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Kreuzfahrtschiffe als UN-Hotels: Costa Diadema und MSC Seaview auf dem Weg zur COP 30 in Brasilien

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Costa Favolosa in Hamburg Altona

Zwei der größten Akteure der Kreuzfahrtindustrie, Costa Crociere und MSC Cruises, stellen ihre Schiffe für einen ungewöhnlichen, aber hochkarätigen Einsatz zur Verfügung. Die Costa Diadema und die MSC Seaview sind derzeit auf dem Weg nach Belém do Pará in Brasilien, wo sie während der 30. Konferenz der Vertragsparteien (COP 30) der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) als schwimmende Hotels dienen werden.

Beide Schiffe wurden von der brasilianischen Regierung gechartert, um die erwarteten Delegierten und Teilnehmer der Konferenz unterzubringen. Die COP 30 findet vom 10. bis 21. November 2025 statt.

Anlauf am neuen Kreuzfahrtterminal

Die beiden Kreuzfahrtriesen werden am Porto do Outeiro festmachen. Für diesen Anlass wurde eigens ein neues Kreuzfahrtterminal errichtet, das die Logistik für die Unterbringung der Tausenden von Konferenzteilnehmern bewältigen soll. Die Nutzung von Kreuzfahrtschiffen als temporäre Hotels ist eine gängige Praxis bei Großveranstaltungen in Städten mit begrenzter Hotelkapazität, wobei die Größe des UN-Events in Belém diese Lösung notwendig machte.

Beide Schiffe werden voraussichtlich am 4. November 2025 im Hafen von Pará eintreffen und somit rechtzeitig für den Beginn des internationalen Gipfels bereitstehen.

Transatlantik-Überführung ohne Gäste

Die Schiffe begannen ihre Repositionierung unmittelbar nach dem Abschluss ihrer jeweiligen Herbstsaison im Mittelmeer:

  • Die Costa Diadema (Baujahr 2014) startete ihre Überführungsfahrt am 24. Oktober 2025 von Savona, Italien. Das Schiff reist ohne reguläre Passagiere an Bord nach Brasilien.
  • Die MSC Seaview begann ihre Transatlantik-Überquerung am 25. Oktober 2025 in Barcelona. Das Schiff der Seaside-Klasse legte einen technischen Halt in Las Palmas auf Gran Canaria ein, bevor es Kurs auf Belém nahm.

Die MSC Seaview wird in der kommenden Saison als größtes Schiff in Südamerika erwartet und kann bis zu 4.140 Gäste beherbergen.

Nach der UN-Konferenz startet die reguläre Südamerika-Saison

Nach ihrem Einsatz als Hotelschiffe für die UN-Delegierten werden sowohl die Costa Diadema als auch die MSC Seaview zu ihren regulären Abfahrtshäfen im Süden Brasiliens wechseln. Von dort aus beginnen sie ihren geplanten Kreuzfahrtbetrieb für die südamerikanische Saison 2025/2026:

  • Die Costa Diadema wird eine Reihe von sieben Nächte dauernden Kreuzfahrten nach Argentinien und Uruguay anbieten.
  • Die MSC Seaview wird wöchentliche Kreuzfahrten zur Nordostregion Brasiliens durchführen.

Die gesamte Kreuzfahrtsaison in Südamerika hat bereits Ende Oktober begonnen und läuft bis Mitte April. Neben der Diadema und der Seaview sind auch weitere Schiffe im Einsatz, darunter die MSC Preziosa, MSC Fantasia, MSC Sinfonia, MSC Armonia und die Costa Favolosa.

Die Region zieht in dieser Saison auch Schiffe anderer internationaler Reedereien an, darunter Luxus- und Expeditionslinien wie Oceania, Scenic, Regent Seven Seas, Celebrity Cruises und AIDA. Der ungewöhnliche Einsatz der beiden großen Schiffe für die COP 30 markiert jedoch einen spektakulären Auftakt für die diesjährige Präsenz der Kreuzfahrtlinien in Brasilien.