MSC Cruises hat die für den Winter 2026/2027 geplante Orientsaison der s abgesagt. Als Begründung nennt die Reederei die aktuelle geopolitische Lage entlang der betroffenen Routen. Betroffene Passagiere wurden schriftlich informiert und erhalten ein Umbuchungsangebot.
Mehrere Reedereien ziehen sich aus dem Orient zurück
Mit dieser Entscheidung schließt sich MSC Cruises einem wachsenden Kreis von Kreuzfahrtunternehmen an, die den Orienteinsatz für die kommende Wintersaison aussetzen. Bereits zuvor hatten AIDA Cruises, Costa Crociere und Explora Journeys bekanntgegeben, in der Saison 2026/2027 keine Fahrten in die Region durchzuführen. Konkrete Angaben zur Sicherheitslage nannte die Reederei in ihrer Mitteilung nicht. Sie verwies lediglich auf eine kontinuierliche Beobachtung der Situation entlang der geplanten Routen.
Die MSC World Europa ist das erste Schiff der MSC World Class und war ursprünglich für den Winterbetrieb im Orient vorgesehen. Nun bleibt offen, in welchem Fahrtgebiet das Schiff stattdessen eingesetzt wird. Im Absageschreiben an die Buchungspartner wurde kein Alternativgebiet benannt. Branchenbeobachter halten einen verbleibenden Einsatz im Mittelmeer für wahrscheinlich, da das Fahrtgebiet bereits bekannt ist und die Infrastruktur vorhanden ist.
MSC World Asia debütiert zeitgleich im Mittelmeer
Eine zusätzliche Komponente bei der Fahrplanplanung ist das Debüt der MSC World Asia im Mittelmeer zum Ende des Jahres 2025. Damit könnten ab der Wintersaison 2026/2027 zeitgleich zwei Schiffe der World Class im selben Fahrtgebiet operieren. Ob und wie MSC Cruises die Kapazitäten beider Schiffe im Mittelmeer aufteilen wird, ist bisher nicht kommuniziert worden.
Umbuchung oder kostenloser Rücktritt möglich
Betroffene Passagiere erhalten laut dem offiziellen Absageschreiben mehrere Optionen. Eine kostenfreie Umbuchung auf eine alternative Abfahrt mit einem anderen MSC-Schiff ist möglich, sofern Kabinenkategorie und Reisedauer übereinstimmen. Ist die Ersatzreise günstiger als die ursprünglich gebuchte, wird der niedrigere Preis angerechnet. Ausgenommen von dieser Regelung sind Reisen über Weihnachten und Silvester, es sei denn, die abgesagte Fahrt fand in diesem Zeitraum statt.
Das Umbuchungsangebot bezieht sich ausschließlich auf den Kabinenpreis. Flüge und weitere Zusatzleistungen sind von einer Preisanpassung ausgeschlossen. Wer eine Reise anderer Dauer oder Kabinenkategorie buchen möchte, kann dies zu tagesaktuellen Preisen tun, ohne dass zusätzliche Umbuchungsgebühren anfallen.
Alternativ können Passagiere kostenfrei von der Reise zurücktreten. Im Voraus über die MSC-Website gebuchte Zusatzleistungen wie Getränkepakete oder Landausflüge werden automatisch erstattet. Für Kosten bei Drittanbietern, etwa für unabhängig gebuchte Flüge oder Hotels, empfiehlt die Reederei, sich direkt an die jeweiligen Anbieter zu wenden.
Die Reederei fordert Reisebüros und Passagiere auf, innerhalb von 14 Tagen nach Eingang des Schreibens eine Entscheidung mitzuteilen. Die betroffenen Reisen sind auf der Website von MSC Cruises bereits nicht mehr buchbar.
Geopolitische Lage als zentraler Faktor
Die Absage spiegelt eine branchenweite Reaktion auf die anhaltende Instabilität in der Golfregion und angrenzenden Fahrtgebieten wider. Mehrere Reedereien haben in den vergangenen Monaten ihre Routenplanung angepasst oder Einsätze vollständig gestrichen. MSC Cruises betont in seiner Mitteilung, dass die Sicherheit von Gästen und Besatzung oberste Priorität hat und die Entscheidung sorgfältig abgewogen wurde.
Ein konkreter Zeitplan für die Bekanntgabe des Alternativprogramms der MSC World Europa liegt zum aktuellen Zeitpunkt nicht vor.

















