Der Zyklon Vaianu hat den Fahrplan der Discovery Princess von Princess Cruises in Neuseeland durcheinandergebracht. Das Schiff musste seinen Liegeplatz im Hafen von Auckland vorzeitig räumen und in einer geschützten Bucht rund 15 Seemeilen vor der Küste auf das Ende des Sturms warten. Inzwischen hat die Discovery Princess Auckland wieder verlassen und setzt ihre Reise planmäßig fort.
Frühankunft und eingeschränkter Landgang
Ursprünglich war die Discovery Princess für den 12. April 2026 in Auckland geplant, mit einem Stopp in Tauranga am 11. April sowie einem Anlauf in der Bay of Islands am 13. April. Aufgrund des bevorstehenden Zyklons änderte Princess Cruises den Ablauf kurzfristig. Laut Mitteilungen an die Gäste traf das Schiff bereits am Abend des 10. April in Auckland ein und legte kurz nach Mitternacht am Kai an.
Da die behördliche Einreisegenehmigung laut Bordkommunikation erst am Morgen des 11. April erteilt wurde, konnten Gäste und Besatzung erst dann an Land gehen. In dieser Zeit wurden nach Angaben der Reederei Treibstoff und Versorgungsgüter aufgenommen. Auckland dient auf dieser Reise zudem als Mini-Turnaround: Laut Passagierberichten schifften sich rund 1.000 Gäste aus, während weitere rund 1.000 Gäste neu an Bord kamen.
Hafen schließt, Schiff weicht in Bucht aus
Der Hafen Auckland schloss seinen Betrieb am 11. April um 15:00 Uhr Ortszeit als Vorsichtsmaßnahme vor dem Zyklon. Laut der an Bord kommunizierten Informationen mussten Transitgäste und Crewmitglieder bereits zur Mittagszeit um 12:00 Uhr an Bord zurück sein. Laut Schiffspositionsdaten verließ die Discovery Princess den Hafen kurz nach 13:00 Uhr Ortszeit und ankerte anschließend in einem geschützten Bereich zwischen den Inseln der Hauraki-Bucht, rund 15 Seemeilen von Auckland entfernt. Dort wartete das Schiff, bis der Sturm abgezogen war.
Neu einsteigenden Gästen wurde laut Bordkommunikation und Videoberichten von Gästen an Bord mitgeteilt, dass ihr Einschiffungstermin auf den 13. April verschoben wurde. Ausschiffenden Gästen bot Princess Cruises nach Angaben von Passagieren die Wahl, das Schiff entweder am 11. oder am 13. April zu verlassen. Landausflüge wurden ausschließlich für den 13. April angeboten.
Tauranga und Bay of Islands gestrichen
Als direkte Folge der Planänderungen entfallen zwei Stopps vollständig aus dem Reiseverlauf. Sowohl Tauranga als auch die Bay of Islands werden laut Passagierberichten nicht mehr angelaufen. Am 13. April kehrte die Discovery Princess nach Berichten von Bord noch einmal kurz zum Kai in Auckland zurück, bevor sie ihre Reise in Richtung Französisch-Polynesien fortsetzte. Dem veröffentlichten Reiseverlauf zufolge steuert das Schiff nun Papeete auf Tahiti an, gefolgt von Moorea und anschließend Honolulu auf Hawaii. Die Reise endet am 6. Mai 2026 in Vancouver.
Zyklon Vaianu betraf die gesamte Region
Der Zyklon Vaianu hatte in der gesamten Region Auswirkungen auf die Schifffahrt. Bereits zuvor war die MV Fiji Princess von Blue Lagoon Cruises nahe der Insel Monuriki auf Fidschi auf ein Riff aufgelaufen, nachdem eine Böe das Schiff aus dem Anker gerissen hatte. Die anhaltenden Wetterbedingungen rund um Vaianu hatten mehrere Reedereien zu kurzfristigen Planänderungen gezwungen. Auch die fidschianischen Behörden hatten im Zuge des Zyklons vorsorglich Schulen und Universitäten geschlossen und vor Starkregen und Überschwemmungen gewarnt.

















