Das Polarlicht, auch bekannt als Aurora Borealis, gehört zu den beeindruckendsten Naturphänomenen der Welt. Es zieht Reisende jedes Jahr in den hohen Norden, wo am dunklen Himmel grüne, violette oder rötliche Lichtbögen tanzen. Besonders in den Wintermonaten zwischen September und März lassen sich die Himmelserscheinungen in Regionen oberhalb des Polarkreises beobachten – etwa in Norwegen, Island oder Finnland.
Doch die Natur folgt keinen festen Regeln. Selbst bei optimaler Reiseplanung kann es vorkommen, dass während einer Nordlandreise kein einziges Polarlicht erscheint. Um Reisenden dennoch Sicherheit zu geben, bieten einige Reedereien inzwischen eine Polarlichtgarantie an. Eine der bekanntesten ist Hurtigruten, die seit Jahren Schiffsreisen entlang der norwegischen Küste durchführt.
Was sind Polarlichter?
Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen der Sonne – sogenannte Sonnenwinde – auf das Magnetfeld der Erde treffen. In den oberen Schichten der Atmosphäre, rund 80 bis 400 Kilometer über der Erdoberfläche, kollidieren diese Teilchen mit Sauerstoff- und Stickstoffmolekülen. Dabei entstehen Lichtemissionen, die je nach Gasart verschiedene Farben annehmen:
- Grün ist die häufigste Farbe, verursacht durch Sauerstoff in etwa 100 Kilometern Höhe.
- Rot entsteht durch Sauerstoff in größeren Höhen.
- Violett und Blau stammen von Stickstoffteilchen.
Da Polarlichter in erster Linie in Regionen mit hoher magnetischer Aktivität auftreten, konzentrieren sich Beobachtungen auf Gegenden rund um den arktischen und antarktischen Magnetpol. Für Mitteleuropa sind sie nur bei besonders starker Sonnenaktivität sichtbar.
Wann und wo man Polarlichter am besten sieht
Die besten Chancen auf eine Sichtung bestehen im nördlichen Skandinavien – insbesondere in Nordnorwegen, auf den Lofoten, in Tromsø oder in der Finnmark. Wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Beobachtung sind:
- Dunkle Nächte: Polarlichter sind nur bei Dunkelheit sichtbar, weshalb die Wintermonate mit langen Nächten ideal sind.
- Klarer Himmel: Wolken oder Nebel können die Sicht vollständig verhindern.
- Geringe Lichtverschmutzung: Abgelegene Regionen oder Schiffe auf See bieten beste Bedingungen.
- Sonnenaktivität: Die Intensität der Polarlichter hängt stark von den Ausbrüchen auf der Sonne ab.
Auf Kreuzfahrten entlang der norwegischen Küste sind die Chancen besonders gut, da die Routen weitgehend durch wenig besiedelte Gebiete führen und viele Beobachtungspunkte an Deck zur Verfügung stehen.
Hurtigruten und die Polarlichtgarantie
Um Reisenden ein Höchstmaß an Planungssicherheit zu geben, hat Hurtigruten vor einigen Jahren die sogenannte Polarlichtgarantie eingeführt. Sie gilt für ausgewählte Reisen zwischen Oktober und März, die eine Mindestdauer von elf Tagen aufweisen.
Sollte während dieser Zeit kein Polarlicht am Himmel erscheinen, bietet Hurtigruten den Gästen eine kostenlose Ersatzreise an. Diese Ausgleichsreise kann innerhalb eines festgelegten Zeitraums eingelöst werden und umfasst in der Regel eine sechstägige oder siebentägige Tour auf der klassischen Postschiffroute.
Die Beurteilung, ob während der Reise Polarlichter sichtbar waren, liegt beim erfahrenen Bordpersonal, das Sichtungen dokumentiert und bestätigt. Selbst kurze Erscheinungen zählen als gültige Sichtung.
Diese Garantie ist eine freiwillige Leistung der Reederei und soll Gästen die Entscheidung erleichtern, eine Winterkreuzfahrt zu buchen. Da Hurtigruten in den letzten Jahrzehnten umfangreiche Erfahrungen in der Region gesammelt hat, kennt das Unternehmen die besten Beobachtungszeiten und -orte.
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Vorteile für Reisende
Die Polarlichtgarantie schafft Vertrauen und reduziert das Risiko, eine teure Reise ohne das gewünschte Naturerlebnis zu erleben. Gleichzeitig bietet eine Fahrt entlang der norwegischen Küste auch abseits der Lichter ein vielfältiges Programm:
- Schneebedeckte Fjorde
- Kleine Hafenstädte wie Tromsø, Bodø oder Kirkenes
- Ausflüge zu Rentierherden, Sami-Kultur oder Schneeschuhwanderungen
Damit wird die Reise auch dann lohnenswert, wenn das Wetter eine Sichtung nicht zulässt.
Kein Ersatz für gute Vorbereitung
Trotz Garantie sollten Gäste realistische Erwartungen haben. Eine Ersatzreise ersetzt das Erlebnis nicht in Echtzeit, sondern bietet eine zweite Chance. Wer die Wahrscheinlichkeit erhöhen möchte, sollte:
- Reisen in den Polarwintermonaten buchen
- Längere Routen wählen, um mehr Nächte unter freiem Himmel zu verbringen
- Sich regelmäßig über Sonnenaktivität informieren
- Den Blick in den Himmel nicht nur abends, sondern auch nachts wagen
Die Polarlichtgarantie von Hurtigruten ist ein Beispiel dafür, wie Kreuzfahrtanbieter auf den Wunsch vieler Reisender reagieren, außergewöhnliche Naturerlebnisse mit Planungssicherheit zu verbinden. Auch wenn das Phänomen letztlich unvorhersehbar bleibt, schafft die Garantie zusätzliche Zuversicht, das magische Leuchten am Himmel zu erleben.














