Celestyal Cruises hat alle für April 2026 geplanten Abfahrten gestrichen. Betroffen sind beide Schiffe der Reederei: die Celestyal Discovery und die Celestyal Journey. Als Ursache nennt das Unternehmen die anhaltende Lage im Nahen Osten, die eine Rückverlegung der Schiffe ins Mittelmeer bislang verhindert. Die offizielle Mitteilung datiert vom 30. März 2026.
Rückverlegung ins Mittelmeer nicht möglich
Die Celestyal Discovery und die Celestyal Journey befanden sich zum Zeitpunkt der Entscheidung außerhalb des Mittelmeers. Eine planmäßige Rückkehr in die Region war aufgrund der geopolitischen Situation nicht realisierbar. Celestyal Cruises teilte mit, die Lage weiterhin genau zu beobachten und die Schiffe zurückzuverlegen, sobald dies sicher möglich sei. Konkrete Angaben zur aktuellen Position der Schiffe oder zum Fahrtgebiet, in dem sie zuletzt operierten, wurden in der Mitteilung nicht gemacht.
Die Absage sämtlicher April-Abfahrten ist damit eine direkte Folge der anhaltenden Instabilität im Nahen Osten, die seit Monaten die Routenplanungen mehrerer Kreuzfahrtreedereien beeinflusst. Neben Celestyal haben zuletzt unter anderem MSC Cruises, AIDA Cruises, Costa Crociere und Explora Journeys Einsätze in der Region gestrichen oder verschoben.
Nächste geplante Abfahrten ab Mai 2026
Nach aktuellem Stand plant Celestyal Cruises die Wiederaufnahme des regulären Betriebs im Mai 2026. Die Celestyal Discovery soll demnach am 1. Mai 2026 zu einer dreinächtigen Fahrt zu den Griechischen Inseln aufbrechen. Die Celestyal Journey ist ab dem 2. Mai 2026 für eine siebennächtige Route nach Griechenland, Italien und Kroatien vorgesehen.
Ob diese Abfahrten wie geplant stattfinden können, machte die Reederei von der weiteren Entwicklung der Sicherheitslage abhängig. Die genannten Termine gelten als nächste angestrebte Abfahrten, nicht als gesicherte Zusage.
Umbuchung für betroffene Passagiere
Passagiere mit Buchungen vor dem 1. beziehungsweise 2. Mai 2026 werden laut Mitteilung von den Teams der Reederei und den jeweiligen Reisepartnern kontaktiert. Celestyal Cruises kündigte an, Umbuchungsoptionen bereitzustellen und bei der Anpassung der Reisepläne zu unterstützen. Details zu konkreten Erstattungsregelungen oder Fristen wurden in der offiziellen Mitteilung nicht genannt.
Die Reederei entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und dankte Passagieren sowie Buchungspartnern für ihr Verständnis.
Branchenweite Reaktion auf Nahost-Lage
Die Entscheidung von Celestyal Cruises reiht sich in eine Welle von Streichungen und Planänderungen im Kreuzfahrtsegment ein. Besonders Anbieter, die auf Routen im östlichen Mittelmeer, dem Roten Meer und dem Persischen Golf spezialisiert sind, sehen sich seit Monaten mit erheblichen Einschränkungen konfrontiert. Die anhaltende Unruhe in der Region macht kurz- und mittelfristige Fahrplanplanungen für viele Reedereien schwierig.
Celestyal Cruises ist eine zypriotische Reederei mit Fokus auf das östliche Mittelmeer und Griechenland-Routen. Das Unternehmen zählt zu den kleineren, spezialisierten Anbietern im europäischen Kreuzfahrtmarkt und ist damit von regionalen Sicherheitslagen vergleichsweise stärker betroffen als Großreedereien mit flexibleren Flottenkapazitäten.

















