Die Regierung der Bahamas hat am gestrigen Freitag den Startschuss für ein wegweisendes Infrastrukturprojekt auf der östlichsten Insel des Archipels, Mayaguana, gegeben. Im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft mit der Global Lead Consultant Group Limited soll die Insel, die bisher als „Geheimtipp“ für Individualtouristen galt, zu einem maritimen und logistischen Knotenpunkt zwischen Amerika und Europa ausgebaut werden.
Ein Drei-Phasen-Plan für die Zukunft
Das Projekt, das unter der operativen Führung der neu gegründeten Mayaguana Port Group, Ltd. (MPGL) steht, ist in drei strategische Phasen unterteilt, um die Insel strukturell nicht zu überfordern:
- Phase 1: Bau einer temporären Seeverladeanlage (Marine Offloading Facility) und eines Tiefwasserhafens, um die grundlegende maritime Erreichbarkeit für Baumaterialien und erste Güter zu sichern.
- Phase 2: Errichtung eines modernen Kreuzfahrtterminals. Dieser soll gezielt so konzipiert werden, dass er sowohl kleinere Luxusschiffe als auch mittelgroße Kreuzfahrer aufnehmen kann.
- Phase 3: Erweiterung zu einem vollwertigen Tiefwasser-Umschlaghafen mit Containerterminal und Logistikanlagen, um die strategische Lage an den Schifffahrtsrouten zum Panamakanal zu nutzen.
Die Investitionen für die erste Phase werden auf etwa 24 bis 32 Millionen US-Dollar geschätzt. In einer späteren Phase ist zudem der Bau eines High-End-Luxusresorts für bis zu 75 Millionen US-Dollar geplant.
Warum Mayaguana? Die geografische Trumpfkarte
Mayaguana ist die einzige Bahamas-Insel, die noch ihren ursprünglichen arawakischen Namen trägt. Geografisch liegt sie ideal als „Schnittstelle“:
- Routen-Optimierung: Für Schiffe, die von Nordamerika in Richtung Karibik, Panama oder Südamerika fahren, liegt Mayaguana direkt an der Strecke.
- Ergänzung: Der Hafen schließt die Lücke zwischen den Privatinseln der Reedereien im Norden (wie Perfect Day at CocoCay oder Great Stirrup Cay) und den Zielen im Südosten wie Turks- und Caicos oder der Dominikanischen Republik.
Bisher leben auf der 280 km² großen Insel nur rund 250 bis 300 Menschen. Das Projekt verspricht die Schaffung von über 2.000 Arbeitsplätzen, was die wirtschaftliche Dynamik im strukturschwachen Südosten der Bahamas massiv verändern dürfte.
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Naturschutz und Detailplanung im Fokus
Da Mayaguana für seine unberührten Riffe und „fußabdruckfreien“ Strände bekannt ist, betont die Regierung, dass in den kommenden Monaten eine detaillierte Planungsphase folgt. Diese beinhaltet:
- Umfassende Umweltverträglichkeitsprüfungen.
- Wirtschaftliche Bewertungen und die Einbindung der lokalen Gemeinschaft.
- Den Ausbau der Infrastruktur (Strom, Wasser, Wohnraum), um den erwarteten Zuwachs an Arbeitskräften und Touristen zu bewältigen.
Einen exakten Termin für den ersten Kreuzfahrtanlauf gibt es noch nicht. Branchenexperten gehen davon aus, dass nach Abschluss der ersten beiden Phasen (voraussichtlich ab 2027/2028) die ersten Schiffe die Insel in ihre Fahrpläne aufnehmen könnten.














