Ahoi, Entdecker! Welchen Hafen suchst du heute? Gib hier deinen Suchbegriff ein – wir setzen sofort die Segel!

Star & Dream Cruises erheben Treibstoffzuschlag wegen Iran-Krieg

Der Irankrieg treibt die Energiepreise weltweit hoch und macht sich nun auch bei asiatischen Kreuzfahrtreedereien direkt im Reisepreis bemerkbar: Star Cruises und Dream Cruises erheben ab sofort einen Treibstoffzuschlag. Während europäische Reedereien vor allem mit festsitzenden Schiffen kämpfen, zeigt der Konflikt in Asien einen anderen Weg, wie er sich auf Kreuzfahrtgäste auswirkt.

Treibstoffzuschlag Symbolbild mit Kreuzfahrtschiff auf dem Meer im Hintergrund vom Strand aus gesehen

Der Irankrieg treibt die Betriebskosten der Kreuzfahrtbranche weiter in die Höhe – und macht sich nun auch für Gäste asiatischer Reedereien direkt im Portemonnaie bemerkbar. Star Cruises und die Schwestermarke Dream Cruises erheben ab sofort einen Treibstoffzuschlag auf alle Kreuzfahrten, wie das Unternehmen in einer offiziellen Mitteilung bekanntgegeben hat.

Hintergrund: Der Irankrieg und seine Folgen für die Schifffahrt

Am 28. Februar 2026 griffen die USA und Israel den Iran an. Teheran antwortete mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Golfregion. Was folgte, veränderte die globale Schifffahrt innerhalb weniger Stunden: Der Iran blockierte die Straße von Hormuz, das wichtigste Nadelöhr für den Energiehandel zwischen dem Persischen Golf und dem offenen Ozean. Täglich fließen durch diese gerade 50 Kilometer schmale Meerenge rund 20 Prozent des weltweit verschifften Erdöls. Mit der Blockade brachen die globalen Öllieferungen aus den Golfstaaten ein, die Energiepreise stiegen sprunghaft an.

Für die Kreuzfahrtbranche bedeutet das einen direkten Kostenanstieg: Schweröl und Marinediesel, die Haupttreibstoffe der Passagierschifffahrt, haben sich in den vergangenen Wochen deutlich verteuert. Während europäische Reedereien vor allem mit festsitzenden Schiffen im Persischen Golf zu kämpfen haben, schlägt sich der Preisanstieg auch in Asien nieder und betrifft nun die ersten Gäste direkt.

Was der Zuschlag konkret bedeutet

Der neue Treibstoffzuschlag gilt für alle Gäste ab zwei Jahren auf folgenden Routen:

Auf Fahrten der Star Voyager ab Keelung (Taiwan) werden laut Reederei rund NT$600 pro Person und Nacht berechnet, was umgerechnet rund 18,50 US-Dollar entspricht. Gäste, die in Hongkong einsteigen, zahlen HK$200 pro Person und Nacht, umgerechnet rund 25,50 US-Dollar. Für Passagiere der Genting Dream, die unter der Marke Dream Cruises ab Singapur fährt, gelten vergleichbare Aufschläge.

Zuschlag kann sich verändern

Das Unternehmen betont, dass der Treibstoffzuschlag kein fester Bestandteil des Reisepreises ist, sondern sich an die tatsächliche Marktlage anpasst. Bei sinkenden Kraftstoffpreisen könnte der Aufschlag reduziert werden – bei weiter steigenden Preisen könnte er sich erhöhen. Eine regelmäßige Überprüfung ist laut Unternehmen vorgesehen.

Kein Einzelfall in der Branche

Star und Dream Cruises sind nicht die ersten, die auf den Preisanstieg reagieren. In Europa haben betroffene Reedereien bislang eher durch Routenstreichungen und Absagen geantwortet. Sechs Kreuzfahrtschiffe sitzen noch immer in den Häfen des Persischen Golfs fest. In Asien, wo die Schiffe weit entfernt vom eigentlichen Konfliktgebiet operieren, zeigt sich der Effekt des Krieges nun auf einem anderen Weg: direkt über den Kraftstoffpreis. Ob weitere Reedereien ähnliche Zuschläge einführen, bleibt abzuwarten.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
Anzeige: