Der Kreuzfahrthafen Bremerhaven, betrieben von Global Ports Holding (GPH), hat die Kreuzfahrtsaison 2025 offiziell beendet und blickt auf ein Jahr solider operativer Leistungen zurück. Mit einer Bilanz, die sowohl die Stabilität des Standorts als auch das Potenzial für das kommende Jahr unterstreicht, festigt die Seestadt ihre Rolle als einer der wichtigsten Turnaround-Häfen in Nordeuropa.
Starke Zahlen: 100 Anläufe und fast 300.000 Passagiere
Im Laufe des Jahres 2025 verzeichnete der Hafen insgesamt 100 Kreuzfahrtanläufe. Dabei wurden rund 292.000 Passagiere abgefertigt. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Bremerhaven trotz des intensiven Wettbewerbs unter den deutschen Seehäfen eine konstante Größe bleibt. Besonders die Spezialisierung auf den Passagierwechsel (Turnaround) erwies sich erneut als strategischer Vorteil.
Laut Schoen lag das Hauptaugenmerk des Managements auf der operativen Effizienz und einer engen Abstimmung mit den Reedereipartnern. Diese koordinierte Herangehensweise sei entscheidend gewesen, um auch an Spitzenlasttagen einen reibungslosen Ablauf zu garantieren.
Die Flotte der Saison: 11 Schiffe und 7 Veranstalter
Ein Blick auf die detaillierte Anlaufliste zeigt die hohe Diversität der Partner, die der Seestadt ihr Vertrauen schenkten. Die Saison wurde maßgeblich von einer Flotte aus 11 Schiffen geprägt, die im Auftrag von 7 namhaften Veranstaltern die Columbuskaje ansteuerten.
Zu den treuesten Gästen zählte die Flotte von TUI Cruises, allen voran die Mein Schiff 3, die als regelmäßiger „Stammgast“ fast jeden Monat das Bild am Terminal prägte. Auch die Flotte von Phoenix Reisen mit den Schiffen Amera, Deutschland, Amadea und Artania unterstrich die Bedeutung Bremerhavens als unverzichtbarer Basishafen für den deutschsprachigen Markt.
Besondere maritime Highlights der Saison waren unter anderem:
- Die Queen Mary 2 (Cunard Line), die im November Bremerhaven kurzfristig besuchte.
- Die Renaissance (Ambassador Cruise Line), die den Auftakt im Januar markierte.
- Die Hanseatic nature (Hapag-Lloyd Cruises) und die Spirit of Discovery (Saga Cruise Line), die das Portfolio im Bereich der Expeditions- und Premiumreisen ergänzten.
- Ein „Sommergastauftritt“ der AIDAsol im August zur Sail 2025.
🔗 Unser Tipp: Jetzt deine Kreuzfahrt auf hoher See entdecken!
Du hast Lust bekommen, selbst die Weltmeere zu erobern? Dann findest du bei e-hoi eine riesige Auswahl an Kreuzfahrten – von entspannten Mittelmeer-Touren bis hin zu abenteuerlichen Reisen durch die Fjorde Norwegens oder über den Atlantik in die Karibik.
Ob an Bord der AIDAcosma, der MSC Euribia oder der Mein Schiff 7 – hier ist für jeden Seebär das passende Traumschiff dabei! Freu dich auf spektakuläre Ausblicke, spannende Ausflüge und Meeresbrisen, die nach Freiheit schmecken.
Infrastruktur als Rückgrat des Erfolgs
Ein wesentlicher Faktor für die positive Bilanz ist die spezialisierte Infrastruktur der Columbuskaje. Der Hafen verfügt über eine lange Pier, die es ermöglicht, bis zu drei große Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig abzufertigen. Diese Kapazität ist für einen modernen Kreuzfahrtstandort essenziell, um den Anforderungen der immer größer werdenden Flotten gerecht zu werden.
Die technischen und baulichen Gegebenheiten vor Ort sind gezielt auf Hochvolumen-Tage ausgelegt:
- Verstellbare Fluggastbrücken: Diese ermöglichen einen flexiblen Zugang zu Schiffen unterschiedlicher Baugrößen und Deckkonfigurationen.
- Sechs dedizierte Einschiffungspunkte: Zur Vermeidung von Engpässen werden Passagierströme bereits beim Betreten des Terminals entzerrt.
- Strukturierte Abfertigungsbereiche: Klare Leitsysteme sorgen dafür, dass Sicherheitsschleusen und Check-in-Counter effizient genutzt werden.
Besonders hervorgehoben wurde in der Pressemitteilung die Logistik im Erdgeschoss. Die räumliche Nähe der Check-in-Einrichtungen zum dedizierten Gepäckabgabebereich sorgt für einen flüssigen Passagierfluss. Dies minimiert Wartezeiten und erhöht die Kundenzufriedenheit – ein kritischer Faktor für Reedereien bei der Wahl ihrer Basishäfen.
Synergien und touristisches Umland
Bremerhaven positioniert sich jedoch nicht nur als reine Logistikdrehscheibe, sondern auch als attraktives Tor für touristische Erlebnisse. Die Strategie des Hafens sieht vor, den Passagieren bereits vor der Einschiffung oder direkt nach der Ausschiffung ein breites Spektrum an Landausflügen und Aktivitäten anzubieten.
Neben den lokalen Attraktionen in Bremerhaven selbst – wie dem Deutschen Auswandererhaus, dem Klimahaus 8° Ost oder dem Deutschen Schifffahrtsmuseum – profitiert der Standort von seiner Lage in der Metropolregion Nordwest. Die kurzen Wege in die Hansestadt Bremen sowie Ausflüge in das niedersächsische Umland bereichern das Portfolio der Reedereien. Diese Vielfalt trägt dazu bei, dass Bremerhaven für internationale Gäste und deutsche Kurzurlauber gleichermaßen attraktiv bleibt.
Ausblick auf die Saison 2026
Mit dem Abschluss der Saison 2025 richtet sich der Blick bereits auf das Frühjahr 2026. Die Hafenleitung zeigt sich optimistisch, das Niveau nicht nur zu halten, sondern weiter auszubauen. Erwartet wird ein Mix aus langjährigen Partnern und neuen Routenführungen.
Die kontinuierliche Investition in die Servicequalität scheint sich auszuzahlen. Die Rückmeldungen der Reedereien deuten darauf hin, dass Bremerhaven auch im kommenden Jahr als verlässlicher Ankerpunkt in der Routenplanung für Nord- und Ostseekreuzfahrten fest verankert ist.














