Während die Antarktis-Saison derzeit auf Hochtouren läuft, kam es am Dienstag, den 6. Januar 2026, im argentinischen Ushuaia zu einem Zwischenfall. Bei extrem stürmischem Wetter kollidierten die beiden Expeditionskreuzfahrtschiffe World Voyager und Viking Octantis. Trotz des Schreckmoments für Crew und Passagiere gibt es Entwarnung für den weiteren Verlauf der Expeditionen.
40-Knoten-Böe reißt World Voyager von den Leinen
Die Ursache für den Unfall war eine plötzliche, heftige Windböe von etwa 40 Knoten (ca. 74 km/h). Zu diesem Zeitpunkt herrschten im Hafen von Ushuaia bereits anhaltende Winde von 30 Knoten, nur knapp unter dem Schwellenwert von 32 Knoten, ab dem der Hafen aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt werden muss.
Durch die enorme Windlast brachen die Vertäuungen der World Voyager (Atlas Ocean Voyages/ Mystic Cruises). Das 126 Meter lange Schiff trieb manövrierunfähig von der Pier ab und stieß mit seinem Bug gegen das Heck der am benachbarten Liegeplatz dockenden Viking Octantis (Viking Ocean Cruises).
Geistesgegenwärtige Reaktion der Crew verhindert Schlimmeres
Videos lokaler Medien (Link führt zum Video auf Instagram) zeigen den Moment des Kontakts. Dank eines schnellen Notmanövers der Besatzung konnten weitaus schwerwiegendere strukturelle Schäden verhindert werden. Dennoch hinterließ der Zusammenstoß sichtbare Spuren:
- World Voyager: Verzeichnete einen Riss bzw. eine Kerbe im Bugbereich.
- Viking Octantis: Erlitt leichte Beschädigungen an einem der Außendecks im Heckbereich.
Sicherheitsinspektionen durch technische Experten und lokale Behörden ergaben jedoch schnell, dass es sich überwiegend um „kosmetische Schäden“ handelt. Die Schwimmfähigkeit und strukturelle Integrität beider Schiffe wurde offiziell bestätigt.
Antarktis-Expeditionen laufen nach Plan weiter
Die wichtigste Nachricht für die meist englischsprachigen Gäste an Bord: Die Reisepläne bleiben unberührt.
- Die Viking Octantis (30.000 Tonnen, Baujahr 2021) hat Ushuaia bereits verlassen und befindet sich auf einer 11-nächtigen Expedition durch die Drake-Passage.
- Die World Voyager setzt ihre „Antarctic Discovery Cruise“ ebenfalls fort, die unter anderem die Südlichen Shetlandinseln ansteuert.
Zwei Tage nach dem Vorfall steuern beide Schiffe bereits wieder durch das offene Meer in Richtung des weißen Kontinents.
Aufarbeitung und Haftungsfragen
Die Reedereien Atlas Ocean Voyages/ Mystic Cruises und Viking Ocean Cruises arbeiten nun eng mit den argentinischen Hafenbehörden zusammen, um den Vorfall juristisch und versicherungstechnisch aufzuarbeiten. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, ob die World Voyager angesichts der Wettervorhersage ausreichend sicher vertäut war.
Dieser Zwischenfall verdeutlicht erneut die extremen Bedingungen, denen Expeditionsschiffe in den südlichsten Breitengraden ausgesetzt sind – selbst wenn sie sicher im Hafen zu liegen scheinen.
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