MSC Cruises hat den Tracy Arm Fjord aus den Reiseverläufen seiner bevorstehenden Alaska-Premierensaison gestrichen. Betroffen ist die MSC Poesia, die ab Mai 2026 erstmals in der Region eingesetzt wird. Als Grund nennt die Reederei aktuelle Eisverhältnisse sowie eine geologische Instabilität im Bereich des Fjords, die eine sichere Einfahrt derzeit nicht erlauben. Betroffene Gäste wurden schriftlich informiert.
Endicott Arm und Dawes Glacier als Ersatz
Als Alternative bietet MSC Cruises eine Panoramafahrt durch den Endicott Arm, einen nahegelegenen Fjord in der Region, an. Zusätzlich ist eine Vorbeifahrt am Dawes Glacier vorgesehen. Die Reederei erklärte in ihrer Mitteilung an gebuchte Gäste, die Änderung sei auf Faktoren zurückzuführen, die außerhalb ihres Einflussbereichs liegen.
Premiere in Alaska ab Mai 2026
Die MSC Poesia wird am 11. Mai 2026 in Seattle eintreffen und dort ihre Alaska-Saison eröffnen. Das 2008 gebaute Schiff bietet von Seattle aus siebennächtige Kreuzfahrten mit Stopps in Ketchikan, Icy Strait Point, Juneau und Victoria an. Die Saison läuft bis Ende September 2026. Anschließend verlegt die MSC Poesia ihren Einsatz nach Miami, wo sie in der Wintersaison 2026/27 zehn- und elftägige Kreuzfahrten in die südliche, westliche und östliche Karibik anbieten wird.
Tracy Arm Fjord: Ein bekanntes Alaska-Highlight
Der Tracy Arm Fjord gehört zu den bekanntesten Anlaufzielen der Alaska-Kreuzfahrtsaison. Der rund 50 Kilometer lange Fjord südlich von Juneau ist für seine steilen Felswände, türkisblaues Gletscherwasser und den aktiven Sawyer-Gletscher bekannt. Dass die Bedingungen dort zunehmend schwieriger werden, ist kein neues Phänomen: Gletscher-Rückgang und veränderte Eisverhältnisse stellen Reedereien in der Region seit Jahren vor logistische Herausforderungen.
Auch Carnival Cruise Line streicht Tracy Arm Fjord
Die Streichung des Tracy Arm Fjords betrifft nicht nur MSC Cruises. Auch Carnival Cruise Line hat bekanntgegeben, den Fjord aus seinen Alaska-Routen für den Sommer 2026 zu entfernen. Die Reederei setzt ebenfalls auf Panoramafahrten im Endicott Arm Fjord als Ersatz und hat nach eigenen Angaben drei Schiffe in der Region im Einsatz. Damit streichen in dieser Saison mindestens zwei Reedereien den Tracy Arm Fjord aus ihren Programmen, was auf eine breitere Einschränkung der Bedingungen in dem Gebiet hindeutet.

















