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Wetter zwingt vier AIDA-Schiffe zu Routenänderungen

Gleich vier AIDA-Schiffe mussten in der vergangenen Woche ihre Nordeuropa-Routen kurzfristig anpassen: Wind und Wellengang verhinderten bei AIDAdiva, AIDAperla, AIDAprima und AIDAluna jeweils einzelne Anläufe – in allen Fällen fanden die Schiffsführungen Alternativen oder nahmen zusätzliche Seetage in Kauf.

AIDAsol verlässt Hamburg. Im Vordergrund ein Warnschild für ein Gewitter

Gleich vier Schiffe von AIDA Cruises mussten in den vergangenen Tagen ihre Routen in Nordeuropa kurzfristig anpassen. AIDAdiva, AIDAperla, AIDAprima und AIDAluna waren von wetterbedingten Änderungen betroffen. In allen Fällen verhinderten starker Wind, hoher Wellengang oder schwierige Strömungsverhältnisse einen sicheren Anlauf oder Tenderbetrieb. Die Reederei entschied sich jeweils für Alternativen oder zusätzliche Seetage, um die Sicherheit der Gäste und Besatzung zu gewährleisten. Gebuchte Landausflüge an den ausgefallenen Zielen wurden nach Angaben von AIDA Cruises storniert und erstattet.

AIDAdiva: Eidfjord nicht erreichbar

Frontansicht der AIDAdiva im Hafen von Warnemünde

Die AIDAdiva konnte auf ihrer Norwegen-Kreuzfahrt vom 11. bis 18. April 2026 den Hafen Eidfjord am 16. April nicht anlaufen. Bei starkem Wind war ein sicheres Vertäuen des Schiffes an der dortigen Kreuzfahrtpier nicht möglich, weshalb der Anlauf kurzfristig abgesagt wurde. Ein Ersatzziel konnte nicht gefunden werden.

Für die Gäste gab es dennoch eine Entschädigung: Da das Schiff erst kurz vor dem Liegeplatz abdrehte, konnten die Passagiere noch die Passage auf dem Hardangerfjord genießen. Die Kreuzfahrt endete anschließend mit zwei Seetagen in Warnemünde.

Der ursprüngliche Reiseverlauf sah folgende Stopps vor: Warnemünde, Seetag, Kristiansand, Bergen, Vik, Eidfjord, Seetag, Warnemünde. Der angepasste Verlauf lautete: Warnemünde, Seetag, Kristiansand, Bergen, Vik, Passage Hardangerfjord, Seetag, Warnemünde.

Die AIDAdiva ist das älteste Schiff der AIDA-Flotte und wurde 2007 in Dienst gestellt.

AIDAperla: Haugesund gestrichen, Stavanger neu hinzugekommen

Sperrung Seitenansicht der AIDAperla

Die AIDAperla musste auf ihrer Norwegen-Kreuzfahrt vom 10. bis 18. April 2026 gleich zwei Anpassungen vornehmen. Ursprünglich war Haugesund als letzter norwegischer Anlauf geplant. Stattdessen wurde Bergen vorgezogen und als erster Stopp am 12. April angesteuert. Am 16. April kam Stavanger als neues Ziel hinzu, wodurch die Gesamtzahl der Hafentage konstant blieb.

Die AIDAperla befindet sich derzeit auf dem Rückweg nach Hamburg, wo die Reise am 18. April endet. Bis Ende Oktober bedient das Schiff einwöchige Routen in die norwegischen Fjorde sowie auf der Metropolenroute, die auch als zweiwöchige Kombination buchbar sind.

Der ursprüngliche Reiseverlauf sah vor: Hamburg, Seetag, Haugesund, Eidfjord, Ålesund, Olden, Bergen, Seetag, Hamburg. Der angepasste Verlauf lautete: Hamburg, Seetag, Bergen, Eidfjord, Ålesund, Olden, Stavanger, Seetag, Hamburg.

AIDAprima: Geiranger nicht erreichbar, Ausweichen nach Hellesylt

Seitenansicht der AIDAprima

Die AIDAprima ist derzeit auf einer neuntägigen Norwegen-Kreuzfahrt von Kiel nach Hamburg. Am 15. April 2026 sollte das Schiff in Geiranger am Seawalk festmachen, einer schwimmenden und flexiblen Pier, die an einem Kreuzfahrtschiff angedockt und bei Bedarf wieder entfernt werden kann. Starker Wind machte ein sicheres Anlegen jedoch unmöglich.

Als Alternative entschied sich die Schiffsleitung, das nahegelegene Hellesylt anzusteuern. An der dortigen Kreuzfahrtpier ließ die Wetterlage ein Anlegemanöver zu. Das Schiff machte gegen 14:15 Uhr fest und lag bis 18:00 Uhr in Hellesylt. Durch die kurzfristige Änderung fiel die Zeit für Landgänge deutlich kürzer aus als ursprünglich geplant. Landausflüge, die auf Geiranger ausgerichtet waren, mussten abgesagt werden. Gäste mit individuell geplanten Ausflügen mussten ihre Planungen spontan anpassen. Die Passage durch den Geirangerfjord konnten die Passagiere dennoch erleben.

AIDAluna: Tenderbetrieb in Fishguard nicht möglich

Seitenansicht der AIDAluna im Hafen von Reykjavik

Die AIDAluna befindet sich auf einer neuntägigen Kreuzfahrt zu den Britischen Inseln. Am 15. April 2026 musste das Schiff den walisischen Hafen Fishguard auslassen. Kreuzfahrtschiffe ankern dort normalerweise in der Bucht und bringen Gäste per Tenderboot an Land. Aufgrund der Wetterbedingungen war ein sicherer Tenderbetrieb zwischen der Ankerposition und der Anlegestelle nicht möglich. Da die Situation bereits im Voraus absehbar war, steuerte AIDAluna Fishguard erst gar nicht an.

Stattdessen verbrachte das Schiff einen zusätzlichen Seetag auf der Irischen See in Richtung Ärmelkanal. Am 16. April lag die AIDAluna planmäßig in Isle of Portland an der englischen Südküste, dem letzten Ziel der aktuellen Reise. Am 18. April 2026 wird das Schiff zum nächsten Gästewechsel in Hamburg erwartet. Anschließend beginnt eine einwöchige Norwegen-Kreuzfahrt.

Wetterbedingte Änderungen als Teil des Kreuzfahrtalltags

Wetterbedingte Routenänderungen gehören zum regulären Betrieb in der Kreuzfahrtschifffahrt, besonders in nordeuropäischen Gewässern, wo Wetterfronten kurzfristig wechseln können. Reedereien sind verpflichtet, bei unsicheren Bedingungen auf alternative Häfen auszuweichen oder Anläufe zu streichen. Im Fall von Tenderhäfen wie Fishguard, wo kein direktes Anlegen möglich ist, liegt die Schwelle für eine Absage aufgrund der erhöhten Anforderungen an den Bootsbetrieb naturgemäß niedriger als in Häfen mit fester Pier.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
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