Archivbild – Das Traumschiff Amadea am Kreuzfahrtterminal in Hamburg-Altona
Das ZDF Traumschiff nimmt im kommenden Fernsehwinter Kurs auf Bangkok in Thailand, Phu Quoc in Vietnam, Ruanda und den Nil. Die neuen Folgen werden voraussichtlich von November bis Ostern an ausgewählten Terminen um 20:15 Uhr im ZDF laufen. Eine der Episoden ist bereits online abrufbar.
Die neuen Ziele und Sendetermine
Im kommenden Fernsehwinter führen die neuen Episoden nach Bangkok, nach Phu Quoc in Vietnam, nach Ruanda und an den Nil. Drei neue Folgen laufen voraussichtlich zu den klassischen Sendeterminen am 2. Weihnachtstag, an Neujahr und am Ostersonntag. Die Ausstrahlung erstreckt sich damit über mehrere Monate zwischen November und Ostern, jeweils zur Hauptsendezeit um 20:15 Uhr.
Die Folge zu Bangkok trägt die Nummer 110 und ist nach Angaben des ZDF bereits seit dem 11. September 2026 ab 10 Uhr im Streamingportal abrufbar. Damit hat der Sender die Ausgabe überraschend früh online gestellt, rund zwei Monate vor der Fernsehausstrahlung. Im linearen Programm läuft sie vermutlich erst im November, ein genaues Datum steht noch nicht fest. Die weiteren Ziele Vietnam, Ruanda und der Nil dürften sich auf die klassischen Sendetermine verteilen, dazu hat das ZDF bislang keine Einzelheiten genannt. Dass eine Folge zuerst online und erst später im Fernsehen zu sehen ist, entspricht dem inzwischen üblichen Vorgehen vieler Sender. Die Verteilung der Ausstrahlung auf Weihnachten, Neujahr und Ostern hat beim Traumschiff zudem Tradition und bündelt das Publikum an Tagen, an denen viele Familien gemeinsam fernsehen. Den Auftakt der neuen Ziele bildet die Reise nach Bangkok.
Darum geht es in der Folge zu Bangkok – Achtung Spoiler 😉
Die Folge zu Bangkok steuert unter Kapitän Max Parger die thailändische Hauptstadt an. Im Mittelpunkt steht nach den vorliegenden Angaben der zurückgezogene Chefingenieur Rainer Brenner, den ein seltener Schmetterling erstmals wieder an Land lockt. Parallel sucht eine junge Arzthelferin in Thailand nach ihren Wurzeln, dazu kommen emotionale Verwicklungen innerhalb der Schiffsbesatzung.
Gegenüber der Abendzeitung München bezeichnete Florian Silbereisen die Dreharbeiten in Bangkok als faszinierend und zugleich anstrengend: 40 Grad Hitze und der Trubel der Großstadt hätten konzentriertes Arbeiten erschwert. Wie schon andere Ausgaben der Reihe wurde auch die diesjährige Ausgabe im Netz teils kritisch aufgenommen. Danach freue er sich wieder auf die ruhigeren Drehtage auf See. Ob die Folge zu Bangkok dieses gemischte Echo fortsetzt, wird sich mit der breiteren Ausstrahlung zeigen.
Die Stammbesatzung
Die Stammbesatzung bleibt konstant. Als Kapitän Max Parger ist weiterhin Florian Silbereisen an Bord. Dazu kommen Daniel Morgenroth als Staffkapitän Martin Grimm, Barbara Wussow als Hoteldirektorin Hanna Liebhold, Collien Fernandes als Schiffsärztin Dr. Jessica Delgado sowie Harald Schmidt als Kreuzfahrtdirektor Oskar Schifferle.
Damit setzt die Reihe auf dieselbe Kernbesetzung wie in den vergangenen Jahren. Für viele Zuschauer ist gerade diese Konstanz ein fester Bestandteil des Formats, das seit Jahrzehnten zu den wiederkehrenden Programmpunkten an den Feiertagen zählt.
Ziele ohne Kreuzfahrthafen
Besonders das Ziel Ruanda und möglicherweise auch der Nil dürften unter Zuschauern erneut für Diskussionen sorgen. Ruanda ist ein kleines Land in Ostafrika ohne Zugang zum Meer und lässt sich durch Hochseeschiffe gar nicht erreichen. Hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen der Fiktion der Serie und der Realität einer Kreuzfahrt.
Beim Nil ist die Lage geteilt. Das Nildelta liegt zwischen den beiden Kreuzfahrthäfen Alexandria und Port Said, sodass die Region grundsätzlich per Hochseeschiff erreichbar ist. Die südlicheren Abschnitte des Flusses können dagegen nur von Flusskreuzfahrtschiffen befahren werden. Die Serie verbindet damit Ziele, die eine reale Hochseereise so nicht am Stück ansteuern könnte, was den Reiz für das Fernsehen ausmacht, aber immer wieder Anlass zur Kritik gibt. Schon in früheren Staffeln standen Ziele im Programm, die per Kreuzfahrtschiff nur mit einiger Fantasie erreichbar sind. Für die Serie zählt vor allem die Kulisse, weniger die genaue nautische Machbarkeit, und Fans weisen auf diesen Widerspruch regelmäßig hin.
Dreharbeiten auf der MS Amadea
Seit 2015 dient die MS Amadea von Phoenix Reisen als Drehort für das ZDF Traumschiff. Die Schiffsszenen entstehen dort teils unter freiwilliger Mitwirkung von Gästen, die als Komparsen auftreten. Für Reisende, die während einer Kreuzfahrt an den Dreharbeiten mitwirken möchten, kann das ein zusätzlicher Anreiz sein. Die MS Amadea ist ein klassisches Schiff von Phoenix Reisen und über die Jahre eng mit der Serie verbunden. Für Fans gehört ein Anlauf mit laufender Produktion inzwischen zu den Besonderheiten einer Reise mit dem Schiff.
Wer umgekehrt vorübergehende Sperrungen durch die Fernsehproduktion vermeiden möchte, sollte sich vor der Buchung beraten lassen. Phoenix Reisen informiert nach eigenen Angaben frühzeitig über anstehende Dreharbeiten. Kameras und Schauspieler kommen Anfang 2027 zu Beginn der großen Reise nach Amerika und in die Südsee das nächste Mal an Bord. Bis dahin bleibt offen, wie das ZDF die weiteren Ziele auf die einzelnen Sendetermine verteilt.
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