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Routen-Chaos in Down Under: Carnival streicht Stopps nach Inselfestung-Verkauf

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Carnival Cruise Line Logo am Heck der Carnival Mircale in Kiel

Die Kreuzfahrtwelt in Australien kommt nicht zur Ruhe. Nachdem die Integration der ehemaligen P&O Australia Schiffe in die Carnival-Flotte gerade erst abgeschlossen wurde, sorgen nun zwei neue Meldungen für Aufsehen: Der überraschende Verkauf einer Privatinsel und kurzfristige Reiseabsagen für das Jahr 2027.

Laut aktuellen Berichten des Branchenmagazins Cruise Industry News muss Carnival Cruise Line die Fahrpläne für die kommenden Jahre massiv anpassen.

Privatinsel verkauft: Conflict Islands für Kreuzfahrer gesperrt

Die wohl ungewöhnlichste Nachricht betrifft die Conflict Islands in Papua-Neuguinea. Wie Carnival in einem Schreiben an gebuchte Gäste mitteilte, wurde das Atoll an einen neuen Eigentümer verkauft. Die Konsequenz: Das Paradies ist ab sofort für Kreuzfahrtschiffe tabu.

  • Betroffene Schiffe: Primär ist die Carnival Encounter betroffen. Laut den Recherchen von Cruise Industry News waren bis 2028 insgesamt sechs Anläufe geplant, unter anderem am 16. Juni und 2. August 2026.
  • Auswirkungen: Die zehn-tägigen Routen ab Brisbane müssen nun umgeplant werden. Während Ziele wie Alotau oder Rabaul im Programm bleiben, sucht Carnival aktuell nach Alternativen für die Conflict Islands.
  • Branchenweite Folgen: Nicht nur Carnival steht vor einem Problem. Auch Luxusmarken wie Hapag-Lloyd Cruises, Seabourn oder Holland America Line hatten die Insel in ihren langfristigen Planungen für 2026 bis 2028 fest verankert und müssen nun reagieren.

Die Conflict Islands in der Milne-Bay-Provinz von Papua-Neuguinea gelten als eines der letzten unberührten Atolle unserer Erde. Trotz ihres kriegerischen Namens, benannt nach dem britischen Schiff HMS Conflict, verbirgt sich dahinter ein besonderes Ökosystem aus 21 Inseln, das für seine leuchtend türkisfarbenen Lagunen und schneeweißen Sandstrände berühmt ist. Als Heimat hunderter Korallenarten und seltener Meeresschildkröten war das Atoll unter dem bisherigen Eigentümer, dem Naturschützer Ian Gowrie-Smith, nicht nur ein exklusives Öko-Resort, sondern auch ein bedeutendes Zentrum für Meeresforschung und nachhaltigen Tourismus. Wer dieses Refugium künftig erleben möchte, muss dies auf anderem Wege tun, denn für Kreuzfahrtschiffe bleibt der Ankerplatz ab sofort leer.

Rätselhafte Absagen für die Carnival Adventure

Parallel dazu gibt es Probleme um die Carnival Adventure (die ehemalige Pacific Adventure). Wie das Unternehmen bestätigte, wurden mehrere Kreuzfahrten zwischen dem 17. Mai und dem 14. Juni 2027 ersatzlos gestrichen.

Carnival begründet diesen Schritt laut Medienberichten vage mit „kurzfristigen Änderungen in der Routenplanung“. Die betroffenen Reisen ab Sydney sollten eigentlich zu Zielen am Great Barrier Reef sowie nach Vanuatu und Neukaledonien führen. Gebuchte Gäste erhalten als Entschädigung ein Bordguthaben von bis zu 100 AUD pro Kabine oder eine vollständige Rückerstattung.

Hintergrund: Die australische Carnival-Flotte

Diese Turbulenzen treffen Carnival in einer Phase des Umbruchs. Nach der Übernahme der P&O Australia Kapazitäten besteht die in Australien stationierte Flotte nun aus drei ganzjährigen Schiffen:

  1. Carnival Adventure (ex Pacific Adventure)
  2. Carnival Encounter (ex Pacific Encounter)
  3. Carnival Splendor
  4. Zusätzlich verstärkt die Carnival Luminosa die Region saisonal.

Die aktuellen Routenänderungen zeigen, wie volatil das Geschäft in Fernost und im Südpazifik ist, sei es durch Eigentümerwechsel von Destinationen oder strategische Neuausrichtungen innerhalb des Konzerns.