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VIVA Cruises tauft erstes Schiff der Linie VIVA Boutique in Paris

VIVA Cruises hat in Paris das Flussschiff VIVA BEYOND getauft – das erste Schiff der neuen Boutique-Linie mit maximal 112 Passagieren, hohem Suiten-Anteil und einem Konzept, das Kulinarik und Kulturreisen in den Mittelpunkt stellt. Ein zweites Boutique-Schiff soll 2027 auf der Route ab Venedig folgen.

Foto von der Taufe der VIVA Beyond in Paris

Bildrechte: © VIVA Cruises

Der Düsseldorfer Flusskreuzfahrtveranstalter VIVA Cruises hat am vergangenen Freitag in Paris das Flussschiff VIVA BEYOND getauft. Das Schiff ist das erste Fahrzeug der neu gegründeten Produktlinie VIVA Boutique, mit der das Unternehmen ein konzeptionell eigenständiges Angebot neben der bestehenden Hauptlinie etabliert. Zur Taufzeremonie kamen nach Unternehmensangaben 160 Gäste aus 17 Ländern, darunter Vertreter der Presse sowie Handelspartner aus der Reisewirtschaft.

Als Taufpatin fungierte Cecilie Kopperud, Leiterin der Kreuzfahrtsparte beim norwegischen Reisebüro Escape Travel. Die Zeremonie wurde moderiert von der dänischen Journalistin und Autorin Annamette Fuhrmann. Andrea Kruse, CEO und Mitgründerin von VIVA Cruises, erklärte bei der Veranstaltung, Ästhetik, Design und Kulinarik stünden bei der neuen Linie im Mittelpunkt.

Schiffskonzept: Geringere Kapazität, höherer Suiten-Anteil

Die VIVA BEYOND bietet Platz für maximal 112 Passagiere. Nach Angaben des Unternehmens entfällt mehr als die Hälfte der Kabinen auf Suiten mit einer Fläche von bis zu 30 Quadratmetern. Das Schiff verfügt über drei Restaurantbereiche. Für einen davon verantwortet laut VIVA Cruises Sternekoch David Görne die Menüentwicklung. Daneben betreibt das Schiff eine Brasserie im Bugbereich sowie weitere Gastronomie-Flächen.

An Bord befinden sich zudem ein Wellnessbereich mit Fitnessraum, Massageangeboten und Spa-Behandlungen sowie ein Sonnendeck mit Pool. Das Inklusivkonzept umfasst nach Unternehmensangaben neben Speisen und Getränken aus der gesamten Barkarte auch WLAN und Trinkgelder.

Ein weiteres Element des Konzepts sind sogenannte „Signature Excursions“: thematisch ausgerichtete Ausflüge, die laut VIVA Cruises über klassische Stadtführungen hinausgehen und inhaltliche Schwerpunkte auf Kunst, insbesondere den Impressionismus, sowie auf regionale Kulinarik und Kulturgeschichte legen.

Jungfernfahrt auf der Seine ausgebucht

Zwei Nächte nach der Taufe startete die erste reguläre Passage. Die Jungfernfahrt führt von Paris durch die Normandie nach Le Havre und zurück. Nach Unternehmensangaben war diese Reise zum Zeitpunkt der Taufe vollständig ausgebucht. Planmäßiges Ende der Jungfernfahrt ist der 17. Mai 2026.

In der Hauptsaison bis Ende Oktober 2026 legt die VIVA BEYOND wöchentlich in Paris ab und bedient drei Routen auf der Seine mit Schwerpunkten auf französischer Kunst und Geschichte, regionaler Küche sowie der Kulturlandschaft der Ile-de-France und Normandie. In den Wintermonaten sind laut Reederei Kurzreisen und sogenannte City Stays in Paris geplant.

Zweites Schiff für 2027 angekündigt

VIVA Cruises hat für das Frühjahr 2027 ein zweites Schiff der Boutique-Linie angekündigt. Die VIVA UNIQUE soll dann auf Routen ab Venedig eingesetzt werden. Weitere technische oder kapazitive Details zur VIVA UNIQUE hat das Unternehmen bislang nicht veröffentlicht.

Unternehmenshintergrund und Antriebstechnik

VIVA Cruises wurde 2018 in Düsseldorf gegründet und ist nach eigenen Angaben Teil der Schweizer Scylla AG, zu der mittlerweile nahezu 50 Flussschiffe gehören. Die Hauptlinie operiert auf Rhein, Main, Mosel, Elbe, Weser, Donau, Seine, Rhône und Douro.

Zur Antriebstechnik gibt das Unternehmen an, die Flotte werde seit 2026 mit HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) betrieben, einem synthetischen Kraftstoff auf Basis erneuerbarer Rohstoffe. Zuvor kam nach Unternehmensangaben GTL (Gas-to-Liquid) zum Einsatz. Ergänzend nutzen die Schiffe Landstrom und Solarpaneele. Eine unabhängige Verifizierung dieser Angaben lag zum Redaktionsschluss nicht vor. HVO gilt in der Schifffahrtsbranche als biogener Kraftstoff, der im Vergleich zu fossilem Diesel geringere CO2-Emissionen auf Lebenszyklusbasis aufweist, ist jedoch in seiner Verfügbarkeit und Nachhaltigkeitsbilanz je nach Rohstoffherkunft umstritten.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
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