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Nicko Cruises erhebt Treibstoffzuschlag auf alle Kreuzfahrten

Die Auswirkungen der Nahostlage erreichen nun auch die Preisgestaltung bei nicko cruises. Nachdem bereits andere deutsche Reiseveranstalter einen Treibstoffzuschlag eingeführt haben, zieht das Unternehmen nach: Ab sofort gilt ein Aufschlag auf Buchungen. Für Fahrten auf dem Hochseeschiff Vasco da Gama beträgt dieser 10€ p.P. und Nacht, auf Flusskreuzfahrten sind es 8€ p.P. und Nacht.

Treibstoffzuschlag Symbolbild mit Kreuzfahrtschiff auf dem Meer im Hintergrund vom Strand aus gesehen

Der Stuttgarter Reiseveranstalter nicko cruises erhebt ab sofort einen Treibstoffzuschlag auf Buchungen im Fluss- und Hochseebereich. Für Fahrten auf dem Hochseeschiff Vasco da Gama beträgt der Aufschlag 10 Euro pro Person und Nacht, auf Flusskreuzfahrten sind es 8 Euro pro Person und Nacht. Als Begründung nennt das Unternehmen stark gestiegene Treibstoffpreise infolge der geopolitischen Lage im Nahen Osten. Nicko Cruises informierte betroffene Gäste schriftlich und veröffentlichte Details zum Zuschlag auf der eigenen Website.

Vollcharter als Grund für direkte Kostenweitergabe

Nicko Cruises betreibt die Vasco da Gama sowie seine Flusskreuzfahrtschiffe im Vollcharter. Das bedeutet, die Reederei trägt das gesamte Kostenrisiko für die gecharterten Schiffe, da sie diese bei der jeweiligen Partnerreederei für die gesamte Saison fest bucht. Steigen die Betriebskosten kurzfristig an, kann das Unternehmen diese nicht intern auffangen. In seiner Mitteilung an gebuchte Gäste erklärte nicko cruises, die Partnerreederei erhebe für jede Reise zusätzliche Treibstoffzuschläge, die gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (Punkt 4.1a) teilweise an die Gäste weitergegeben werden müssen.

Treibstoffknappheit durch Lage an der Straße von Hormus

Als konkrete Ursache für die Preissteigerungen nennt nicko cruises die geopolitische Lage im Nahen Osten und insbesondere die Situation an der Straße von Hormus, einer der bedeutendsten Schifffahrtsrouten für den globalen Treibstofftransport. Die eingeschränkte Durchfahrt habe dazu geführt, dass Treibstoff knapper werde und Häfen auch für bereits vorhandene Bestände deutlich höhere Preise verlangten. Nicko Cruises verwies in seiner Mitteilung darauf, dass diese Entwicklung auch im Alltag spürbar sei, etwa durch gestiegene Benzin- und Dieselpreise sowie höhere Lebensmittelpreise infolge gestiegener Transportkosten.

Zuschlag gilt für bestehende und neue Buchungen

Der Treibstoffzuschlag gilt nach Angaben von nicko cruises für bestehende Buchungen. Aktualisierte Rechnungen und Buchungsbestätigungen mit dem ausgewiesenen Zuschlag sollen Gästen ab Kalenderwoche 16, also ab dem 13. April 2026, zugehen. Das Unternehmen begründete die zeitliche Verzögerung mit dem technischen Aufwand bei der Anpassung einer großen Anzahl von Buchungen.

Nicko Cruises betonte, die Preisentwicklung in den kommenden Monaten weiter zu beobachten. Der Zuschlag könne sich verändern oder bei entsprechender Marktentwicklung auch ganz entfallen. Details zur Berechnungsgrundlage sind auf der Website des Unternehmens abrufbar:

Branchenweite Auswirkungen der Nahostlage

Die Entscheidung von nicko cruises reiht sich in eine Reihe von Maßnahmen ein, mit denen Kreuzfahrtanbieter auf die wirtschaftlichen Folgen der Nahostlage reagieren. Neben Routenänderungen und Absagen von Orient- und Golffahrten führen gestiegene Betriebskosten zunehmend auch zu direkten Preisanpassungen gegenüber Endkunden. Nicko Cruises ist nach aktuellem Kenntnisstand neben A-ROSA einer der ersten deutschen Kreuzfahrtanbieter, der einen solchen Zuschlag öffentlich kommuniziert und transparent ausweist.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
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