Die Auswirkungen der Golfkrise reichen auch bis nach Südostasien. Für Gäste der Mein Schiff 6, die ihre Kreuzfahrt am 4. März 2026 in Singapur beginnen wollten, hat TUI Cruises kurzfristig reagiert: Da zahlreiche Anreiseflüge über Dubai, Abu Dhabi und Doha gestrichen wurden, erreichten am gestrigen Mittwoch nur rund 700 Gäste das Schiff in Singapur. TUI Cruises hat daraufhin den Fahrplan angepasst und zwei Direktflüge mit Lufthansa für die Nachreise organisiert.
Was sich geändert hat
Der ursprüngliche Reiseverlauf sah zwei Tage in Singapur vor. Da ein Großteil der Gäste noch nicht an Bord ist, entfällt der heutige Hafentag in Singapur. Die Mein Schiff 6 verbringt stattdessen mit erhöhter Geschwindigkeit einen Seetag und läuft morgen, am 6. März 2026, Pattaya an. Dort werden weitere Gäste zusteigen können.
Der geänderte Reiseverlauf vom 4. bis 18. März 2026 im Überblick:
Ursprünglich: Singapur – Singapur – Seetag – Koh Samui – Laem Chabang/Bangkok – Laem Chabang/Bangkok – Seetag – Saigon – Seetag – Da Nang – Seetag – Halong Bay – Seetag – Hong Kong – Hong Kong
Geändert: Singapur – Seetag – Pattaya – Koh Samui – Laem Chabang/Bangkok – Laem Chabang/Bangkok – Seetag – Saigon – Seetag – Da Nang – Seetag – Halong Bay – Seetag – Hong Kong – Hong Kong
TUI Cruises organisiert zwei Direktflüge mit Lufthansa
TUI Cruises hat für Gäste, die ihren Flug über die Reederei gebucht haben, zwei Direktflüge mit Lufthansa im A380 von München nach Bangkok organisiert:
- Flug 1: 5. März 2026 ab München
- Flug 2: 7. März 2026 ab München um 21:00 Uhr, Ankunft Bangkok am 8. März um 13:50 Uhr Ortszeit, inklusive Bustransfer zur Mein Schiff 6
Beide Flüge führen durch sichere Lufträume und meiden die Golfregion vollständig. Alle betroffenen Gäste mit über TUI Cruises gebuchten Flügen haben ihre neuen Flugdaten bereits per SMS sowie neue Reiseunterlagen per E-Mail erhalten. Wer die Nachreise nicht antreten kann, wird gebeten, sich direkt bei TUI Cruises zu melden.
Wichtiger Hinweis für individuell gebuchte Flüge
Für Gäste, die ihren Flug unabhängig von TUI Cruises gebucht haben und von Streichungen betroffen sind, gilt eine wichtige Empfehlung der Reederei: Keine eigenständige Nachreise zu einem späteren Hafen im Routenverlauf planen. Aufgrund der aktuellen Situation sind kurzfristige Routenanpassungen weiterhin nicht ausgeschlossen. Wer auf eigene Faust nachreist, riskiert, das Schiff an einem geänderten Anlaufhafen zu verpassen.
Einordnung: Dominoeffekt der Golfkrise
Der Fall der Mein Schiff 6 zeigt exemplarisch, wie weitreichend die Folgen der Luftraumsperrungen über der Golfregion sind. Die drei großen Golfairlines Emirates, Etihad und Qatar Airways haben ihren regulären Betrieb weitgehend eingestellt – und damit bricht eine der wichtigsten Drehscheiben für Langstreckenverbindungen von Europa nach Südostasien weg. Direktflüge ohne Umstieg in der Region sind kurzfristig rar und teuer.
Dass TUI Cruises innerhalb weniger Stunden zwei A380-Direktflüge mit Lufthansa organisieren konnte, ist eine bemerkenswerte logistische Leistung – und zeigt, dass die Reederei aus den Erfahrungen der Houthi-Krise im Roten Meer gelernt hat. Für Gäste mit individuell gebuchten Flügen bleibt die Lage hingegen deutlich schwieriger. Die Empfehlung gilt unverändert: Keine eigenständigen Anreisen ohne Rücksprache mit der Reederei.









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