Ahoi, Entdecker! Welchen Hafen suchst du heute? Gib hier deinen Suchbegriff ein – wir setzen sofort die Segel!

TUI Cruises streicht weitere Reisen von Mein Schiff 4 und 5

TUI Cruises sagt weitere Reisen der Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 ab – beide Schiffe sitzen weiter in Dubai beziehungsweise Doha fest. Trotz eines weitgehenden Waffenstillstands bleibt die Straße von Hormus schwer passierbar; wann die Schiffe die Region verlassen können, ist offen.

Symbolbild die Mein Schiff 4 von TUI Cruises in der Wüste im Orient

TUI Cruises weitere Kreuzfahrten der Mein Schiff 4 und der Mein Schiff 5 abgesagt. Beide Schiffe befinden sich weiterhin im Persischen Golf und können die Region aufgrund des Irankriegs nicht verlassen. Die Straße von Hormus bleibt für den zivilen Schiffsverkehr blockiert, ein sicheres Zeitfenster für die Durchfahrt hat sich bislang nicht ergeben. Laut offizieller Mitteilung von TUI Cruises sind alle Reisen der Mein Schiff 4 bis einschließlich Reisebeginn 17. Mai 2026 sowie der Mein Schiff 5 bis einschließlich 15. Mai 2026 abgesagt. Alle betroffenen Gäste wurden nach Unternehmensangaben bereits direkt informiert.

Mein Schiff 4: Transreise und erste Adria-Kreuzfahrt gestrichen

Bei der Mein Schiff 4 sind neben bereits zuvor abgesagten Fahrten nun auch die geplante Transreise von Palma de Mallorca nach Triest sowie die erste reguläre Sommersaison-Kreuzfahrt in der Adria gestrichen worden. Die siebentägige Transreise hätte am 10. Mai 2026 in Palma gestartet und über Palermo, Valletta und Dubrovnik nach Triest geführt, wo das Schiff am 17. Mai eingetroffen wäre.

Die erste reguläre Adria-Kreuzfahrt ab Triest war ebenfalls für den 17. Mai 2026 geplant und hätte unter dem Namen „Sehnsuchtsziele an der Adria“ Kotor in Montenegro, Korfu, Zadar in Kroatien sowie Koper in Slowenien angesteuert, bevor das Schiff am 24. Mai wieder in Triest eingelaufen wäre.

Damit ist die Mein Schiff 4 seit der vorzeitig beendeten Wintersaison nun bereits seit rund eineinhalb Monaten außer regulärem Kreuzfahrtbetrieb. Das Schiff liegt nach vorliegenden Informationen in Dubai und ist mit einer zweistelligen Anzahl an Besatzungsmitgliedern im Hot-Layup-Status versetzt.

Mein Schiff 5: Zwei weitere Griechenland-Routen fallen aus

Bei der Mein Schiff 5 sind zwei weitere Kreuzfahrten ab Heraklion auf Kreta gestrichen worden. Die erste war eine siebentägige Fahrt mit Abfahrt am 8. Mai 2026, die neben Alexandria in Ägypten auch Rhodos, Piräus und Souda-Chania auf Kreta angesteuert hätte. Die zweite ist eine 14-tägige Kombination, die die gleiche Route mit einer anschließenden Verlängerung über Valletta, Catania auf Sizilien, erneut Piräus und Souda-Chania zurück nach Heraklion verbunden hätte. Beide Abfahrten finden nicht statt.

Damit sind bei der Mein Schiff 5 inzwischen mehrere Wochen des geplanten Ostmittelmeer-Sommerprogramms ausgefallen. Das Schiff liegt nach vorliegenden Informationen in Doha und befindet sich ebenfalls im Hot-Layup-Status mit Mindestbesatzung.

Waffenstillstand, aber weiter keine Durchfahrt

Zwischen den Kriegsparteien besteht nach vorliegenden Informationen derzeit weitgehend ein Waffenstillstand. Dennoch bleibt die Straße von Hormus für den zivilen Schiffsverkehr blockiert. Es gibt nach Angaben von TUI Cruises zwar diplomatische Bemühungen um eine Sicherung des wichtigen Seeweges, ob und wann diese zu einem konkreten Ergebnis führen, ist jedoch vollkommen offen.

Sobald eine sichere Durchfahrt möglich ist, könnten beide Schiffe die Region verlassen. Bis zur tatsächlichen Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs im Mittelmeer wäre nach Abfahrt aus dem Orient realistisch mit rund einem weiteren Monat Fahrtzeit zu rechnen. TUI Cruises betont, dass die Sicherheit der verbliebenen Besatzung an Bord beider Schiffe oberste Priorität hat.

Krisenstab bewertet Lage fortlaufend

TUI Cruises teilte mit, dass ein Krisenstab weiterhin in enger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt, den zuständigen Botschaften, internationalen Sicherheitsexperten sowie den Sicherheitsteams der Muttergesellschaften TUI und Royal Caribbean arbeitet. Die Situation werde fortlaufend bewertet, Entscheidungen auf Grundlage aktueller behördlicher Empfehlungen getroffen. Die Reederei bat erneut darum, von individuellen Nachfragen zu künftigen Abfahrten abzusehen.

Betroffene Gäste erhalten laut TUI Cruises ein Schreiben mit Informationen zur Stornierung, Umbuchungsmöglichkeiten sowie einem Reiseguthaben als Entschädigung. Konkrete Angaben zur Höhe des Guthabens machte die Reederei in ihrer öffentlichen Mitteilung nicht.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
Anzeige: