Die Eskalation im Nahen Osten hat den Kreuzfahrtbetrieb im Persischen Golf zum Stillstand gebracht. Die MSC Euribia von MSC Cruises liegt am heutigen Samstag, dem 28. Februar 2026, zum planmäßigen Gästewechsel in Dubai, doch von einem geregelten Kreuzfahrtbetrieb kann keine Rede mehr sein. MSC Cruises hat erste Abfahrten bereits abgesagt und betroffene Gäste per Textnachricht informiert. Weitere Absagen dürften folgen, solange die Luftraumsperrungen in der Region bestehen und sich die militärische Lage nicht grundlegend verändert.
Für Tausende Gäste, die in den kommenden Wochen eine Orient-Kreuzfahrt mit der MSC Euribia gebucht haben, stellen sich jetzt konkrete Fragen: Was gilt für meine Buchung? Wie komme ich an mein Geld zurück? Und wie kommt die aktuelle Besatzung und die Gäste an Bord sicher nach Hause? Dieser Artikel gibt einen Überblick über den aktuellen Stand – und darüber, was Betroffene jetzt tun sollten.
Die Lage der MSC Euribia
Die MSC Euribia befand sich am Morgen des 28. Februar 2026 in Dubai, als die Angriffe der USA und Israels gegen den Iran begannen. Das Schiff liegt damit in den Vereinigten Arabischen Emiraten, einem Land, das US-Militärbasen beherbergt und das nach Berichten des Krisenmonitoringunternehmens A3M Global Monitoring bereits in den frühen Morgenstunden von Explosionen betroffen war. Die Behörden der VAE sperrten den nationalen Luftraum vorübergehend teilweise als Vorsichtsmaßnahme. Unmittelbar auf das Schiff bezogene Bedrohungen werden aktuell nicht gemeldet. Die Sicherheitslage in der Region bleibt jedoch hochdynamisch.
MSC Cruises beobachtet die Situation nach eigenen Angaben fortlaufend. Erste Konsequenzen hat die Reederei bereits gezogen: Die für den 1. März 2026 ab Doha geplante Abfahrt der MSC Euribia wurde abgesagt. Ein internationaler Gast erhielt folgende Mitteilung von MSC Cruises: „Aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage und der Luftraumsperrung im Nahen Osten müssen wir Ihre Kreuzfahrt ab Doha morgen, den 1. März, leider absagen. Weitere Informationen folgen in Kürze. Bitte kontaktieren Sie MSC oder Ihr Reisebüro, falls Sie Unterstützung benötigen.“
Von deutschen Flughäfen wird gemeldet, dass Maschinen mit MSC-Gästen an Bord nicht in Richtung Orient abgehoben haben oder noch während des Fluges umgekehrt wurden. An- und Abreisen in die Region sind unter den aktuellen Bedingungen faktisch nicht durchführbar.
Warum weitere Absagen wahrscheinlich sind
Die Luftraumsperrungen über Israel und dem Iran sind der entscheidende operative Faktor. Solange diese bestehen – und aktuell gibt es keine Anzeichen für eine kurzfristige Aufhebung – können weder neue Gäste anreisen noch abreisende Passagiere ausgeflogen werden. Das betrifft nicht nur die MSC Euribia, sondern alle sechs Kreuzfahrtschiffe, die sich derzeit im Persischen Golf befinden.
MSC Cruises hat sich bislang noch nicht zu den Abfahrten der kommenden Wochen geäußert. Angesichts der Lage ist jedoch davon auszugehen, dass die Reederei alle Orient-Kreuzfahrten der nächsten Wochen systematisch prüft und betroffene Gäste proaktiv kontaktieren wird. Wer eine Buchung für die kommenden vier bis sechs Wochen hat, sollte nicht auf eine offizielle Mitteilung warten, sondern selbst aktiv werden.
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Was betroffene Gäste jetzt tun sollten
Für Gäste, die aktuell an Bord der MSC Euribia sind, gilt zunächst: den Anweisungen der Schiffsführung folgen. MSC Cruises arbeitet nach eigenen Angaben mit lokalen Sicherheitsbehörden und deutschen Botschaften zusammen, um eine sichere Rückführung zu organisieren. Eigenständige Versuche, das Schiff zu verlassen und individuell abzureisen, sind angesichts der Lage am Boden und der Luftraumsperrungen nicht empfehlenswert.
Für Gäste mit bevorstehenden Buchungen gelten folgende Schritte:
- Kontakt zu MSC Cruises oder dem Reisebüro aufnehmen – und zwar jetzt, nicht abwarten. Die Reederei wird sich voraussichtlich bei allen Betroffenen melden, aber die Kommunikation bei einer Lage dieser Größenordnung braucht Zeit. Wer selbst aktiv wird, ist schneller informiert.
- Flugbuchungen prüfen – wer den Flug über MSC Cruises gebucht hat, wird von der Reederei proaktiv informiert. Wer individuell gebucht hat, muss direkt mit der Fluggesellschaft klären, ob eine kostenfreie Umbuchung oder Rückerstattung möglich ist. Viele Airlines zeigen sich in dieser Lage kulant – die genauen Konditionen variieren jedoch je nach Anbieter und Tarif.
- Reiseversicherung prüfen – ob und in welchem Umfang Kriegs- und Krisenklauseln greifen, hängt vom jeweiligen Vertrag ab. Das Auswärtige Amt hat für die betroffenen Länder keine vollständige Reisewarnung ausgesprochen, sondern Eilmeldungen veröffentlicht. Das hat Auswirkungen auf die Rechtslage bei Pauschalreisen: Eine offizielle Reisewarnung ist in der Regel Voraussetzung für eine kostenfreie Stornierung – diese liegt derzeit nicht für alle relevanten Länder vor. Im Zweifel rechtliche Beratung einholen.
- Reisehinweise des Auswärtigen Amts verfolgen – die Lage entwickelt sich stündlich. Aktuelle Informationen gibt es unter auswaertiges-amt.de, direkt auf den Seiten zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Bahrain.















