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Wintersturm „Elli“ über Hamburg: Erster Kreuzfahrt-Dreifachanlauf 2026 durch Elbsperrung

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Sturm AIDAnova im Nordfjordeid

Das Sturmtief „Elli“ hält Norddeutschland fest im Griff und sorgt im Hamburger Hafen für eine unvorhergesehene Premiere im neuen Jahr. Aufgrund einer windbedingten Elbsperrung für Großschiffe und massiver Schneefälle kommt es am heutigen Freitag zum ersten Dreifachanlauf von Kreuzfahrtschiffen des Jahres 2026. Während die Stadt im Schneechaos versinkt und Schulen geschlossen bleiben, bieten die drei Ozeanriesen an den Terminals ein beeindruckendes Bild.

AIDAnova: Wettlauf gegen den Sturm gewonnen

Um dem Höhepunkt des Sturms und der drohenden Sperrung der Elbe für Schiffe ihrer Größe (337 Meter Länge) zu entgehen, musste die AIDAnova drastische Maßnahmen ergreifen. Die Reederei AIDA Cruises strich den für Donnerstag geplanten Aufenthalt in Southampton ersatzlos. Mit erhöhter Geschwindigkeit eilte das Schiff von Cherbourg direkt in Richtung Elbmündung.

Dank dieses Manövers erreichte die AIDAnova das Cruise Center Steinwerder bereits am Donnerstagabend, deutlich vor dem ursprünglichen Zeitplan. Damit ist der für Samstag geplante Gästewechsel gesichert, während die aktuellen Passagiere eine zusätzliche Nacht im Hamburger Hafen verbringen und den Freitag für winterliche Landgänge in der Hansestadt nutzen können.

Ambition und MS Finnmarken trotzen dem Wetter

Neben der AIDAnova liegen zwei weitere Schiffe im Hafen, die aufgrund ihrer geringeren Windangriffsfläche weniger von den Restriktionen betroffen sind:

  • Ambition (Ambassador Cruise Line): Das britische Schiff liegt bereits seit Donnerstagmorgen zum Overnight im Cruise Center HafenCity. Sofern es die Wetterlage zulässt, soll die Reise heute Abend in Richtung Amsterdam fortgesetzt werden.
  • MS Finnmarken (Hurtigruten): Der Klassiker der Nordkap-Linie absolviert heute am Cruise Center Altona seinen regulären Gästewechsel. Trotz des Schneesturms ist geplant, dass das Expeditionsschiff heute Abend wieder Kurs auf Norwegen nimmt, um die 14-tägige Reise in Richtung Stavanger und zum Nordkap anzutreten.

Hafenlogistik im Ausnahmezustand

Der Wintereinbruch trifft nicht nur die Passagierschifffahrt. Im gesamten Hafen stören Schnee und Eis den Umschlag:

  • HHLA-Terminals: An den Terminals (Burchardkai, Altenwerder, Tollerort) ist der Winterdienst im Dauereinsatz. Eingefrorene Weichen und Störungen an den Oberleitungen behindern den Bahntransport der Container massiv.
  • Sicherheitsmaßnahmen: Die Stadt hat die Bürger aufgefordert, am heutigen Freitag nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. Friedhöfe wurden gesperrt und der öffentliche Nahverkehr (HVV) kämpft mit teils erheblichen Verspätungen und Ausfällen.

Statistik: Hamburg als Ganzjahres-Hub

Dass es bereits Anfang Januar zu einem Dreifachanlauf kommt, unterstreicht die Entwicklung Hamburgs zur Ganzjahresdestination. Mit über 300 Anläufen pro Jahr ist die Hansestadt längst kein reiner Sommerhafen mehr. Besonders Reedereien wie AIDA, Hurtigruten und Hapag-Lloyd nutzen die Infrastruktur auch in den tiefsten Wintermonaten für regelmäßige Abfahrten in Richtung Metropolen oder Polargebiete.