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Lufthansa-Streik in den Herbstferien droht: Was Reisende wissen müssen

Ein drohender Streik bei der Lufthansa sorgt kurz vor Beginn der Herbstferien für wachsende Unsicherheit. In einer Urabstimmung hat sich eine deutliche Mehrheit der Piloten für Arbeitskampfmaßnahmen ausgesprochen. Betroffen wären sowohl die Kernmarke Lufthansa als auch die Frachttochter Lufthansa Cargo. Für Urlauber, Familien und besonders für Kreuzfahrtgäste könnte das zu erheblichen Problemen führen. Denn viele…

Streik Flugzeug am Flughafen auf Gran Canaria

Ein drohender Streik bei der Lufthansa sorgt kurz vor Beginn der Herbstferien für wachsende Unsicherheit. In einer Urabstimmung hat sich eine deutliche Mehrheit der Piloten für Arbeitskampfmaßnahmen ausgesprochen. Betroffen wären sowohl die Kernmarke Lufthansa als auch die Frachttochter Lufthansa Cargo.

Für Urlauber, Familien und besonders für Kreuzfahrtgäste könnte das zu erheblichen Problemen führen. Denn viele Kreuzfahrtanreisen sind auf Flugverbindungen angewiesen, und ein Streik könnte den rechtzeitigen Check-in im Hafen gefährden.


Tarifkonflikt: Streit um die Altersversorgung

Der Kern des Konflikts liegt in der Altersversorgung der Piloten. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit fordert, dass Lufthansa höhere Beiträge übernimmt, um die betriebliche Altersvorsorge abzusichern. Seit der Umstellung auf ein kapitalgedecktes System tragen die Beschäftigten deutlich mehr Risiko. Die VC argumentiert, dass viele Piloten im Ruhestand finanziell schlechter dastehen könnten, wenn der Konzern keine zusätzlichen Mittel bereitstellt.

Lufthansa verweist auf die wirtschaftliche Lage der Branche und lehnt die Forderungen bislang ab. Nach sieben Verhandlungsrunden ohne Ergebnis hat sich die Stimmung deutlich verschärft. Die Zustimmung zur Urabstimmung zeigt, dass die Piloten bereit sind, Druck auszuüben.


Gefahr eines Streiks wächst

Mit dem klaren Votum der Piloten hat die Gewerkschaft nun das Mandat, Streiks kurzfristig auszurufen. Offiziell gibt es noch keinen Termin, doch Beobachter halten einen Ausstand zu Beginn der Herbstferien für sehr wahrscheinlich.

Gerade in dieser Zeit sind viele Maschinen voll ausgelastet – vor allem auf touristischen Strecken. Betroffen wären nicht nur klassische Urlaubsflüge, sondern auch zahlreiche Zubringerverbindungen zu Kreuzfahrthäfen wie Hamburg, Genua, Barcelona oder Athen.

Für Kreuzfahrtgäste ist ein Flugausfall besonders problematisch, da Schiffe pünktlich ablegen und meist nicht warten können. Wer den Abfahrtstermin verpasst, muss selbst für eine teure Nachreise sorgen.


Auswirkungen auf Kreuzfahrten

Ein Pilotenstreik kann Kreuzfahrtpläne massiv durcheinanderbringen. Besonders gefährdet sind Gäste, die Flüge und Kreuzfahrt separat gebucht haben. Wer etwa am Morgen des Einschiffungstages fliegt, könnte durch eine kurzfristige Streichung den Hafen nicht rechtzeitig erreichen.

Viele Reedereien empfehlen daher, mindestens einen Tag vor Abfahrt am Zielort zu sein. Gäste, die ein Komplettpaket mit Flug und Transfer über die Reederei gebucht haben, sind meist besser abgesichert. In diesen Fällen kümmert sich die Reederei in der Regel um Umbuchungen oder Ersatzflüge.

Trotzdem gilt: Ein Streik kurz vor Reisebeginn kann zu Stress, Unsicherheit und Verzögerungen führen. Kreuzfahrtgäste sollten daher besonders aufmerksam planen.


Tipps für Kreuzfahrtreisende bei drohendem Streik

  • Flugstatus regelmäßig prüfen: Überwache deinen Flug in den Tagen vor der Abreise.
  • Frühzeitige Anreise: Wenn möglich, plane einen Puffertag ein und reise einen Tag früher zum Hafen.
  • Reederei kontaktieren: Wer ein Flugpaket über die Reederei gebucht hat, sollte dort nachfragen, welche Vorkehrungen getroffen werden.
  • Alternative Anreise prüfen: Bei europäischen Abfahrtshäfen kann auch die Anreise mit Bahn oder Auto eine Option sein.
  • Reiseversicherung prüfen: Manche Policen decken Streikfolgen ab – ein Blick in die Bedingungen lohnt sich.

„Mann über Bord“-Alarm an Bord der AIDAcosma – nächtlicher Zwischenfall vor Palma de Mallorca

Gegen 3:30 Uhr, kurz vor dem Hafen von Palma de Mallorca, hörten Passagiere der AIDAcosma Hilferufe aus dem dunklen Wasser: Ein „Mann über Bord“-Alarm versetzte 5.500 Menschen in Alarmbereitschaft. Was folgte, war kein Unglück vom Schiff selbst, sondern eine Rettungsaktion, die zeigt, wie entscheidend Aufmerksamkeit und Reaktionsgeschwindigkeit auf See sein können.

Avatar von Finn Keppler

geschrieben von

Finn Keppler

am

27.09.2025

Season Opening Seitenansicht der AIDAcosma

In der Nacht von Freitag auf Samstag (26./27. September) ereignete sich an Bord des Kreuzfahrtschiffes AIDAcosma ein außergewöhnlicher Zwischenfall. Gegen 3:30 Uhr wurde ein „Mann über Bord“-Alarm ausgelöst, nachdem Passagiere eine Person im Wasser gesichtet hatten. Das Schiff befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Anfahrt auf den Hafen von Palma de Mallorca, wo es planmäßig gegen 5:00 Uhr festmachen sollte.


Alarmierung und Reaktion der Besatzung

Unmittelbar nach dem Notruf von Passagieren, die Hilferufe aus dem Meer gehört hatten, informierte die Brücke die Crew und leitete die vorgeschriebenen Notfallmaßnahmen ein. Über das Bordlautsprechersystem erfolgte eine Durchsage in englischer Sprache: „Man over board“. Der Alarm löste unter den Passagieren Besorgnis aus; viele verließen ihre Kabinen oder traten auf die Balkone, um nach der vermissten Person Ausschau zu halten.

Das Schiff leitete sofort ein Suchmanöver ein. Auf Kartenaufzeichnungen und in Schiffs-Tracking-Diensten ist deutlich zu erkennen, dass die AIDAcosma kurz vor dem Hafen abbremste, wendete und eine Suchschleife fuhr. Dieses Manöver diente dazu, die Position der gemeldeten Person möglichst genau zu lokalisieren.


Rettung einer Person – jedoch nicht von Bord der AIDAcosma

Kurz darauf gelang es den Einsatzkräften, eine Person aus dem Wasser zu retten. Die Rettung erfolgte mithilfe des Lotsenbootes, das sich auf dem Weg zur AIDAcosma befand, um den Hafenlotsen an Bord zu bringen. Die gerettete Person befand sich in einem kleinen Schlauchboot und konnte lebend geborgen werden. Nach Angaben des Kapitäns handelte es sich dabei nicht um ein Crewmitglied oder einen Passagier des Kreuzfahrtschiffes.

Die Person wurde anschließend sicher an Land gebracht. Kapitän Möller erläuterte in einer zweiten Durchsage gegen 5:00 Uhr, dass die Hilferufe von Passagieren gehört worden seien, als die AIDAcosma in unmittelbarer Nähe vorbeifuhr. Dank des schnellen Eingreifens und der Aufmerksamkeit der Gäste konnte die Person rechtzeitig entdeckt und gerettet werden.

Ausschnitt des Manövers bei vesselfinder AIDAcosma
Screenshot des Manövers von ® vesselfinder.com

Vollzähligkeitskontrolle an Bord

Nach einem „Mann über Bord“-Alarm gehört eine Vollzähligkeitskontrolle zu den standardmäßigen Sicherheitsmaßnahmen an Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Ziel dieser Prozedur ist es, sicherzustellen, dass alle Passagiere und Crewmitglieder vollständig an Bord sind und niemand vermisst wird.

Die Kontrolle wird in der Regel unmittelbar nach Abschluss des Rettungseinsatzes eingeleitet. Alle Gäste werden dabei aufgefordert, sich zu ihrer Musterstation zu begeben – dem Sammelpunkt, der ihnen bei der obligatorischen Sicherheitseinweisung zu Beginn der Reise zugewiesen wurde. Dort werden die Bordkarten elektronisch erfasst, um den Abgleich mit der Passagierliste vorzunehmen.

Das Verfahren kann einige Zeit in Anspruch nehmen, insbesondere wenn Gäste zunächst nicht auf die Durchsagen reagieren oder sich in anderen Bereichen des Schiffes aufhalten. In solchen Fällen werden zusätzliche Ansagen gemacht, um sicherzustellen, dass wirklich jede an Bord befindliche Person registriert wird. Erst wenn sämtliche Passagiere und Crewmitglieder erfasst sind und keine Abweichungen festgestellt werden, gilt die Kontrolle als abgeschlossen.

Diese Vorgehensweise ist ein wichtiger Bestandteil des Sicherheitsmanagements moderner Kreuzfahrtschiffe. Sie dient nicht nur der Beruhigung der Gäste, sondern stellt auch sicher, dass bei tatsächlichen Notfällen schnell und gezielt reagiert werden kann. Dank digitaler Systeme und klarer Abläufe kann die Vollzähligkeitsprüfung in der Regel zügig und zuverlässig durchgeführt werden.


Ablauf der Kreuzfahrt und weitere Folgen

Für etwa 4.000 der rund 5.500 Passagiere endete an diesem Samstag eine siebentägige Mittelmeerkreuzfahrt. Die Ausschiffung begann gegen 5:15 Uhr, nur mit minimaler Verzögerung. Ein Teil der Gäste blieb für eine zweite Reisewoche an Bord. Der Zwischenfall hatte somit keine größeren Auswirkungen auf den geplanten Ablauf.


Reaktionen und öffentliche Wahrnehmung

In den sozialen Medien tauchten bereits in den frühen Morgenstunden Videos und Screenshots der Rettungsaktion auf. Sie zeigen die Suchmanöver der AIDAcosma vor dem Hafen von Palma de Mallorca, die gegen 3:30 Uhr begannen. Das Schiff setzte seine Fahrt Richtung Hafen um 3:55 Uhr fort, nachdem die Situation geklärt war.

Der Vorfall verdeutlicht, wie ernst Reedereien wie AIDA Cruises Sicherheitsmeldungen nehmen. Dank der schnellen Reaktion der Passagiere, der Brückenbesatzung und des Lotsenbootes konnte eine möglicherweise lebensbedrohliche Situation glimpflich enden.

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Notfallprozeduren funktionieren effektiv auf modernen Kreuzfahrtschiffen

Der nächtliche „Mann über Bord“-Alarm an Bord der AIDAcosma erwies sich letztlich als Fehlalarm im engeren Sinne, da keine Person vom Schiff selbst über Bord gegangen war. Dennoch zeigte die Reaktion der Crew, wie effektiv die Notfallprozeduren auf modernen Kreuzfahrtschiffen funktionieren. Die gerettete Person verdankt ihr Leben dem aufmerksamen Verhalten der Passagiere und der professionellen Zusammenarbeit zwischen Schiff, Lotsenboot und Hafenbehörden. Der Vorfall blieb ohne Verletzte und ohne Auswirkungen auf den weiteren Reiseverlauf.

Warum die Herbstferien besonders kritisch sind

Die Herbstferien gehören zu den reisestärksten Zeiten des Jahres. Viele Familien nutzen die freien Tage für Flugreisen, Städtereisen oder Kreuzfahrten im Mittelmeer. Flughäfen und Airlines sind bereits stark ausgelastet.

Ein Streik würde den Verkehr erheblich beeinträchtigen und könnte auch Reisende treffen, die nur Anschlussflüge gebucht haben. Besonders Kreuzfahrtgäste sind gefährdet, da die Schiffe feste Abfahrtszeiten haben und sich der Verlust eines Reisetages kaum ausgleichen lässt.


Noch Hoffnung auf Einigung

Trotz der Eskalation besteht weiterhin Gesprächsbereitschaft. Lufthansa und die Gewerkschaft betonen, dass sie an einer Lösung interessiert sind. Sollte es in den kommenden Tagen zu neuen Verhandlungen kommen, könnte ein Streik noch abgewendet werden.

Doch die Zeit drängt. Ohne Einigung drohen kurzfristige Arbeitsniederlegungen, möglicherweise bereits zum Ferienbeginn Anfang Oktober.


Kreuzfahrtgäste sollten vorbereitet sein

Die Situation bleibt angespannt. Ein Lufthansa-Streik in den Herbstferien ist keine Gewissheit, aber eine reale Gefahr. Besonders Kreuzfahrtgäste, die auf pünktliche Flüge angewiesen sind, sollten jetzt vorsorgen.

Plane ausreichend Zeit vor der Abfahrt ein, überprüfe regelmäßig deine Buchungen und halte Kontakt zur Airline oder Reederei. Wer früh reagiert, kann den größten Stress vermeiden und hat im Notfall Alternativen.

Ob es tatsächlich zum Streik kommt, entscheidet sich in den nächsten Tagen – aber wer vorbereitet ist, startet deutlich entspannter in den Urlaub auf See.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
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