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TUI Cruises sagt erste Orient-Kreuzfahrten ab: Mein Schiff 4 und 5 betroffen

TUI Cruises hat am 28. Februar 2026 offiziell bestätigt, dass die Kreuzfahrten von Mein Schiff 4 und 5 mit Abreise am 28. Februar, 1. und 2. März 2026 abgesagt werden, begründet mit der Sicherheitslage im Nahen Osten und Reisewarnungen des Auswärtigen Amts, weshalb eine planmäßige Durchführung derzeit „nicht verantwortbar“ sei.

Promenadendeck der Vasco da Gama mit Blick auf die Mein Schiff 4

TUI Cruises hat heute am 28. Februar 2026 offiziell bestätigt, dass die Kreuzfahrten der Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 mit Abreise am 28. Februar, 1. März und 2. März 2026 abgesagt werden. Die Reederei begründet die Entscheidung mit den aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten und der damit verbundenen Sicherheitslage. In einem offiziellen Statement auf der Website heißt es: „Während der laufenden Anreise zur Mein Schiff 5 nach Doha hat das Auswärtige Amt seine Reise- und Sicherheitshinweise für die gesamte Region aktualisiert und Reisewarnungen veröffentlicht. Vor diesem Hintergrund ist eine planmäßige Durchführung der oben stehenden Reisen derzeit nicht verantwortbar.“

Damit ist TUI Cruises die erste Reederei, die im Zuge der Eskalation am Persischen Golf konkrete Abfahrtsdaten mit offiziellen Absagen verbindet und sich dabei ausdrücklich auf die nun vorliegenden Reisewarnungen des Auswärtigen Amts beruft. Das ist rechtlich relevant: Eine offizielle Reisewarnung ist in der Regel die Voraussetzung für eine kostenfreie Stornierung bei Pauschalreisen.

Was am 28. Februar 2026 passiert ist

Zum Hintergrund: In den frühen Morgenstunden des 28. Februar 2026 haben die USA und Israel koordinierte Luftschläge gegen Ziele im Iran gestartet. Der Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel sowie auf US-Militärbasen in der Golfregion. Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate, wo die Mein Schiff 5 in Doha und die Mein Schiff 4 in Abu Dhabi lagen, beherbergen große US-Militärstützpunkte und wurden damit zu potenziellen Zielen iranischer Vergeltungsmaßnahmen.

In Abu Dhabi kam es nach einer Explosion zu mindestens einer getöteten Person; die Behörden sperrten den nationalen Luftraum vorübergehend teilweise als Vorsichtsmaßnahme. Die Lufträume über Israel und dem Iran wurden gesperrt, Fluggesellschaften wie Emirates und Eurowings stellten den Betrieb von und nach Dubai ein. An- und Abreisen zu Kreuzfahrtschiffen im Persischen Golf waren und sind unter diesen Bedingungen faktisch nicht mehr möglich.

Das Auswärtige Amt veröffentlichte im Laufe des Tages Reisewarnungen für die betroffenen Länder. Das ist eine Eskalation gegenüber den bisherigen Eilmeldungen, die nun die rechtliche Grundlage für kostenfreie Stornierungen bei Pauschalreisen schafft.

Was TUI Cruises konkret kommuniziert

TUI Cruises hat alle Gäste, die sich zum Zeitpunkt der Absage bereits an Bord befanden oder eine Anreise geplant hatten, direkt und individuell informiert. Für alle übrigen Gäste mit bevorstehenden Buchungen der Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 gilt laut Reederei: Man könne zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Aussagen zu weiteren Abfahrten machen. Betroffene Gäste würden rechtzeitig informiert, falls weitere Änderungen nötig werden.

Das bedeutet im Klartext: Wer eine Reise mit Mein Schiff 4 oder Mein Schiff 5 nach dem 2. März 2026 gebucht hat, muss sich vorerst in Geduld üben. TUI Cruises evaluiert die Lage fortlaufend – konkrete Entscheidungen zu späteren Abfahrten sind noch nicht gefallen.

Offizielle Informationsseite von TUI Cruises: Die Reederei veröffentlicht alle aktuellen Updates zur Lage zentral unter meinschiff.com/de/aktuelle-informationen. Betroffene Gäste werden zudem per E-Mail direkt informiert. Die Postfächer sollten daher regelmäßig geprüft werden, inklusive Spam-Ordner.

Was betroffene Gäste jetzt tun sollten

Für Gäste der abgesagten Abfahrten vom 28. Februar, 1. und 2. März gilt:

  • Auf die direkte Kommunikation von TUI Cruises warten – die Reederei hat zugesagt, alle betroffenen Gäste individuell zu informieren. Wer bislang keine Nachricht erhalten hat, sollte aktiv Kontakt aufnehmen.
  • Reisebüro einschalten – wer die Reise über ein Reisebüro gebucht hat, sollte dort nachfragen. Das Reisebüro kann die Kommunikation mit TUI Cruises übernehmen und über Erstattungsmodalitäten informieren.
  • Kostenfreie Stornierung prüfen – da das Auswärtige Amt nun offizielle Reisewarnungen für die Region veröffentlicht hat, ist die rechtliche Grundlage für eine kostenfreie Stornierung bei Pauschalreisen gegeben. Im Zweifel rechtliche Beratung einholen.
  • Flugbuchungen separat klären – wer den Anreiseflug individuell gebucht hat, muss direkt mit der Fluggesellschaft klären. Viele Airlines zeigen sich in dieser Lage kulant und bieten kostenfreie Umbuchungen oder Rückerstattungen an.
  • Reisehinweise verfolgen – aktuelle Informationen gibt es unter auswaertiges-amt.de. Die Hinweise werden laufend aktualisiert.

Wie geht es mit der Orient-Saison weiter?

TUI Cruises hat sich zu späteren Abfahrten der Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 noch nicht geäußert und das ist angesichts der Dynamik der Lage nachvollziehbar. Ob die Orient-Saison 2025/26 vollständig abgebrochen wird oder ob einzelne Abfahrten nach einer Beruhigung der Lage noch stattfinden können, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös einschätzen. Die Luftraumsperrungen, die militärische Lage und die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts sind die entscheidenden Faktoren und alle drei sind aktuell nicht absehbar.

Wer eine spätere Buchung hat, sollte die Kommunikation von TUI Cruises aktiv verfolgen und keine eigenständigen Anreisen in die Region planen, bis die Reederei grünes Licht gibt.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
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