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MSC Euribia nimmt Kurs auf Kiel – Saisonstart am 16. Mai

Die MSC Euribia nimmt nach ihrem Zwischenstopp auf Malta Kurs auf Kiel – der Saisonstart am 16. Mai mit der ersten Norwegen-Kreuzfahrt ab Kiel ist bestätigt. Damit kehrt das letzte der in Europa eingesetzten, im Orient festgesessenen Schiffe in den regulären Betrieb zurück.

Kreuzfahrtschiff MSC Euribia vor malerischer Küste Symbolbild

Die MSC Euribia hat ihren Zwischenstopp auf Malta beendet und nimmt nun Kurs auf Kiel. Nach rund neun Seetagen soll das Schiff laut Schiffspositionsdaten am Donnerstag, dem 14. Mai 2026, in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt anlegen. Am Freitag, dem 16. Mai 2026, startet dann die erste Nordeuropa-Kreuzfahrt der Sommersaison 2026 mit Abfahrt in Kiel und am darauffolgenden Tag ab Kopenhagen.

Zwischenstopp in Malta für Vorbereitungen genutzt

Auf Malta liefen Ende April die ersten Vorbereitungen für den Neustart. Die Besatzungsstärke wurde erheblich aufgestockt, nachdem die Crew während der wochenlangen Stilllegung im Orient auf Mindestbesatzung reduziert worden war. Zudem wurden Vorräte und Proviant für die bevorstehende Sommersaison an Bord gebracht. Der Stopp in Valletta erfüllte damit dieselbe logistische Funktion wie der Kapstadt-Aufenthalt der Mein-Schiff-Schiffe auf ihrem Rückweg um Südafrika.

Liegeplatzwechsel in Kiel geplant

In Kiel wird die MSC Euribia zunächst am Ostseekai anlegen, da der übliche Liegeplatz im Ostuferhafen am Freitag für einen Gästewechsel der Costa Diadema belegt ist. Am Freitagabend soll das Schiff dann innerhalb des Kieler Hafens den Liegeplatz wechseln, um den Saisonstart am 16. Mai planmäßig durchführen zu können.

Rückblick: Vom Orient zurück nach Europa

Die Rückkehr der MSC Euribia nach Europa war alles andere als planmäßig. Mit dem Ausbruch des Irankriegs Ende Februar 2026 musste das Schiff seinen Betrieb im Orient einstellen und verblieb wochenlang in Dubai. Anders als die Mein Schiff 4 und die Mein Schiff 5, die sich erst nach der Hormus-Passage für die längere Route südlich um Afrika entschieden, wählte die MSC Euribia den direkten Weg durch das Rote Meer und den Suezkanal zurück ins Mittelmeer.

Die Passage durch die Straße von Hormus selbst verlief wie bei den anderen Kreuzfahrtschiffen auch für die MSC Euribia nicht ohne kleinere Komplikationen. Das Schiff hatte nach dem Verlassen von Dubai zunächst für mehrere Stunden auf Höhe von Umm Al-Qaiwain gestoppt, bevor es am 18. April die engste Stelle der Meerenge passierte. Berichte über Warnschüsse der iranischen Revolutionsgarden in der Nähe anderer Schiffe des Konvois und eine zwischenzeitliche Funkmeldung über eine erneute Sperrung der Meerenge hatten die Situation angespannt. Dennoch gelang die Passage. MSC Cruises bestätigte anschließend, die Durchfahrt sei in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden erfolgt.

Sommersaison beginnt mit zwei Wochen Verzögerung

Ursprünglich war die MSC Euribia ab dem 2. Mai 2026 auf der Norwegen-Route ab Kiel und Kopenhagen geplant. Die Zwangspause im Orient machte mehrere Absagen notwendig, darunter insgesamt drei Norwegen-Abfahrten. Mit dem nun bestätigten Saisonstart am 16. Mai beginnt die Sommersaison zwei Wochen später als ursprünglich vorgesehen.

Bis zum 10. Oktober 2026 wird die MSC Euribia auf einwöchigen Norwegen-Routen ab Kiel und Kopenhagen eingesetzt. Die Fahrten führen in die norwegischen Fjorde mit Stopps in Zielen wie Flåm, Hellesylt und Ålesund. Im Anschluss bringt eine Westeuropa-Kreuzfahrt das Schiff zur Wintersaison ins westliche Mittelmeer.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
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