Die Fährreederei Stena Line wird auch in den kommenden Jahren die traditionsreiche Route zwischen Gdynia in Polen und Karlskrona in Schweden betreiben. Das Unternehmen konnte sich im Juni 2025 in einem Ausschreibungsverfahren für den Betrieb des öffentlichen Fährterminals in Gdynia durchsetzen. Der neue Vertrag umfasst die Jahre 2026 bis 2032 und garantiert damit die Fortführung einer Verbindung, die seit drei Jahrzehnten zu den wichtigsten Routen der Ostsee gehört.
Langfristige Sicherung der Linie
Die Route Gdynia–Karlskrona wird bereits seit 30 Jahren von Stena Line betrieben. In diesem Zeitraum hat die Reederei nach eigenen Angaben mehr als 12 Millionen Passagiere sowie rund 2,5 Millionen Frachteinheiten befördert. Mit der Vertragsverlängerung unterstreicht das Unternehmen sein langfristiges Engagement in der Region und sichert die Kontinuität für Fracht- wie auch Passagierverkehr.
Stena Line gehört zu den größten Fähranbietern Europas und sieht die Strecke als zentrales Element ihres Ostsee-Netzwerks. Sie verbindet nicht nur Polen und Schweden, sondern bildet auch eine wichtige Achse im Güterverkehr zwischen Mittel- und Nordeuropa.
Zukunftsorientierte Neuerungen im Terminalbetrieb
Mit dem neuen Vertrag plant Stena Line umfassende Modernisierungen am Terminal in Gdynia. Dazu gehören:
- 24/7-Frachtabfertigung, um den wachsenden Anforderungen der Logistikbranche gerecht zu werden und Wartezeiten zu reduzieren.
- Automatisierte Drop-and-Collect-Systeme, die den Ablauf für Frachtkunden vereinfachen und beschleunigen sollen.
- Hybride Elektrifizierung der Schifffahrt, die einen wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Emissionsreduzierung darstellt.
Diese Maßnahmen sollen die Wettbewerbsfähigkeit der Verbindung sichern und den Hafen Gdynia als modernes, umweltfreundliches und integriertes Logistikzentrum positionieren.
Stimmen aus dem Unternehmen
Niclas Mårtensson, CEO von Stena Line, betonte anlässlich der Vertragsverlängerung:
„Unsere ununterbrochene Präsenz am öffentlichen Fährterminal in Gdynia bedeutet, seine Rolle als modernes, umweltfreundliches und integriertes Logistikzentrum weiter auszubauen. Durch die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit mit dem Hafen Gdynia bekräftigen wir unser langfristiges Engagement für Innovation, Nachhaltigkeit und die Bereitstellung zuverlässiger Dienstleistungen sowohl für Passagiere als auch für Frachtkunden.“
Schiffe auf der Route
Auch künftig werden auf der Linie bewährte Schiffe eingesetzt. Dazu zählen:
- STENA EBBA: Eines der modernen E-Flexer-Schiffe von Stena Line, das sich durch hohe Kapazität, Komfort und Effizienz auszeichnet.
- STENA ESTELLE (E-Flexer): Ein weiteres hochmodernes Schiff dieser Klasse mit verbesserter Treibstoffeffizienz und großzügigen Passagierbereichen.
- STENA SPIRIT: Ein Klassiker in der Flotte, der weiterhin zuverlässig auf der Strecke im Einsatz bleibt.
Die Kombination aus neuen und etablierten Schiffen ermöglicht eine ausgewogene Balance aus moderner Technik und bewährtem Betrieb. Besonders die E-Flexer-Generation steht für größere Frachtkapazitäten, verbesserte Passagierfreundlichkeit und niedrigere Emissionen.
Bedeutung für Passagiere und Wirtschaft
Für Passagiere bedeutet die Fortführung der Route weiterhin direkte Verbindungen zwischen Polen und Südschweden. Besonders beliebt sind die Überfahrten bei Urlaubern, die entweder Ziele in Skandinavien ansteuern oder Schweden als Transitland auf dem Weg nach Norwegen nutzen.
Im Bereich Fracht spielt die Linie eine noch größere Rolle: Sie ermöglicht den schnellen Transport von Warenströmen zwischen den Märkten Mittel- und Osteuropas sowie Skandinaviens. Durch die geplanten Innovationen bei Abfertigung und Elektrifizierung wird die Strecke auch langfristig den steigenden Anforderungen der Transportwirtschaft gerecht.
Nachhaltigkeit im Fokus
Stena Line verfolgt seit Jahren eine klare Strategie zur Dekarbonisierung der Schifffahrt. Die hybride Elektrifizierung, die nun auch auf der Gdynia–Karlskrona-Route umgesetzt wird, ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Mit ihr sollen Treibhausgasemissionen signifikant reduziert werden. Parallel setzt die Reederei auf die kontinuierliche Modernisierung ihrer Flotte und arbeitet an Konzepten für alternative Antriebe.
Meilenstein für Stena Line
Die Verlängerung des Vertrags zur Nutzung des Fährterminals in Gdynia bis 2032 ist ein Meilenstein für Stena Line. Sie sichert eine der wichtigsten Ostseerouten langfristig ab, bringt Innovationen wie 24/7-Frachtabfertigung, Automatisierung und hybride Elektrifizierung und stärkt den Hafen Gdynia als Logistikknotenpunkt. Für Passagiere bleibt die Verbindung attraktiv, für die Wirtschaft unverzichtbar. Mit Schiffen wie der Stena Ebba, Estelle und Spirit setzt die Reederei auf eine bewährte Kombination aus moderner Technologie und langjähriger Erfahrung.














