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Erste Mein Schiff 4 Gäste auf dem Rückweg – aber die Lage bleibt komplex

Die Eskalation im Nahen Osten hat den Kreuzfahrtbetrieb im Persischen Golf weitgehend zum Stillstand gebracht: Die MSC Euribia liegt am 28. Februar 2026 zum Gästewechsel in Dubai, MSC Cruises hat bereits erste Abfahrten abgesagt und betroffene Gäste per Textnachricht informiert; weitere Absagen gelten als wahrscheinlich, solange Luftraumsperrungen und die angespannte militärische Lage anhalten.

Blick auf einen Flughafen im Bezug auf Rückholaktion der Mein Schiff 4 aus Dubai

Es gibt erste konkrete Fortschritte bei der Rückführung der Kreuzfahrtgäste aus der Golfregion. Am heutigen Dienstag, dem 3. März 2026, ist ein Sonderflug von Emirates von Dubai nach München gestartet. Die Maschine hob um 15:50 Uhr Ortszeit ab. An Bord befinden sich 218 Gäste der Mein Schiff 4, die zuvor per koordiniertem Transfer von Abu Dhabi nach Dubai gebracht worden waren. Es ist der erste bestätigte organisierte Rückflug seit Beginn der Krise am 28. Februar 2026.

Für die vielen weiteren Gäste, die noch an Bord der Schiffe oder in der Region festsitzen, wird intensiv an weiteren Flugoptionen gearbeitet. Sobald bestätigte Rückreisemöglichkeiten vorliegen, sollen Betroffene umgehend informiert werden.

Golfairlines weitgehend ausgefallen

Die drei großen Golfairlines Emirates aus Dubai, Etihad aus Abu Dhabi und Qatar Airways aus Doha haben ihren regulären Flugbetrieb seit Beginn der Kampfhandlungen weitgehend eingestellt. Das betrifft nicht nur die direkte An- und Abreise zu den Schiffen im Persischen Golf, sondern hat weitreichende Folgen für den gesamten Langstreckenverkehr in Richtung Indischer Ozean und Asien. Ein Großteil der Kreuzfahrtgäste, die Ziele wie Mauritius, Singapur oder andere asiatische Häfen ansteuern, nutzt normalerweise Umsteigeverbindungen über Dubai, Abu Dhabi oder Doha. Diese Route ist derzeit nicht verfügbar.

Dominoeffekt: AIDA und TUI müssen Langstrecken neu organisieren

Die Auswirkungen reichen weit über die sechs festliegenden Schiffe im Persischen Golf hinaus. Betroffen sind auch Gästewechsel bei Schiffen, die eigentlich planmäßig in anderen Regionen der Welt unterwegs sind:

Die AIDAstella macht am 3. März 2026 in Port Louis auf Mauritius fest. Gäste, die ursprünglich mit einer Golfairline mit Umstieg in der Region anreisen sollten, wurden kurzfristig auf einen neuen Direktflug mit Lufthansa aus Deutschland umgebucht. Der Flug führt durch sichere Lufträume und umgeht die Golfregion vollständig. AIDA Cruises organisierte diese Alternative nach eigenen Angaben innerhalb weniger Stunden.

Die Mein Schiff 6 ist am 4. März 2026 in Singapur zum Gästewechsel. Auch hier mussten Verbindungen, die ursprünglich über Golfhäfen liefen, kurzfristig angepasst werden. TUI Cruises hat betroffene Gäste, die ihren Flug über die Reederei gebucht haben, bereits informiert.

Die Flugabteilungen von AIDA Cruises und TUI Cruises arbeiten nach eigenen Angaben gemeinsam mit Partnerairlines mit Hochdruck an der Anpassung der betroffenen Verbindungen.

Individuell gebuchte Flüge: Eigeninitiative gefragt

Deutlich schwieriger ist die Lage für Kreuzfahrtgäste, die ihren Flug individuell und nicht über die Reederei gebucht haben. Emirates, Etihad und Qatar Airways sagen laufend Flüge ab. Wer auf diese Verbindungen angewiesen ist, muss sich selbst um Alternativen kümmern. Das bedeutet konkret: Direktverbindungen ohne Umstieg in der Golfregion suchen und auf kurzfristig verfügbare Optionen setzen. Angesichts der angespannten Kapazitätslage erfordert das erhebliche Flexibilität – und in vielen Fällen auch die Bereitschaft, deutlich höhere Ticketpreise zu akzeptieren.

Wer betroffen ist, sollte folgende Schritte einleiten:

  • Fluggesellschaft direkt kontaktieren – Umbuchungs- und Erstattungsoptionen erfragen; viele Airlines zeigen sich in dieser Lage kulant
  • Alternativrouten über nicht betroffene Lufträume prüfen – Verbindungen über Europa, Ostafrika oder Südasien können je nach Ziel eine Option sein
  • Reisebüro einschalten – bei komplexen Umbuchungen kann professionelle Unterstützung Zeit und Kosten sparen
  • Reiseversicherung prüfen – ob zusätzliche Kosten durch den Flugausfall gedeckt sind, hängt vom jeweiligen Vertrag ab

Wie geht es weiter?

Der Sonderflug von Dubai nach München ist ein erster Schritt – aber angesichts der Zahl der noch wartenden Gäste erst der Anfang. Die Rückführung wird sich über mehrere Tage erstrecken, solange der reguläre Flugbetrieb der Golfairlines nicht wieder aufgenommen wird. TUI Cruises, MSC Cruises und Celestyal Cruises arbeiten parallel an weiteren Lösungen und koordinieren die Heimreisen in enger Abstimmung mit Fluggesellschaften, Botschaften und Außenministerien.

Für Angehörige von Gästen, die sich noch an Bord befinden, steht die Family Hotline von TUI Cruises zur Verfügung: 040 60001 5403, erreichbar montags bis freitags von 08:00 bis 18:00 Uhr.

  • Kontakt zu MSC Cruises oder dem Reisebüro aufnehmen – und zwar jetzt, nicht abwarten. Die Reederei wird sich voraussichtlich bei allen Betroffenen melden, aber die Kommunikation bei einer Lage dieser Größenordnung braucht Zeit. Wer selbst aktiv wird, ist schneller informiert.
  • Flugbuchungen prüfen – wer den Flug über MSC Cruises gebucht hat, wird von der Reederei proaktiv informiert. Wer individuell gebucht hat, muss direkt mit der Fluggesellschaft klären, ob eine kostenfreie Umbuchung oder Rückerstattung möglich ist. Viele Airlines zeigen sich in dieser Lage kulant – die genauen Konditionen variieren jedoch je nach Anbieter und Tarif.
  • Reiseversicherung prüfen – ob und in welchem Umfang Kriegs- und Krisenklauseln greifen, hängt vom jeweiligen Vertrag ab. Das Auswärtige Amt hat für die betroffenen Länder keine vollständige Reisewarnung ausgesprochen, sondern Eilmeldungen veröffentlicht. Das hat Auswirkungen auf die Rechtslage bei Pauschalreisen: Eine offizielle Reisewarnung ist in der Regel Voraussetzung für eine kostenfreie Stornierung – diese liegt derzeit nicht für alle relevanten Länder vor. Im Zweifel rechtliche Beratung einholen.
  • Reisehinweise des Auswärtigen Amts verfolgen – die Lage entwickelt sich stündlich. Aktuelle Informationen gibt es unter auswaertiges-amt.de, direkt auf den Seiten zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Bahrain.
Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
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