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Möglicher Neubauauftrag – Royal Caribbean plant neue „Discovery Class“ in Frankreich

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Royal Caribbean Logo an der Seite des Schiffes Independence of the Seas

Während Royal Caribbean International in den letzten Jahren vor allem durch die gigantischen Neubauten der Icon– und Oasis-Klasse Schlagzeilen machte, verdichten sich nun die Anzeichen für eine strategische Ergänzung der Flotte nach unten. Französischen Medienberichten, unter anderem vom Branchenblatt Le Marin, zufolge steht die Reederei kurz vor der Bestellung einer völlig neuen Schiffsgeneration bei der Werft Chantiers de l’Atlantique in Saint-Nazaire. Unter dem Projektnamen „Discovery Class“ sollen dort ab 2029 mittelgroße Schiffe entstehen.

Die „Discovery Class“: Flexibilität statt Größenrekorde

Die Gerüchte um eine kleinere Schiffsklasse kursieren bereits seit 2023, nachdem CEO Michael Bayley andeutete, dass das Unternehmen modernere Lösungen für Häfen mit Infrastrukturbeschränkungen benötige. Während die Icon of the Seas mit über 250.000 Bruttoregistertonnen (BRZ) Rekorde bricht, soll die Discovery Class deutlich kompakter ausfallen.

Die Vorteile der neuen Größenordnung:

  • Panamakanal-Tauglichkeit: Die Neubauten sollen so dimensioniert sein, dass sie problemlos den Panamakanal passieren können – ein entscheidender Faktor für weltweite Routenflexibilität.
  • Zugang zu kleineren Häfen: Ziele wie Tampa, Key West oder exklusive Häfen im Mittelmeer und Alaska, die für die Ozean-Riesen gesperrt sind, rücken wieder in den Fokus.
  • Ersatz für die „Oldtimer“: Die Schiffe könnten die alternde Vision Class (Baujahre 1996–1998) und die Radiance Class (2001–2004) ersetzen, die bald die kritische 30-Jahre-Marke erreichen.

Werft-Duell: Saint-Nazaire vor Papenburg?

Sollten sich die Berichte bestätigen, wäre dies ein herber Schlag für die Meyer Werft. Während die finnische Meyer-Werft in Turku bis 2036 durch die Icon-Klasse ausgelastet ist, hätte der Standort in Papenburg durchaus Kapazitäten für mittelgroße Schiffe ab 2029 frei. Doch Royal Caribbean scheint die bewährte Partnerschaft mit Chantiers de l’Atlantique vertiefen zu wollen. In Frankreich wird derzeit bereits das siebte Schiff der Oasis-Klasse für das Jahr 2028 gebaut, die Discovery Class könnte unmittelbar darauf folgen.

In Fan-Foren wie Cruise Critic wird bereits heiß über die Tonnage spekuliert. Experten schätzen, dass sich die Schiffe im Bereich von 140.000 bis 150.000 BRZ bewegen könnten, was im heutigen Vergleich immer noch „mittelgroß“, aber deutlich komfortabler als die alte Vision-Klasse wäre.

Zeitplan und Ausblick

Obwohl eine offizielle Bestätigung seitens Royal Caribbean noch aussteht, rechnen Insider mit einer feierlichen Unterzeichnung des Vorvertrags in den kommenden Wochen.

SchiffsklasseAktueller StatusGeplante AuslieferungWerft
Icon ClassLaufend (Schiff 3–5)bis 2030Meyer Turku
Oasis ClassSchiff 7 im Bau2028Chantiers de l’Atlantique
Discovery ClassIn Planung / Gerüchteab 2029Chantiers de l’Atlantique

Kleine Schiff werden benötigt

Die potenzielle Bestellung der Discovery Class zeigt, dass Royal Caribbean erkennt, dass wahre „Entdeckung“ (Discovery) auch Schiffe erfordert, die flexibel agieren können. Während die Megaliner als schwimmende Freizeitparks die Karibik dominieren, braucht die Reederei moderne, effiziente Schiffe, um ihre Präsenz in anspruchsvolleren Fahrtgebieten weltweit zu sichern. Für Passagiere, die das Flair kleinerer Einheiten suchen, aber nicht auf den modernen Standard der Reederei verzichten wollen, ist dies eine vielversprechende Nachricht.