dich einer Tierwelt näher als fast jedes andere Ziel. Drei Dinge machen die Reise besonders:

  • Tiere zum Greifen nah. Nirgends sonst sind wilde Tiere so wenig scheu. Was anderswo ein Fernglas-Moment ist, spielt sich hier direkt vor einem ab, an Land wie im Wasser.
  • Über und unter Wasser. Galápagos ist nicht nur eine Landreise. Ein großer Teil der schönsten Begegnungen passiert beim Schnorcheln, mit Schildkröten, Rochen, Pinguinen und Seelöwen.
  • Ganzjährig warm am Äquator. Anders als die Arktis oder die Antarktis lässt sich Galápagos das ganze Jahr bereisen, bei mildem bis warmem Klima und ohne enges Saisonfenster.
Ein Seehund kaut einen Holzstock unter Wasser
Seehunde liegen am Strand auf der Insel Espanola

Was du auf Galápagos erlebst

Anders als eine Städtereise lebt Galápagos von der Nähe zur Natur, über und unter Wasser. Drei Dinge prägen fast jede Reise.

Tierwelt ohne Scheu Weil die Tiere der Galápagos nie gelernt haben, den Menschen zu fürchten, kommt man ihnen so nah wie kaum irgendwo. Seelöwen schwimmen neugierig um Schnorchler, Leguane bleiben liegen, Vögel führen ihre Balz vor den Füßen der Besucher auf. Zum Schutz gilt ein Mindestabstand von zwei Metern, doch die Tiere selbst halten sich selten daran.

Wo Darwin seine Theorie fand 1835 ging Charles Darwin auf den Galápagos an Land und bemerkte, dass sich Tiere von Insel zu Insel unterschieden, etwa die Schnäbel der Finken. Diese Beobachtungen flossen später in seine Evolutionstheorie ein. Wer die Inseln bereist, sieht dieselbe Vielfalt, die einst eine der wichtigsten Ideen der Wissenschaft anstieß.

Reisen im Takt des Nationalparks Fast der gesamte Archipel ist Nationalpark. Jede Anlandung erfolgt in kleiner Gruppe und nur mit einem lizenzierten Naturführer, die Routen sind je Schiff fest vom Park zugeteilt. Diese Regeln schützen die Inseln und sorgen dafür, dass man die Tierwelt in Ruhe erlebt.

Wetter und beste Reisezeit für eine Galápagos-Kreuzfahrt

Reisezeitgrafik Galapagos-Inseln

Galápagos liegt am Äquator und ist das ganze Jahr über bereisbar. Statt einer Haupt- und Nebensaison gibt es zwei Jahreszeiten, die sich vor allem in Wasser, Wetter und Tierverhalten unterscheiden. Eine schlechte Zeit gibt es nicht, beide haben ihre Vorteile.

Warme und feuchte Saison (Dezember bis Mai): Wärmere Luft um 25 bis 30 Grad, wärmeres Wasser und eine meist ruhige See. Die Vormittage sind oft sonnig, nachmittags fällt gelegentlich ein kurzer Schauer. Die Landschaft ist grüner, und das wärmere Wasser macht das Schnorcheln angenehmer. Es ist die Zeit, in der viele Land- und Seevögel brüten.

Kühle und trockene Saison (Juni bis November): Der Humboldtstrom bringt kühleres, nährstoffreiches Wasser, was das Meer belebt und die Tiere zu aktiven Fressgästen macht. Die Luft ist kühler, um 19 bis 24 Grad, oft mit einer feinen Nieselnebel-Schicht namens „garúa“, und die See ist bewegter. Für viele die beste Zeit für Tierbeobachtung im Wasser, die Tölpel balzen, und der Albatros ist auf Española.

Die Temperaturen bleiben also ganzjährig mild, der Unterschied liegt eher im Wasser und im Verhalten der Tiere als im Kalender.

Typische Routen einer Galápagos-Kreuzfahrt

Ein Schiff ankert vor den Galapagos-Inseln

Anders als in Europa wählt man auf Galápagos nicht den Abfahrtshafen, sondern das Schiff mit der passenden Route, denn der Nationalpark teilt jedem Boot einen festen Fahrplan zu. Die Reisen dauern in der Regel acht Tage, längere Törns verbinden zwei dieser Wochen zu einer 15-Tage-Reise.

1. Die klassische Woche (8 Tage, 7 Nächte):

Der Standard auf Galápagos: eine vom Nationalpark fest zugeteilte Wochenroute mit einer festen Auswahl an Besuchsorten. Welche Inseln das sind, hängt vom jeweiligen Schiff ab. Manche Wochen führen in den tierreichen Westen mit Isabela und Fernandina, andere nehmen den Vogelnorden um Genovesa oder den Süden mit Española und Floreana mit. Deshalb lohnt der Blick, welche Inseln die konkrete Route abdeckt.

2. Die große Runde (15 Tage):

Wer möglichst viel sehen will, kombiniert zwei aufeinanderfolgende Wochenrouten. So deckt man fast doppelt so viele Inseln ab, vom Norden über den Westen bis in den Süden, und das fast ohne Wiederholung. Die umfassendste Art, den Archipel zu erleben.

Welche Inseln du siehst, entscheidet allein die Route deines Schiffs, nicht der Abfahrtsort. Wenn dir bestimmte Tiere oder Inseln wichtig sind, etwa Pinguine im Westen oder der Albatros auf Española, wähle das Schiff gezielt nach seinem Fahrplan aus.

Weil die Anreise ohnehin über Ecuador führt, hängen zudem viele ein paar Tage auf dem Festland an, etwa die Altstadt von Quito, die Anden oder den Amazonas, und machen aus der Kreuzfahrt eine größere Rundreise. Ein Blick in den konkreten Routenverlauf beim Anbieter lohnt sich hier besonders.

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Hinweis I Die folgenden Routenkarten gelten nur zur Veranschaulichung, Änderungen vorbehalten.

Nordroute mit Genovesa

Galápagos Kreuzfahrt ab/bis Puerto Baquerizo


8 Tage ab/bis Puerto Baquerizo
Mehrere Termine bis März 2029
Mit Silver Origin

Znetralroute mit Santiago

Naturparadies Galapagos Inseln


8 Tage ab/ bis Baltra
Mehrere Termine bis Dezember 2028
Mit Celebrity Flora

Westroute mit Isabela

Galápagos Kreuzfahrt ab/bis Puerto Baquerizo


8 Tage ab/bis Puerto Baquerizo
Mehrere Termine bis März 2029
Mit Silver Origin

Südroute mit Floreana

Naturparadies Galapagos Inseln


8 Tage ab/ bis Baltra
Mehrere Termine bis Dezember 2028
Mit Celebrity Flora

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Kopenhagen 1
Fun-Fact
Der Galápagos-Pinguin ist die einzige Pinguinart, die von Natur aus am Äquator lebt, und die einzige, die es bis auf die Nordhalbkugel schafft. Möglich macht das der kühle Humboldtstrom, der aus der Antarktis heraufzieht und das Wasser rund um die Inseln kühl genug hält.

Häufige Fragen (FAQ) – Galápagos-Kreuzfahrt

Eine Reise auf einem kleinen Schiff durch den Galápagos-Nationalpark vor Ecuador. Statt Hafenstädten stehen Anlandungen an Tierkolonien, Wanderungen mit Naturführern und Schnorcheln im Mittelpunkt. Weil viele Inseln nur per Boot erreichbar sind, sieht man auf einer Kreuzfahrt mehr als von einem festen Hotel aus.

Galápagos ist ganzjährig bereisbar. Von Dezember bis Mai ist es wärmer, das Wasser angenehmer und die See ruhiger; von Juni bis November ist es kühler und trockener, das Meer belebter und die Tiere aktiver. Eine schlechte Zeit gibt es nicht.

Im Nationalpark gilt ein Mindestabstand von zwei Metern, und Berühren oder Füttern ist verboten. Die Tiere selbst kennen diese Regel nicht und kommen oft von sich aus näher, was für die eindrücklichsten Momente sorgt.

Galápagos-Schiffe sind klein, meist mit 16 bis 100 Gästen. An Land teilt der Nationalpark die Gruppen auf, je Naturführer sind höchstens 16 Gäste erlaubt. So bleibt es an den Besuchsorten ruhig.

Eine normale Grundfitness reicht. Gefragt ist sie bei den Anlandungen, die mal trocken über Felsen, mal nass über den Strand erfolgen, sowie beim Schnorcheln. Auf kleineren Booten kann bewegte See zudem Seekrankheit auslösen.

Die Naturführer sprechen meist Englisch und Spanisch. Auf einigen Schiffen oder bei gebuchten Gruppenreisen gibt es deutschsprachige Begleitung, das lohnt sich vorab zu prüfen.