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TUI Cruises weitere Absagen: Mein Schiff 4 bis 23. März gestrichen – Mein Schiff 5-Rückreise läuft

TUI Cruises streicht weitere Abfahrten der Mein Schiff 4 bis zum 23. März und räumt damit ein, dass eine schnelle Entspannung im Persischen Golf nicht zu erwarten ist. Während alle deutschen Gäste der Mein Schiff 4 bereits sicher zuhause sind, läuft die Rückholaktion für die Mein Schiff 5 mit Charterflügen ab Riad und Doha-Verbindungen über…

Symbolbild die Mein Schiff 4 von TUI Cruises in der Wüste im Orient

TUI Cruises weitet die Absagen im Persischen Golf erneut aus. Nach aktuellem Stand können folgende Abfahrten nicht stattfinden:

  • Mein Schiff 4: alle Reisen bis einschließlich Reisebeginn 23. März 2026 
  • Mein Schiff 5: alle Reisen bis einschließlich Reisebeginn 12. März 2026

Grundlage der Entscheidung sind die unverändert fortbestehenden Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für die Region. Alle betroffenen Gäste wurden nach Angaben von TUI Cruises bereits direkt informiert. Weltentdecker-Gäste der Mein Schiff 5 erhalten eine separate Information zum weiteren Vorgehen.

Mein Schiff 4: Alle deutschen Gäste zurück, viele Crew-Mitglieder ebenfalls

Die Rückreise der deutschen Gäste der Mein Schiff 4 ist abgeschlossen. Das Schiff liegt derzeit in Abu Dhabi, von wo aus in den vergangenen Tagen auch bereits zahlreiche Crewmitglieder die Heimreise antreten konnten. Die Rückreise der verbliebenen Crew läuft weiter.

Mein Schiff 5: Rückreise über Riad und Doha in vollem Gange

Für die Gäste der Mein Schiff 5 ist der Rückreiseprozess in vollem Gange. 600 Gäste konnten bereits mit einem von TUI Cruises organisierten Charterflug mit Saudia ab Riad sowie über kurzfristig zugeteilte Sitzplatzkontingente bei Qatar Airways ab Doha in ihre Heimatländer reisen.

Für Dienstag, 10. März und Mittwoch, 11. März sind weitere Charterflüge bestätigt: Knapp 740 weitere Gäste werden mit Maschinen von Saudia und LEAV Aviation ab Riad nach München und Köln zurückgebracht. Parallel steht TUI Cruises in engem Austausch mit Qatar Airways, um im Rahmen der Platzvergabe möglichst viele Mein Schiff 5-Gäste auf Verbindungen nach Deutschland zu platzieren. Weitere Rückreiseoptionen über alle erreichbaren und operierenden Flughäfen werden kontinuierlich geprüft.

Der Bordbetrieb der Mein Schiff 5 läuft nach Angaben von TUI Cruises regulär im Rahmen der gegebenen Umstände, die Gäste an Bord werden umfassend betreut und versorgt.

Aktuell kein Ende in Sicht

Mit der Verlängerung der Mein Schiff 4-Absagen bis 23. März wird immer deutlicher, dass TUI Cruises nicht mit einer kurzfristigen Entspannung der Lage rechnet. Die Rückreise-Logistik zeigt dabei, wie komplex die Operation ist: Charterflüge mit drei verschiedenen Airlines, zwei Abflughäfen in zwei Ländern, fortlaufende Abstimmung mit Qatar Airways für reguläre Verbindungen. Dass dies in dieser Geschwindigkeit organisiert wird, unterstreicht die Kapazitäten des TUI Cruises-Krisenstabes, der in enger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt, den zuständigen Botschaften, der TUI AG und der Royal Caribbean Group arbeitet.

Offen bleibt vor allem die entscheidende Frage: Wann können die Schiffe die Golfregion überhaupt verlassen? Der direkte Weg durch die Straße von Hormuz ins Rote Meer und weiter durch den Suezkanal ins Mittelmeer ist für zivile Schiffe derzeit nicht realisierbar. Die iranische Proklamation einer Sperrung der Meerenge hat die Kriegsrisikoversicherungen in die Höhe getrieben – eine Durchfahrt ist wirtschaftlich kaum vertretbar und sicherheitstechnisch nicht verantwortbar. Der einzig realistische Alternativweg führt südlich um den afrikanischen Kontinent, über das Kap der Guten Hoffnung und den Atlantik zurück nach Europa. Das bedeutet mehrere zusätzliche Wochen auf See. Solange sich die Lage an der Straße von Hormuz nicht grundlegend ändert, sitzen die Schiffe im Golf fest.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
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