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Drohnen über EU-Gebiet: Zypern im Fadenkreuz – Kreuzfahrten laufen trotzdem

Eine iranische Shahed-Drohne traf in der Nacht zum 2. März den britischen Militärstützpunkt Akrotiri bei Limassol, woraufhin Griechenland, Frankreich und Großbritannien ihre Militärpräsenz im östlichen Mittelmeer massiv aufrüsteten. Kreuzfahrten nach Zypern laufen bislang planmäßig, doch Reisende sollten die Lage im Blick behalten und die Reisehinweise des Auswärtigen Amts prüfen.

Blick auf einen Felsen im Hintergurnd strahlend blaues Meer

Limassol, Larnaka, Paphos: Zypern gehört zu den meistanlaufenen Kreuzfahrtdestinationen im östlichen Mittelmeer. Der Hafen von Limassol empfängt auch im März 2026 planmäßig Schiffe, darunter die Crown Iris mit mehreren mehrtägigen Aufenthalten und die Celebrity Infinity am 15. März. Doch wer die Insel aktuell nur als entspannte Ausweichdestination für die gesperrte Golfregion betrachtet, sollte einen genaueren Blick auf die aktuelle Sicherheitslage werfen.

Was in der Nacht zum 2. März passiert ist

In der Nacht zum 2. März 2026 schlug eine Shahed-Drohne in den britischen Militärstützpunkt Akrotiri bei Limassol ein. Präsident Nikos Christodoulidis berichtete von geringen Sachschäden, Personen blieben unverletzt. Zwei weitere Drohnen, die Kurs auf die britischen Einrichtungen genommen hatten, konnten erfolgreich neutralisiert werden.

Der Zivilflughafen Paphos musste vorübergehend geräumt werden, der Flugverkehr wurde nach Larnaka verlegt. Die Austrian Airlines setzten Flüge nach und von Larnaka bis einschließlich 6. März aus. Inzwischen läuft der zivile Flugbetrieb auf Zypern wieder. Die Lage hat sich stabilisiert, ist aber weiterhin dynamisch.

Europas Antwort: Militärpräsenz massiv aufgestockt

Die Reaktion der europäischen NATO-Mitglieder auf den Drohnenangriff war schnell und deutlich:

Griechenland entsendet die Fregatten „Kimon“ und „Psara“ sowie vier F-16-Kampfjets nach Zypern. Das findet im Rahmen der griechisch-zypriotischen einheitlichen Verteidigungsdoktrin statt.

Frankreich verlegt Anti-Raketen- und Anti-Drohnen-Systeme sowie eine Fregatte ins östliche Mittelmeer. Auch der Flugzeugträger Charles de Gaulle befindet sich auf dem Weg ins Mittelmeer. Präsident Macron informierte seinen zypriotischen Amtskollegen persönlich über die Maßnahmen.

Großbritannien entsendet den Luftabwehr-Zerstörer HMS Dragon sowie Hubschrauber mit speziellen Fähigkeiten zur Drohnenabwehr. Premierminister Starmer betonte, dass das Vereinigte Königreich uneingeschränkt zur Sicherheit Zyperns stehe.

Zusätzlich koordinieren Spanien, Italien und die Niederlande ihre Luftabwehrkapazitäten. Im östlichen Mittelmeer operiert auch der US-Flugzeugträger Gerald R. Ford. Zypern ist damit aktuell einer der am stärksten militärisch geschützten Punkte im gesamten Mittelmeerraum.

Was das Auswärtige Amt sagt

Eine offizielle Reisewarnung für Zypern hat das Auswärtige Amt nicht ausgesprochen. Es gilt jedoch ein aktualisierter Sicherheitshinweis, der Reisende zu erhöhter Wachsamkeit aufruft. Konkret empfiehlt das Auswärtige Amt:

  • Sich regelmäßig über die aktuelle Lage in den Medien informieren
  • Die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte befolgen
  • Die Nähe von Militäreinrichtungen meiden – das betrifft insbesondere den Bereich rund um die Basis Akrotiri westlich von Limassol
  • Bei Fragen zu gebuchten Flügen die Fluggesellschaft oder den Reiseveranstalter kontaktieren
  • Sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts einzutragen und die Daten aktuell zu halten

Im Regelfall gilt: Ohne offizielle Reisewarnung besteht kein automatisches Recht auf kostenlose Stornierung einer Pauschalreise. Wer individuelle Flug- und Hotelbuchungen vorgenommen hat, trägt das Risiko selbst und ist auf die Kulanz des Anbieters angewiesen.

Was das für Kreuzfahrtgäste bedeutet

Die Schiffe, die Limassol und Larnaka im März anlaufen, tun dies aktuell planmäßig. Die zivilen Häfen liegen räumlich klar getrennt von der Militärbasis Akrotiri. Die starke Militärpräsenz europäischer und amerikanischer Einheiten vor Ort wirkt dabei eher als Sicherheitsfaktor: Wer die Insel schützen will, schafft auch Abschreckung.

Trotzdem gilt: Die Lage im östlichen Mittelmeer ist ungewöhnlich dynamisch. Kreuzfahrtgäste, die Zypern in den kommenden Wochen anlaufen, sollten die Reisehinweise des Auswärtigen Amts vor Reiseantritt prüfen und die Kommunikation ihrer Reederei aufmerksam verfolgen. Kurzfristige Routenanpassungen sind grundsätzlich nicht auszuschließen, auch wenn Zypern derzeit keine Hochrisikozone für zivile Reisende darstellt.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
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