Dramatische Szenen spielten sich gestern im Hafen von Rio de Janeiro ab. Die Sapphire Princess, ein imposantes Schiff der Princess-Cruises-Flotte, konnte ihren geplanten Liegeplatz am 14. Februar zunächst nicht einnehmen. Was folgte, war ein stundenlanges Geduldsspiel auf dem Wasser, das dem Kapitän und der Besatzung höchste nautische Präzision abverlangte.
Zu flach für den „Draft“: Wenn Computer Warnsignale senden
Das Hauptproblem war so simpel wie gefährlich: Das Wasser war nicht tief genug. Während die Computersysteme der Sapphire Princess eine Wassertiefe von lediglich 7,6 Metern anzeigten, benötigt der Ozeanriese einen Tiefgang von mindestens 8 Metern, um sicher manövrieren und anlegen zu können. Besonders im Bereich des „Starboard Quarter“ (dem hinteren rechten Teil des Schiffes) war der Grund so nah, dass ein normales Anlegen unmöglich war.
Zusätzlich verschärft wurde die Situation durch die drangvolle Enge im Hafen. Am Valentinstag war das Terminal in Rio restlos ausgebucht. Neben der Silver Whisper und der Borealis lag auch die MSC Armonia am Dock. Letztere positionierte sich offenbar so weit hinten in ihrem Liegeplatz, dass sie der Sapphire Princess buchstäblich den Spielraum nahm.
Stundenloses Warten auf Reede
Auf Schiffstrackern bot sich ein ungewöhnliches Bild: Die Sapphire Princess trieb stundenlang nur wenige hundert Meter vor den bereits angedockten Schiffen auf dem Wasser. In direkter Nachbarschaft zur MSC Armonia wartete der Kapitän auf eine Lösung der lokalen Hafenbehörden.
Nach intensiven Abstimmungen gelang schließlich das „Wunder von Rio“: Durch ein extrem präzises Drehmanöver konnte das Schiff den kritischen, zu flachen Bereich umgehen und schließlich doch noch am Pier festmachen. Die Erleichterung bei den 2.670 Passagieren war groß, auch wenn die Verspätung letztlich rund drei Stunden betrug.
In den sozialen Netzwerken wie TikTok und Instagram kursieren bereits zahlreiche Videos von Schaulustigen und Passagieren, die das riskante Manöver und das stundenlange Warten filmten. Besonders beeindruckend ist eine Drohnenaufnahme, die zeigt, wie knapp das Schiff an der MSC Armonia vorbeimanövriert wurde:
Das Schiff: Ein Juwel der Meere
Die 2004 gebaute Sapphire Princess ist das Schwesterschiff der Diamond Princess und gilt trotz des Zwischenfalls als eines der innovativsten Schiffe ihrer Klasse. Auf 13 Decks bietet sie eine beeindruckende Vielfalt:
- Kabinen: Ein Großteil der Unterkünfte verfügt über private Balkone. Die Spanne reicht von gemütlichen 15 qm Innenkabinen bis hin zur luxuriösen 123 qm großen Grand Suite.
- Wellness & Sport: Der asiatisch inspirierte Lotus Spa mit integriertem Fitnesscenter und Außenpool ist das Herzstück für Erholungssuchende.
- Kulinarik: Von der Pizzeria und dem Burger-Grill am Pool bis zum edlen Steakhouse oder dem italienischen Spezialitätenrestaurant ist für jeden Geschmack gesorgt.
- Besonderheiten: Das Schiff verfügt sogar über eine eigene Hochzeitskapelle und ein großes Internetcafé mit 29 Stationen.
🔗 Unser Tipp: Jetzt deine Kreuzfahrt auf hoher See entdecken!
Du hast Lust bekommen, selbst die Weltmeere zu erobern? Dann findest du bei e-hoi eine riesige Auswahl an Kreuzfahrten – von entspannten Mittelmeer-Touren bis hin zu abenteuerlichen Reisen durch die Fjorde Norwegens oder über den Atlantik in die Karibik.
Ob an Bord der AIDAperla, der MSC Euribia oder der Costa Diadema – hier ist für jeden Seebär das passende Traumschiff dabei! Freu dich auf spektakuläre Ausblicke, spannende Ausflüge und Meeresbrisen, die nach Freiheit schmecken.
Die aktuelle Route: Von der Antarktis nach Europa
Die Sapphire Princess befindet sich derzeit auf einer beeindruckenden Langzeitreise, die sie von den eisigen Gewässern des Südens bis ins sonnige Mittelmeer führt:
- Start: 25. Januar in Buenos Aires.
- Highlights: Punta Arenas (Chile), Ushuaia (Argentinien), Port Stanley (Falklandinseln) und Montevideo.
- Gestern (14.02.): Rio de Janeiro (mit dem verzögerten Anlegemanöver).
- Nächste Ziele: Über die Kanarischen Inseln (Santa Cruz de Tenerife am 23.02.) und Casablanca geht es nach Gibraltar.
- Zielhafen: Die Reise endet am 01. März in Barcelona.
Trotz der Verzögerung in Rio de Janeiro konnte das Schiff am Abend wieder sicher ablegen und nimmt nun Kurs auf den Atlantik in Richtung der Kanaren.















