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Zypern-Update: Flüge laufen wieder – Auswärtiges Amt rät zu Vorsicht

Nach den Drohnenangriffen auf den britischen Stützpunkt Akrotiri läuft der Flugbetrieb auf Zypern seit dem 7. März wieder normal, und Kreuzfahrtschiffe legen in Limassol planmäßig an. Eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amts gibt es weiterhin nicht, was für Stornierungen wichtige rechtliche Konsequenzen hat.

Symbolbild mit Blick auf Zypern und einem Flugzeug im Vordergrund

Die Lage auf Zypern hat sich nach den Drohnenangriffen der vergangenen Woche teilweise normalisiert. Der Flugbetrieb läuft wieder, die Militärpräsenz europäischer Streitkräfte auf und um die Insel ist massiv. Gleichzeitig hat das Auswärtige Amt seine Reise- und Sicherheitshinweise für Zypern aktualisiert und ruft Reisende zu erhöhter Aufmerksamkeit auf. Eine offizielle Reisewarnung gibt es weiterhin nicht.

Was bisher geschah

In der Nacht zum 2. März 2026 schlug eine iranische Shahed-Drohne in den britischen Militärstützpunkt Akrotiri bei Limassol ein. Sachschäden blieben gering, Personen wurden nicht verletzt. Zwei weitere Drohnen wurden abgefangen. Der Zivilflughafen Paphos musste vorübergehend geräumt werden, der Flugverkehr nach Larnaka umgeleitet. Zahlreiche Fluggesellschaften, darunter Lufthansa, Eurowings, Austrian Airlines, Swiss, Brussels Airlines, Easyjet und ITA, setzten ihre Verbindungen nach Zypern daraufhin aus.

Flugbetrieb seit 7. März wieder normal

Die Unterbrechung war von kurzer Dauer. Seit dem 7. März 2026 nehmen die Lufthansa Group und die anderen betroffenen Airlines ihre Verbindungen von und nach Larnaka planmäßig wieder auf. Wer in den kommenden Wochen nach Zypern fliegen will oder bereits eine Buchung hat, sollte trotzdem die aktuellen Informationen seiner Fluggesellschaft im Blick behalten. Das Auswärtige Amt weist ausdrücklich darauf hin, dass weitere Einschränkungen im Luftraum nicht ausgeschlossen werden können.

Was das Auswärtige Amt empfiehlt

Das Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise für Zypern ergänzt. Eine offizielle Reisewarnung wurde nicht ausgesprochen, wohl aber ein aktualisierter Sicherheitshinweis mit konkreten Empfehlungen:

Reisende sollen sich regelmäßig über die aktuelle Lage in den Medien informieren und die Anweisungen der Behörden befolgen. Ausdrücklich empfohlen wird, die Nähe von Militäreinrichtungen zu meiden – das betrifft insbesondere den Bereich rund um die Basis Akrotiri westlich von Limassol. Auch US-amerikanische Einrichtungen auf der Insel sollten weiträumig gemieden werden. Bei Fragen zu gebuchten Flügen wird empfohlen, direkt die Fluggesellschaft oder den Reiseveranstalter zu kontaktieren. Generell empfiehlt das Auswärtige Amt allen Reisenden, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen und die hinterlegten Daten aktuell zu halten.

Keine Reisewarnung: Was das für Stornierungen bedeutet

Die fehlende offizielle Reisewarnung hat praktische Konsequenzen. Wer eine Pauschalreise gebucht hat, kann diese ohne Reisewarnung nicht automatisch kostenfrei stornieren. Bei individuell gebuchten Flügen und Hotels trägt der Reisende das finanzielle Risiko selbst und ist auf die Kulanz des jeweiligen Anbieters angewiesen. Wer aktuell unsicher ist, sollte das Gespräch mit Reisebüro oder Reiseveranstalter suchen, bevor er eigenständig storniert.

Was das für Kreuzfahrtgäste bedeutet

Der Hafen von Limassol empfängt Kreuzfahrtschiffe im März 2026 weiterhin planmäßig. Die zivilen Hafenanlagen liegen räumlich klar getrennt von der Militärbasis Akrotiri. Die massiv aufgestockte europäische Militärpräsenz in der Region, Fregatten, Kampfjets, Luftabwehrsysteme und der Flugzeugträger Charles de Gaulle auf dem Weg ins östliche Mittelmeer, wirkt dabei eher stabilisierend als beunruhigend: Wer die Insel schützt, schafft gleichzeitig Abschreckung.

Kreuzfahrtgäste, die Zypern in den kommenden Wochen anlaufen, sollten die Reisehinweise des Auswärtigen Amts vor Reiseantritt prüfen und die Kommunikation ihrer Reederei verfolgen. Kurzfristige Routenanpassungen sind grundsätzlich nicht auszuschließen, auch wenn Zypern derzeit keine Hochrisikozone für zivile Reisende darstellt.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
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