Wer heute oder in den kommenden Tagen mit dem Flugzeug zu einem Kreuzfahrtschiff im Persischen Golf anreisen wollte, steht vor einem Problem: Die Flugverbindungen nach Dubai und in die gesamte Golfregion sind seit dem Samstagmittag des 28. Februar 2026 weitgehend gestoppt. Emirates hat den gesamten Flugbetrieb von und nach Dubai vorübergehend eingestellt, Eurowings hat ebenfalls Flüge gestrichen. Am Flughafen Düsseldorf landete als letzte Maschine aus Dubai der Emirates-Flug EK055 um 12:10 Uhr, seitdem wurden alle weiteren Verbindungen annulliert.
Auslöser sind die koordinierten Luftschläge der USA und Israels gegen den Iran in den frühen Morgenstunden des 28. Februar sowie die daraufhin verhängten Luftraumsperrungen über Israel, dem Iran und weiteren Staaten in der Region. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit EASA hatte bereits Mitte Februar auf mögliche Vergeltungsrisiken für Nachbarländer mit US-Militärbasen hingewiesen. Dieser Fall ist nun eingetreten.
Welche Flüge konkret gestrichen wurden
Am Flughafen Düsseldorf sind folgende Verbindungen nach Dubai annulliert worden:
- Emirates EK056 – geplanter Abflug 14:30 Uhr nach Dubai, gestrichen
- Emirates EK058 – geplanter Abflug 20:45 Uhr nach Dubai, gestrichen
- Emirates EK057 – geplante Ankunft aus Dubai 18:55 Uhr, gestrichen
- Eurowings EW1179 – geplante Ankunft aus Dubai 21:50 Uhr, gestrichen
Gerade der Abendflug EK058 um 20:45 Uhr wird erfahrungsgemäß von Kreuzfahrtgästen für die Anreise zu Schiffen im Persischen Golf genutzt, darunter Gäste der MSC Euribia, der Mein Schiff 4 und der Mein Schiff 5. Auch ein Eurowings-Flug verließ Dubai noch kurz vor den Sperrungen, der Airbus A320 drehte nach dem Start drei Runden über dem Persischen Golf, bevor er eine Ausweichroute über Saudi-Arabien, Ägypten und das Mittelmeer in Richtung Europa nahm.
Ob die geplanten Verbindungen am Sonntag, dem 1. März, wieder aufgenommen werden, ist derzeit nicht bestätigt. Neben Dubai sind auch Verbindungen nach Doha, Bahrain und Abu Dhabi von Streichungen und Umleitungen betroffen – die Lage variiert je nach Fluggesellschaft und wird stündlich neu bewertet.
Was Kreuzfahrtgäste mit gestrichenem Anreiseflug jetzt tun sollten
Wer den Anreiseflug über die Reederei gebucht hat, wird in der Regel proaktiv informiert. TUI Cruises hat bereits angekündigt, Gäste mit über die Reederei gebuchten Flügen aktiv zu kontaktieren. MSC Cruises kommuniziert ebenfalls direkt mit betroffenen Gästen. Wer jedoch individuell gebucht hat, muss selbst aktiv werden:
- Fluggesellschaft direkt kontaktieren – Emirates, Eurowings und andere Airlines bieten bei gestrichenen Flügen in der Regel kostenfreie Umbuchungen oder Rückerstattungen an. Die genauen Konditionen variieren je nach Tarif und Airline – direkt nachfragen, nicht abwarten.
- Reederei informieren – wer den Anschlussflug verpasst oder nicht antreten kann, sollte die Reederei umgehend informieren. MSC Cruises und TUI Cruises sind unter den bekannten Servicenummern erreichbar; alternativ über das Reisebüro.
- Nicht eigenständig in die Region anreisen – solange Luftraumsperrungen bestehen und die Sicherheitslage ungeklärt ist, sollten keine alternativen Anreisewege auf eigene Faust gesucht werden.
- Reiseversicherung prüfen – ob Zusatzkosten durch den Flugausfall gedeckt sind, hängt vom jeweiligen Vertrag ab. Relevant sind vor allem Klauseln zu Flugannullierungen und außerordentlichen Ereignissen. Im Zweifel rechtliche Beratung einholen.
- Reisehinweise des Auswärtigen Amts verfolgen – aktuelle Informationen zu den VAE, Katar und Bahrain gibt es unter auswaertiges-amt.de. Die Hinweise werden laufend aktualisiert.
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Wann fliegen die Maschinen wieder?
Eine belastbare Antwort darauf gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Emirates hat keine konkreten Angaben gemacht, wann der Betrieb wieder aufgenommen wird. Das hängt unmittelbar davon ab, wann die Luftraumsperrungen aufgehoben werden – und das wiederum von der weiteren Entwicklung der militärischen Lage. Wer in den kommenden Tagen in die Region fliegen wollte, sollte davon ausgehen, dass sich die Situation nicht kurzfristig normalisiert.
Für Kreuzfahrtgäste bedeutet das konkret: Die Frage ist nicht mehr nur, ob das Schiff abfährt – sondern ob überhaupt eine Anreise möglich ist. Beide Faktoren sind derzeit offen.















