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Roboterhunde und Game Shows: MSC Cruises modernisiert sein Bordprogramm

MSC Cruises schickt tanzende Humanoide und vierbeinige Roboterhunde auf seine Schiffe: Was auf der MSC Bellissima bereits im Testbetrieb läuft, soll schrittweise auf die gesamte Flotte ausgerollt werden. Was hinter der Strategie steckt und warum das Konzept weit mehr ist als ein technologischer Showeffekt.

Symbolbild MSC Cruises führt Roboter auf ihren Schiffen ein

KI-unterstützte Illustration

Tanzende Humanoide, vierbeinige Robo-Hunde und Robotik-Workshops für Kinder: MSC Cruises integriert für die Saison 2026 KI-gesteuerte Roboter in den Bordalltag und erweitert damit sein Unterhaltungsprogramm um eine Dimension, die in der Kreuzfahrtbranche bislang kaum eine Reederei gewagt hat. Was nach Science-Fiction klingt, ist bereits Testbetrieb – und soll in den kommenden Monaten auf weiteren Schiffen ausgerollt werden.

Erprobt auf der MSC Bellissima, geplant für die Flotte

Den Anfang macht die MSC Bellissima, die vorwiegend in asiatischen Gewässern unterwegs ist. Passagiere können dort bereits erste Begegnungen mit den futuristischen Besatzungsmitgliedern erleben. Die Roboter begrüßen Gäste beim Einsteigen und absolvieren anschließend eine Parade über das Schiff. Das ist ein Auftritt, der nach Berichten von Passagieren für erhebliche Aufmerksamkeit sorgt.

Die Tests bleiben jedoch nicht auf ein Schiff beschränkt. Auch auf der MSC Magnifica sollen die Roboter zum Einsatz kommen, unter anderem auf Abschnitten der Weltkreuzfahrt 2026. Auf welchen weiteren Schiffen und ab wann genau der flottenweite Einsatz beginnt, hat MSC Cruises noch nicht im Detail kommuniziert.

Zwei Roboter-Typen, eine Strategie

An Bord kommen zwei unterschiedliche Einheiten zum Einsatz, beide vom chinesischen Technologieunternehmen Unitree Robotics entwickelt.

Die humanoiden Roboter können tanzen, Choreografien ausführen und Gäste aktiv begrüßen. Matteo Mancini, Entwicklungsdirektor für Familienunterhaltung bei MSC Cruises, beschreibt sie als Teil zukunftsgerichteter digitaler und immersiver Unterhaltungsformate, die klassische Shows ergänzen sollen.

Die vierbeinigen Roboterhunde bewegen sich flüssig und reagieren mithilfe künstlicher Intelligenz auf ihre Umgebung. Sie gehören zu den fortschrittlichsten kommerziell verfügbaren Einheiten ihrer Art und wurden bislang vor allem im industriellen Einsatz bekannt. An Bord übernehmen sie eine andere Rolle: Begrüßungsauftritte, Paraden und interaktive Workshops.

Eingebunden sind beide Roboter-Typen in bestehende Veranstaltungsformate. In der Family Disco treten die Maschinen mit einer Tanzchoreografie auf. Das lässt die Roboter weniger wie eine technologische Demonstration wirken, sondern wie einen natürlichen Teil des Abendprogramms.

Robotik-Workshops für Kinder ab 7 Jahren

Besonders für Familien mit Kindern bietet das neue Programm einen konkreten Mehrwert. Kinder ab 7 Jahren können in eigens entwickelten Robotik-Workshops erfahren, wie die Technik hinter den Maschinen funktioniert. Das Konzept verbindet Unterhaltung mit einem pädagogischen Ansatz, der über reinen Showeffekt hinausgeht – ein Alleinstellungsmerkmal, das MSC Cruises im Familienmarkt gezielt ausspielt.

Teil einer breiteren Neuausrichtung

Die Robotik-Initiative ist kein isoliertes Projekt, sondern Teil einer umfassenderen Erneuerung, die MSC selbst als „refreshed entertainment strategy“ bezeichnet. Zum erweiterten Programm gehören neue Game-Show-Formate rund um Musik und Trivia, überarbeitete Signature Partys mit aktualisiertem Sound und neuer Bühnengestaltung sowie ein breiteres Angebot an Live-Musik und Theaterproduktionen auf einem Großteil der Flotte.

Das Ziel ist erkennbar: ein Bordprogramm, das von Familien mit Kindern über Teenager bis zu Erwachsenen ohne Nachwuchs für jeden Altersbereich etwas bereithält. Die Kombination aus technologischer Neuheit und bewährten Formaten ist dabei keine Konkurrenz, sondern die eigentliche Strategie.

Einordnung: Was das für MSC-Passagiere bedeutet

MSC Cruises betreibt eine der größten Kreuzfahrtflotten der Welt und ist bekannt für ein Unterhaltungsangebot, das stärker auf internationale Gästemischung ausgelegt ist als bei vielen Mitbewerbern. Die Integration von Robotik ins Bordalltag ist ein Schritt, den andere Reedereien bislang nur punktuell gewagt haben.

Für Familien mit Kindern dürfte die Neuerung besonders attraktiv sein: Roboter-Workshops als Urlaubserlebnis haben einen pädagogischen Mehrwert, der über reinen Unterhaltungswert hinausgeht. Für alle anderen gilt: Wer ein Game-Show-Format oder eine Live-Produktion bevorzugt, wird im erneuerten Programm ebenfalls fündig.

Auf welchen Schiffen und ab wann genau die Roboter flottenweit eingesetzt werden, hat MSC noch nicht im Detail kommuniziert. Fest steht: Die Weltkreuzfahrt 2026 wird eines der ersten Formate sein, auf dem Passagiere die neuen Bordgäste aus Stahl und Algorithmen kennenlernen können.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
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