Der Hamburger Kreuzfahrtveranstalter Plantours musste aufgrund einer schweren Sturmwarnung in der Biskaya eine weitreichende logistische Entscheidung treffen. Der Start der 133-tägigen Weltreise an Bord der MS Hamburg musste vom geplanten Hafen Hamburg kurzfristig in die italienische Hafenstadt Genua verlegt werden. Die Sicherheit von Passagieren und Besatzung hatte oberste Priorität.
Ursprünglich war vorgesehen, dass die Gäste am Freitag in Hamburg anreisen und nach einer Übernachtung im Hotel ihre lange Reise beginnen. Die aktuelle Wettervorhersage sah jedoch einen Orkan in der Biskaya voraus, mit Wellenhöhen von bis zu 10 Metern.
Sicherheit hat oberste Priorität: Ein Orkan zwingt zur Umroutung
Die prognostizierten Wellenhöhen von bis zu zehn Metern entsprechen in etwa der Höhe eines dreistöckigen Hauses. Diese extremen Bedingungen stellten ein zu hohes Risiko für die Passagiere und die Besatzung dar.
Oliver Steuber, Geschäftsführer von Plantours, begründete die Entscheidung: „Die aktuelle Wettervorhersage für die Biskaya sieht einen Orkan und im Extremfall Wellenhöhen von 10 Metern voraus. Diesen Bedingungen wollen wir weder Passagiere noch Besatzung aussetzen.“
Aus diesem Grund verlegte Plantours den Beginn der anspruchsvollen Reise zu vier Kontinenten in die italienische Hafenstadt Genua.
Sonderflüge und Bus-Transfer
Die kurzfristige Verlegung des Starthafens von Deutschland nach Italien erforderte von Plantours eine sofortige und umfassende logistische Organisation für alle gebuchten Passagiere.
Plantours übernahm selbstverständlich die gesamte Organisation und Kosten für die Anreise zum neuen Starthafen:
- Sonderflüge: Zwei Sonderflüge wurden ab Hamburg organisiert, um die Gäste nach Genua zu bringen.
- Bus-Alternative: Alternativ konnten Gäste eine Bus-Anreise mit Übernachtung wählen.
Die gesamte logistische Umstellung wurde von den Passagieren gut angenommen. Nach dem Reisebeginn ab Genua bietet Plantours seinen Gästen nun einen Mehrwert von sieben zusätzlichen Häfen im Mittelmeer und entlang der Atlantikküste, was die entfallene Passage durch die Biskaya mehr als kompensiert.
Die neue Route: Sieben Häfen als Willkommensgeschenk
Die MS Hamburg nimmt nun von Genua aus Kurs auf eine Reihe attraktiver Mittelmeer- und Atlantikhäfen.
Die zusätzlichen Häfen umfassen:
- Nizza und Sète im Mittelmeer.
- Palamos und Valencia in Spanien.
- Cadiz und Portimão in Spanien und Portugal.
- Lanzarote auf den Kanarischen Inseln.
Ab den Kanarischen Inseln kehrt die MS Hamburg wieder auf die ursprünglich geplante Route zurück.
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Die Weltreise-Etappe
Nach dem Start in Europa folgt das Abenteuer:
- Silvester: Die Gäste feiern den Jahreswechsel spektakulär vor der Copacabana in Rio de Janeiro.
- Extreme Süden: Die Reise führt über die Antarktis, mit geplanten Anlandungen auf dem siebten Kontinent.
- Nautische Herausforderungen: Die Passage vom Kap Hoorn an der Spitze Südamerikas zum Kap der Guten Hoffnung in Südafrika.
- Naturparadiese: Besuche des Naturparadieses Südgeorgien.
- Indischer Ozean: Die Route steuert Traumziele wie Mauritius, Madagaskar und die Seychellen an.
Die MS Hamburg wird in Häfen wie Kapstadt und Rio de Janeiro sowie auf den Seychellen und in Dakar (Senegal) für mehrere Tage festmachen. Am 17. April 2026 wird das Schiff wieder in Hamburg zurückerwartet.
Die MS Hamburg: Das kleinste Kreuzfahrtschiff Deutschlands
Plantours gilt als einer der erfahrensten Veranstalter für Hochsee- und Flussreisen. Die MS Hamburg ist bekannt als das kleinste Kreuzfahrtschiff Deutschlands und wird seit Jahren betrieben. Ihre geringe Größe ist ein großer Vorteil, da sie häufig für hervorragendes Routing jenseits des Massentourismus und für Fahrten durch enge Wasserstraßen, die größeren Schiffen verwehrt bleiben, ausgezeichnet wird. Mit diesen weltweiten Kreuzfahrten mit Expeditionscharakter ergänzt Plantours sein stetig wachsendes Angebot an Flussreisen.







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