Die Sicherheitslage am Persischen Golf hat sich in der Nacht zum 1. März 2026 weiter verschärft. Nach Berichten mehrerer Medien ist ein Projektil in die unmittelbare Nähe der im Zayed Port in Abu Dhabi liegenden Mein Schiff 4 eingeschlagen. Es traf die Hafenanlage neben dem Liegeplatz des Schiffes. Fotos und Videoaufnahmen, die von Nachrichtenagenturen verbreitet wurden, zeigen Rauchsäulen über dem Hafen, die mit Trümmern abgefangener Raketen oder anderer Munition übereinstimmen. Verletzte oder direkte Schäden am Schiff selbst wurden nach ersten Berichten nicht gemeldet.
Die Mein Schiff 4 von TUI Cruises liegt seit dem Ausbruch der Kampfhandlungen zwischen den USA, Israel und dem Iran am 28. Februar 2026 im Hafen fest. Die Gäste an Bord wurden erneut angewiesen, sich in das Schiffsinnere zu begeben und alle Außenbereiche zu meiden. Der Vorfall ist damit der bislang gravierendste direkte Zwischenfall, der ein Kreuzfahrtschiff in der aktuellen Krise betrifft.
Was in Abu Dhabi passiert ist
Der Einschlag ereignete sich im Kontext anhaltender iranischer Raketen- und Drohnenangriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Luftabwehrsysteme der VAE haben nach Angaben offizieller Verteidigungsquellen den Großteil der anfliegenden Geschosse abgefangen. Dennoch gingen Trümmer abgefangener ballistischer Raketen, Marschflugkörper und unbemannter Luftfahrzeuge in besiedelten Gebieten von Abu Dhabi und Dubai nieder und verursachten dort Sachschäden sowie Opfer unter der Zivilbevölkerung.
Der Hafen Zayed Port, an dem die Mein Schiff 4 liegt, befindet sich damit in einem aktiven Gefahrenbereich. Die Tatsache, dass Abfangtrümmer unmittelbar neben einem Kreuzfahrtschiff ins Wasser fielen, zeigt wie nah die Kampfhandlungen an die zivile Infrastruktur herangerückt sind, auch wenn das Schiff selbst nicht direkt getroffen wurde.
Lage an Bord der Mein Schiff 4
Die Passagiere der Mein Schiff 4 befinden sich seit dem 28. Februar in einer Ausnahmesituation. Bereits am ersten Tag der Eskalation wurden Außendecks gesperrt, Landausflüge abgebrochen und alle Gäste per Notfallalarm zurück an Bord gerufen. TUI Cruises hatte am 28. Februar offiziell bestätigt, dass Abfahrten mit Abreise am 28. Februar, 1. und 2. März abgesagt werden. Ob und wann eine sichere Rückführung der aktuell an Bord befindlichen Gäste möglich ist, bleibt weiterhin offen.
Nach dem Vorfall vom 1. März gelten an den Kreuzfahrtterminals in den VAE verschärfte Sicherheitsprotokolle. Die Schiffe bleiben im Hafen, während Sicherheitsbehörden und maritime Behörden die Lage fortlaufend bewerten und über Navigationsrisiken durch die regionalen Spannungen und Luftraumsperrungen informieren.
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Einordnung: Eine neue Eskalationsstufe
Der Einschlag nahe der Mein Schiff 4 markiert eine neue Qualität in der aktuellen Krise. Bislang waren die Kreuzfahrtschiffe im Persischen Golf mittelbar betroffen: durch Luftraumsperrungen, abgesagte Anreiseflüge und gestrichene Abfahrten. Mit dem Vorfall in Abu Dhabi ist erstmals ein Kreuzfahrtschiff direkt in das unmittelbare Gefahrengebiet aktiver Kampfhandlungen geraten.
Für die verbleibende Orient-Saison 2025/26 dürfte dieser Vorfall die entscheidende Zäsur sein. Ob einzelne Reedereien nach einer möglichen Beruhigung der Lage noch Kreuzfahrten im Persischen Golf durchführen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. Die Sicherheit von Gästen und Crew steht dem entgegen. Solange Raketen- und Drohnenangriffe auf die VAE andauern und Abfangtrümmer in Hafengebieten niedergehen, ist ein regulärer Kreuzfahrtbetrieb in der Region nicht verantwortbar.
Was betroffene Gäste wissen müssen
Für Gäste, die sich aktuell an Bord der Mein Schiff 4 befinden, gilt weiterhin: den Anweisungen der Schiffsführung und der lokalen Behörden folgen, Außenbereiche meiden und die offizielle Kommunikation von TUI Cruises verfolgen. Die Reederei veröffentlicht alle aktuellen Updates unter meinschiff.com/de/aktuelle-informationen und informiert betroffene Gäste direkt per E-Mail.
Wer eine bevorstehende Buchung mit TUI Cruises im Orient hat, sollte abwarten oder Kontakt zur Reederei oder zum Reisebüro aufnehmen. Das Auswärtige Amt hat Reisewarnungen für die Region veröffentlicht, damit ist die rechtliche Grundlage für eine kostenfreie Stornierung bei Pauschalreisen gegeben. Aktuelle Hinweise gibt es unter auswaertiges-amt.de.















