Während die MSC Euribia in Dubai liegt und die kommende Reise abgesagt hat, befinden sich die beiden TUI Cruises Schiffe Mein Schiff 4 in Abu Dhabi und Mein Schiff 5 in Doha mitten in der eskalierenden Sicherheitslage am Persischen Golf. Mit den Luftschlägen der USA und Israels gegen den Iran in den frühen Morgenstunden des 28. Februar 2026 hat sich die Situation für beide Schiffe und ihre Gäste innerhalb weniger Stunden grundlegend verändert. TUI Cruises hat umgehend reagiert: mit Sicherheitsmaßnahmen an Bord, gestoppten Anreiseflügen und einem ersten offiziellen Statement.
Notfallalarm und Schutzmaßnahmen an Bord
Die Gäste der Mein Schiff 5 in Doha erhielten als erste einen Notfallalarm auf ihre Mobiltelefone. Katar beherbergt einen der größten US-Militärstützpunkte in der Region und damit ein potenzielles Ziel iranischer Vergeltungsmaßnahmen. Zudem wurden laut Meldungen von Bord, weitere Maßnahmen wurden unmittelbar nach Bekanntwerden der Angriffe eingeleitet:
- Außendecks gesperrt – alle Personen müssen sich im Schiffsinneren aufhalten
- Fenster meiden – als Schutzmaßnahme bei möglichen Druckwellen oder Splittern
- Landausflüge abgebrochen – laufende Ausflüge wurden sofort gestoppt, neue nicht gestartet
- Rückruf aller Gäste an Bord – per Notfallalarm auf die Mobiltelefone
- Anreisen gestoppt – Flüge mit neuen Gästen wurden umgekehrt oder gar nicht erst gestartet
Kurz nach den ersten Meldungen von der Mein Schiff 5 erreichten die Redaktion ähnliche Berichte von der Mein Schiff 4 in Abu Dhabi – wo es laut Berichten des Krisenmonitoringunternehmens A3M in den frühen Morgenstunden nach einer Explosion mindestens eine getötete Person gab. Die Behörden der VAE sperrten den nationalen Luftraum vorübergehend teilweise als Vorsichtsmaßnahme.
TUI Cruises Statement: Sicherheit hat oberste Priorität
TUI Cruises hat sich am Nachmittag des 28. Februar 2026 mit einem offiziellen Statement auf der Webseite zu Wort gemeldet. Der Kerninhalt: Die Sicherheit und das Wohlbefinden von Gästen und Crew haben jederzeit oberste Priorität. Man beobachte die Situation sehr aufmerksam und stehe in engem Austausch mit den zuständigen Behörden sowie den Sicherheitsabteilungen der Mutterkonzerne TUI AG und Royal Caribbean Group.
Zur Frage der An- und Abreisen erklärt TUI Cruises: Gemeinsam mit Airline-Partnern würden mögliche Auswirkungen auf Flüge fortlaufend geprüft. Gäste mit über TUI Cruises gebuchten Flügen würden proaktiv informiert, sobald konkrete Informationen vorlägen. Gäste mit individuell gebuchten Flügen werden aufgefordert, sich direkt mit ihrer Airline in Verbindung zu setzen.
Was TUI Cruises im Statement noch offen lässt: Konkrete Aussagen zu den bevorstehenden Abfahrten der kommenden Wochen fehlen bislang. Angesichts der Luftraumsperrungen und der militärischen Lage ist davon auszugehen, dass auch TUI Cruises den Orient-Betrieb für die kommenden Wochen systematisch evaluiert.
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Was betroffene TUI Cruises Gäste jetzt tun sollten
Wer in den kommenden Wochen eine Reise mit Mein Schiff 4 oder Mein Schiff 5 im Orient gebucht hat, sollte jetzt aktiv werden – und nicht auf eine Mitteilung der Reederei warten:
- TUI Cruises kontaktieren – telefonisch oder über das Reisebüro, bei dem die Reise gebucht wurde
- Flugbuchung prüfen – bei über TUI Cruises gebuchten Flügen wird proaktiv kommuniziert; bei individuell gebuchten Flügen direkt die Airline kontaktieren
- Reisehinweise verfolgen – das Auswärtige Amt aktualisiert seine Hinweise für die VAE, Katar und Bahrain laufend unter auswaertiges-amt.de
- Reiseversicherung prüfen – ob Kriegs- und Krisenklauseln greifen, hängt vom jeweiligen Vertrag ab; im Zweifel rechtliche Beratung einholen
- Keine eigenständige Anreise planen – solange Luftraumsperrungen bestehen und die Lage ungeklärt ist
Was kommt nach der Krise – fahren die Schiffe weiter?
Offen bleibt die Frage, wie es nach der aktuellen Krisensituation weitergeht. Ob die Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 nach Beruhigung der Lage ihre geplanten Routen fortsetzen, vorzeitig aus dem Persischen Golf auslaufen oder die Orient-Saison vollständig abbrechen, hat TUI Cruises bislang nicht kommuniziert. Die Reederei evaluiert die Gesamtlage nach eigenen Angaben fortlaufend. Ein Update ist zu erwarten, sobald die Situation eine belastbare Einschätzung erlaubt.















