Bahamas-Kreuzfahrt: Nassau, Privatinseln und Strandtage ab Florida
Weiße Strände, türkises Wasser und kurze Reisen vor der Küste Floridas
Eine Bahamas-Kreuzfahrt verbindet weiße Strände, türkises Wasser und die Privatinseln der großen Reedereien, meist auf kurzen Reisen ab Florida. Die Inselgruppe liegt genau genommen nördlich der Karibik im Atlantik, wird aber fast immer , meist im Rahmen von Kreuzfahrten in der östlichen Karibik, zusammen mit ihr bereist. Weil die Bahamas so nah an Miami liegen, sind Reisen von drei bis fünf Nächten hier besonders verbreitet. Auf dieser Seite findest du die wichtigsten Häfen, alle Privatinseln im Überblick, die typischen Routen und die häufigsten Fragen vor der Buchung.

Beste Reisezeit
Dezember bis April
Highlights
Privatinseln & Strandtage
Inseln
über 700 Inseln, rund 30 bewohnt
Die Bahamas bestehen aus über 700 Inseln und mehr als 2.000 Riffen und Sandbänken, von denen nur rund 30 bewohnt sind. Vor der Küste Floridas liegt damit eine Inselwelt, die man vom Schiff aus besonders gut erreicht: Nassau ist nur eine Nachtfahrt von Miami entfernt, viele der kleinen Cays wären sonst gar nicht zugänglich. Genau deshalb sind die Bahamas das klassische Ziel für kurze Kreuzfahrten und für alle, die einen entspannten Strandurlaub ohne langes Programm suchen.
Eine Besonderheit prägt die Region wie keine zweite: Fast alle großen Reedereien besitzen hier eine eigene Insel, die nur von ihren Schiffen angelaufen wird. Ein Tag dort ist ein reiner Strandtag und für viele Gäste der Höhepunkt der Reise. Welche Häfen und Inseln dich erwarten, siehst du gleich im Überblick.
Von Nassau bis Bimini, die Häfen der Bahamas
Die Bahamas reihen lebhafte Hafenstädte, ruhige Naturinseln und kleine Cays aneinander. Von der quirligen Hauptstadt Nassau bis zum verschlafenen Bimini hat jeder Halt seinen eigenen Charakter. Diese Häfen laufen die Schiffe am häufigsten an.
Nassau, New Providence 🇧🇸
Bekannt für: Hauptstadt, Atlantis und Strände
Nassau ist die Hauptstadt der Bahamas und einer der meistangelaufenen Kreuzfahrthäfen der Welt. Vom Terminal aus erreicht man die Innenstadt in wenigen Minuten zu Fuß: pastellfarbene Kolonialbauten, das Parlamentsgebäude, der Straw Market mit Korbwaren und Souvenirs und die alte Festung Fort Charlotte über der Stadt.
Gleich gegenüber liegt Paradise Island mit dem markanten Resort Atlantis, dessen Wasserpark und Aquarium auch für Kreuzfahrtgäste tageweise buchbar sind. Wer lieber an den Strand will, findet mit Cable Beach und Junkanoo Beach feinen Sand in Hafennähe. Nassau verbindet Stadtbummel, Strand und Ausflugsangebot an einem Tag.
✨ Highlight: Ein Strandtag am Cable Beach oder ein Abstecher nach Paradise Island.


Freeport, Grand Bahama 🇧🇸
Bekannt für: Natur und ruhige Strände
Freeport auf Grand Bahama ist der zweitwichtigste Hafen der Inselgruppe und deutlich ruhiger als Nassau. Der eigentliche Reiz liegt außerhalb der Stadt: Der Lucayan-Nationalpark schützt eines der längsten bekannten Unterwasser-Höhlensysteme der Welt, dazu Mangroven und den weiten, fast leeren Gold Rock Beach.
Näher am Hafen liegt der Port Lucaya Marketplace mit Läden, Bars und Livemusik, dazu lange Strände mit ruhigem Wasser. Weil die Insel weitläufig und wenig bebaut ist, wirkt ein Tag hier entspannter als in der Hauptstadt. Freeport ist der Hafen für alle, die Natur und Ruhe dem Trubel vorziehen.
✨ Highlight: Ein Ausflug zum Gold Rock Beach im Lucayan-Nationalpark.
Bimini 🇧🇸
Bekannt für: Nähe zu Miami und klares Wasser
Bimini ist die westlichste Inselgruppe der Bahamas und liegt nur rund 50 Meilen vor Miami. Das ist näher an Florida als an Nassau. Die Insel ist klein, an einem Tag gut zu überblicken und bekannt für besonders klares, flaches Wasser, gute Schnorchel- und Tauchspots und die Verbindung zu Ernest Hemingway, der hier zum Hochseefischen kam.
Angelaufen wird Bimini vor allem auf Kurzreisen ab Miami. Virgin Voyages betreibt hier einen eigenen Beach Club mit Pool und Strandbereich, der allerdings keine Privatinsel ist: Wer möchte, kann den Rest der Insel auf eigene Faust erkunden. Bimini ist der ideale Stopp für einen unkomplizierten Bade- und Schnorcheltag.
✨ Highlight: Ein Schnorchelgang über den flachen Riffen vor der Küste.

Die Privatinseln der Reedereien im Überblick

Auf den Bahamas liegen die meisten Privatinseln der Kreuzfahrtbranche. Fast jeder große Konzern besitzt oder pachtet hier eine eigene Insel, die ausschließlich von seinen Schiffen angelaufen wird. Für die Gäste bedeutet das: eigener Strand, Liegen, meist mit einem Mittagsbuffet und das alles ohne Ausflugsplanung.
Wichtig zu wissen: Man kann die Privatinsel nicht frei wählen. Welche überhaupt infrage kommen, hängt von der Reederei ab. Ob und welche davon angelaufen wird, steht in der konkreten Route. Wer eine bestimmte Insel sehen möchte, sucht also zuerst die passende Reederei und prüft dann den Reiseverlauf.
| Privatinsel | Reedereien | seit | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Great Stirrup Cay | Norwegian Cruise Line, Oceania, Regent Seven Seas | 1977 | die älteste Privatinsel der Branche |
| Perfect Day at CocoCay | Royal Caribbean, Celebrity Cruises, Silversea | 1985, Ausbau 2019 | Wasserpark, Fesselballon, größter Ausbau |
| Princess Cays | Princess Cruises, P&O, Carnival Cruise Line | 1992 | Südspitze Eleuthera, klassischer Strandtag |
| RelaxAway, Half Moon Cay | Holland America Line, Cunard Line, Carnival Cruise Line, Seabourn | 1997 | langer Sichelstrand, neuer Anlegepier |
| Castaway Cay | Disney Cruise Line | 1998 | familienorientiert, eigener Pier |
| Ocean Cay MSC Marine Reserve | MSC Cruises, Explora Journeys | 2019 | Meeresschutzgebiet, oft bis in den Abend |
| Lookout Cay at Lighthouse Point | Disney Cruise Line | 2024 | Südspitze Eleuthera |
| Celebration Key | Carnival Corporation (Carnival, Princess, AIDA Cruises…) | 2025 | auf Grand Bahama, jüngste der großen Inseln |
| Sandy Cay | MSC Cruises, Explora Journeys | geplant ab 2028 | zweite MSC-Insel, im Bau |
Was das für deutsche Gäste bedeutet
Die Privatinseln gehören nicht einzelnen Reedereien, sondern meist ganzen Konzernverbünden — deshalb erreicht man sie auch mit deutschen Marken. AIDA und Costa gehören zur Carnival Corporation und laufen deren Ziele wie RelaxAway, Half Moon Cay oder Celebration Key an. Mein Schiff ist ein Gemeinschaftsunternehmen von TUI und Royal Caribbean und steuert daher Perfect Day at CocoCay an. MSC hat mit Ocean Cay eine eigene Insel im Programm.
Wichtig: Ob eine Privatinsel dabei ist, entscheidet die konkrete Route, da es je nach Reederei mehrere Privatinseln gibt. Ein Blick in den Reiseverlauf beim Anbieter lohnt sich also vor der Buchung.
Kurzübersicht:
| Deutsche Marke | Konzern | Privatziel auf den Bahamas |
|---|---|---|
| AIDA Cruises | Carnival Corporation | Half Moon Cay (RelaxAway), Celebration Key, Princess Cays |
| Costa | Carnival Corporation | Half Moon Cay (RelaxAway), Celebration Key, Princess Cays |
| Mein Schiff | TUI / Royal Caribbean | Perfect Day at CocoCay |
| MSC Cruises | MSC | Ocean Cay MSC Marine Reserve |
Darum lohnt sich eine Bahamas-Kreuzfahrt
Morgens ein Bummel durch Nassau, mittags ein Strandtag auf einer Insel, die nur das eigene Schiff anläuft, abends zurück an Bord. Die Bahamas sind die entspannteste Art, karibisches Inselgefühl zu erleben. Drei Dinge machen sie besonders:
- Strandtage statt Ausflugsprogramm. Auf den Privatinseln gibt es genau eine Aufgabe: Handtuch ausbreiten. Kein Transfer, keine Tourbuchung, kein Zeitdruck. Für viele der ruhigste Tag der ganzen Reise.
- Kurze Reisen, wenig Aufwand. Weil die Inseln direkt vor Florida liegen, sind Reisen von drei bis fünf Nächten möglich. Das macht die Bahamas zum passenden Einstieg, zur Verlängerung eines Florida-Urlaubs oder zur ersten Kreuzfahrt überhaupt.
- Wasser, das man so selten sieht. Die Bahamasbank ist flach, der Meeresboden hell, deshalb leuchtet das Wasser in einem intensiven Türkis, das schon beim Anflug und von Deck aus auffällt. Zum Schnorcheln sind die Bedingungen entsprechend gut.

Das Wetter und die beste Reisezeit für die Bahamas

Die Bahamas sind ganzjährig warm, die beste Zeit für eine Kreuzfahrt liegt aber zwischen Dezember und April. Dann ist es trocken und weniger schwül, die Temperaturen liegen bei 24 bis 28 Grad. Weil die Inseln nördlicher liegen als die Karibik, ist es im Winter etwas kühler als etwa auf Aruba.
Hochsaison (Dezember bis April): Trocken, sonnig und außerhalb der Hurrikansaison. Die beste Zeit, entsprechend hoch sind Nachfrage und Preise, besonders um Weihnachten und in den US-Ferienwochen im März.
Übergangszeit (Mai, Juni und November): Wärmer und schwüler, dafür günstiger und weniger voll. Kurze Regenschauer sind normal, halten aber selten lange an.
Hurrikansaison (Juni bis November): Statistisch am aktivsten sind August bis Oktober. Die Bahamas liegen im Hurrikangürtel, entsprechend werden Routen in dieser Zeit häufiger angepasst. Weil die Fahrtstrecken kurz sind, lassen sich Häfen hier vergleichsweise leicht tauschen.
Typische Routen einer Bahamas-Kreuzfahrt

Die meisten Bahamas-Reisen starten in Florida und sind deutlich kürzer als klassische Karibik-Routen. Welche zu dir passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit du mitbringst.
1. Die klassische Kurzreise (3 bis 5 Nächte):
Der Klassiker startet ab Miami, Fort Lauderdale oder Port Canaveral und verbindet Nassau mit einem Tag auf der Privatinsel der Reederei. Viel Strand, wenig Programm, kaum Seetage. Ideal zum Ausprobieren oder als Verlängerung eines Florida-Urlaubs.
Beispielhafter Reiseverlauf: Miami – Nassau – Privatinsel – Seetag – Miami
2. Bahamas und östliche Karibik kombiniert (rund 7 Nächte):
Die Wochenreise nimmt neben Nassau und einer Privatinsel auch Ziele der östlichen Karibik mit, etwa St. Maarten oder St. Thomas. So verbindet man Strandtage mit echten Inselhäfen — die längere, abwechslungsreichere Variante.
Beispielhafter Reiseverlauf: Fort Lauderdale – Privatinsel – San Juan – St. Thomas – Seetag – Fort Lauderdale
Die genauen Häfen und die Reihenfolge unterscheiden sich je nach Reederei und Termin. Auch welche Privatinsel angelaufen wird, hängt von beidem ab. Wenn dir ein bestimmtes Ziel wichtig ist, lohnt der Blick in den genauen Reiseverlauf beim Anbieter.
Ein Tipp für die Anreise aus Deutschland: Weil der Flug nach Florida rund neun bis elf Stunden dauert und die Kreuzfahrten selbst kurz sind, lohnt es sich, ein bis zwei Nächte vor der Abfahrt in Miami oder Fort Lauderdale einzuplanen. Das federt Flugverspätungen und Jetlag ab. Viele Reisende hängen den Landurlaub gleich an und entdecken Miami Beach, die Everglades oder die Themenparks bei Orlando. So wird aus der Kurzkreuzfahrt eine vollwertige Reise.
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Hinweis I Die folgenden Routenkarten gelten nur zur Veranschaulichung, Änderungen vorbehalten.
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Häufige Fragen (FAQ) – Bahamas-Kreuzfahrt
Gehören die Bahamas zur Karibik?
Geografisch nicht: Die Bahamas liegen im Atlantik nördlich der Karibik, vor der Küste Floridas. Im Kreuzfahrt-Alltag werden sie aber fast immer zusammen mit der Karibik angeboten, oft auf denselben Routen. Klima und Landschaft sind ähnlich, die Wassertemperaturen im Winter etwas kühler.
Welche Häfen laufen Schiffe auf den Bahamas an?
Am häufigsten Nassau auf New Providence, dazu Freeport auf Grand Bahama und Bimini auf Kurzreisen ab Miami. Hinzu kommen die Privatinseln der Reedereien, die nicht öffentlich zugänglich sind und nur von den jeweiligen Schiffen angelaufen werden.
Was ist eine Privatinsel und welche gehört zu welcher Reederei?
Privatinseln sind kleine Inseln im Besitz oder in Pacht einer Reederei, die ausschließlich deren Gäste betreten. Bekannte Beispiele sind Perfect Day at CocoCay (Royal Caribbean), Ocean Cay (MSC), Celebration Key (Carnival), Castaway Cay und Lookout Cay (Disney), Great Stirrup Cay (Norwegian) sowie Princess Cays (Princess). Welche Insel dabei ist, hängt allein von der gewählten Reederei ab.
Wann ist die beste Reisezeit für die Bahamas?
Die Hauptsaison liegt zwischen Dezember und April: trocken, sonnig und außerhalb der Hurrikansaison, meist 24 bis 28 Grad. Von August bis Oktober ist das Wetterrisiko am höchsten, Routen werden dann häufiger angepasst.
Wie lange dauert eine Bahamas-Kreuzfahrt?
Typisch sind drei bis fünf Nächte ab Florida. Längere Reisen von rund sieben Nächten kombinieren die Bahamas meist mit Häfen der östlichen Karibik. Reine Bahamas-Wochenreisen sind eher selten.
Lohnt sich Nassau auf eigene Faust?
Ja. Innenstadt, Straw Market und Fort Charlotte liegen fußläufig zum Terminal, Cable Beach und Paradise Island sind per Taxi oder Fähre schnell erreichbar. Wer nur an den Strand will, braucht dafür keine gebuchte Tour.


