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Orient: Celestyal Cruises: Journey und Discovery bleiben vorerst im Hafen

Celestyal Cruises hat am 28. Februar 2026 nach eigener angabe auf die eskalierende sicherheitslage im Persischen Golf reagiert und bestätigt, dass beide schiffe vorerst in ihren häfen bleiben: die Celestyal Journey in Doha und die Celestyal Discovery in Dubai.

Blick auf ein Kreuzfahrtschiff auf See beim Sonnenuntergang I Symbolbild

Celestyal Cruises hat auf die eskalierende Sicherheitslage am Persischen Golf reagiert. Die griechische Reederei hat am Nachmittag des 28. Februar 2026 offiziell bestätigt, dass beide ihrer Schiffe im Persischen Golf vorerst in ihren jeweiligen Häfen bleiben. Die Celestyal Journey liegt in Doha, die Celestyal Discovery in Dubai. Beide Schiffe werden die nächsten 24 Stunden im Hafen verbleiben, während die Reederei die Lage fortlaufend bewertet. Für Gäste bevorstehender Kreuzfahrten kündigte Celestyal Cruises an, zeitnah weitere Updates zu kommunizieren.

Damit reagiert Celestyal Cruises ähnlich wie die anderen betroffenen Reedereien in der Region. Die 24-Stunden-Frist gibt der Reederei Zeit, die Lage zu bewerten und koordinierte Entscheidungen zu treffen.

Was am 28. Februar 2026 am Persischen Golf passiert ist

Um den Kontext zu verstehen: In den frühen Morgenstunden des 28. Februar 2026 haben die USA und Israel koordinierte Luftschläge gegen Ziele im Iran gestartet. Der Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel sowie auf US-Militärbasen in der gesamten Golfregion. Die Eskalation traf eine Region, in der zu diesem Zeitpunkt noch regulärer Kreuzfahrtbetrieb lief und hat die Situation innerhalb weniger Stunden grundlegend verändert.

Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate beherbergen große US-Militärstützpunkte und wurden damit zu potenziellen Zielen iranischer Vergeltungsmaßnahmen. In Abu Dhabi kam es nach Berichten des Krisenmonitoringunternehmens A3M Global Monitoring nach einer Explosion zu mindestens einer getöteten Person – die Behörden der VAE sperrten den nationalen Luftraum vorübergehend teilweise als Vorsichtsmaßnahme. Eine offizielle Bestätigung der Ursache steht noch aus.

Die Lufträume über Israel und dem Iran wurden gesperrt, weitere Sperrungen in der Region folgten. Mehrere Fluggesellschaften, darunter Emirates und Eurowings, stellten den Betrieb von und nach Dubai ein. An- und Abreisen zu Kreuzfahrtschiffen im Persischen Golf sind unter diesen Bedingungen faktisch nicht möglich.

Sechs Schiffe, eine Region, begrenzte Optionen

Die Celestyal Journey und die Celestyal Discovery sind zwei von insgesamt sechs Hochseekreuzfahrtschiffen, die sich zum Zeitpunkt der Eskalation im Persischen Golf befinden. Neben den Celestyal-Schiffen sind das die MSC Euribia von MSC Cruises, die Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 von TUI Cruises sowie die Aroya von Aroya Cruises.

MSC Cruises hat bereits erste Abfahrten gestrichen und betroffene Gäste per Textnachricht informiert. TUI Cruises hat Sicherheitsmaßnahmen an Bord verhängt: Außendecks gesperrt, Landausflüge abgebrochen, Gäste per Notfallalarm zurück an Bord gerufen und ein offizielles Statement veröffentlicht. Celestyal Cruises hat sich mit der Ankündigung der 24-Stunden-Hafenpause und dem Verweis auf kommende Updates bislang knapper geäußert als die anderen Reedereien – was angesichts der Dynamik der Lage jedoch nachvollziehbar ist.

Was Celestyal-Gäste jetzt wissen müssen

Für Gäste, die sich aktuell an Bord der Celestyal Journey oder Celestyal Discovery befinden, gilt zunächst: den Anweisungen der Schiffsführung folgen und die offizielle Kommunikation der Reederei abwarten. Celestyal Cruises hat angekündigt, zeitnah weitere Updates zu veröffentlichen. Diese werden voraussichtlich über die offiziellen Kanäle der Reederei sowie direkt an betroffene Gäste kommuniziert.

Wer eine bevorstehende Kreuzfahrt mit Celestyal Cruises im Persischen Golf gebucht hat, sollte jetzt folgende Schritte einleiten:

  • Celestyal Cruises oder das Reisebüro kontaktieren – nicht auf eine automatische Benachrichtigung warten, sondern aktiv nachfragen. Die Reederei hat Updates angekündigt, aber die Kommunikation bei einer Lage dieser Größenordnung braucht Zeit.
  • Flugbuchung prüfen – wer den Anreiseflug individuell gebucht hat, muss direkt mit der Fluggesellschaft klären, ob eine kostenfreie Umbuchung oder Rückerstattung möglich ist. Flüge nach Dubai und Doha sind aktuell weitgehend gestrichen.
  • Reiseversicherung prüfen – ob und in welchem Umfang Kriegs- und Krisenklauseln greifen, hängt vom jeweiligen Vertrag ab. Das Auswärtige Amt hat für die VAE und Katar Eilmeldungen, aber keine vollständigen Reisewarnungen veröffentlicht – das hat Auswirkungen auf die Rechtslage bei Pauschalreisen.
  • Reisehinweise des Auswärtigen Amts verfolgen – aktuelle Informationen zu den VAE, Katar und Bahrain gibt es unter auswaertiges-amt.de. Die Hinweise werden laufend aktualisiert.

Wie geht es weiter?

Die 24-Stunden-Frist, die Celestyal Cruises angekündigt hat, endet am Sonntag, dem 1. März 2026. Bis dahin dürfte die Reederei entscheiden, ob die Schiffe ihre geplanten Routen fortsetzen, die Häfen vorzeitig verlassen oder die Orient-Saison vollständig abbrechen. Alle drei Szenarien hängen unmittelbar von der weiteren Entwicklung der militärischen Lage und den Luftraumsperrungen ab.

Solange keine offizielle Entwarnung vorliegt, sollten Gäste mit bevorstehenden Buchungen keine eigenständigen Anreisen in die Region planen.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
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