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AIDAstella streicht Zypern-Anlauf – Kos und Marmaris neu

AIDA streicht Limassol aus der April-Route der AIDAstella und ersetzt die beiden Zypern-Anläufe durch Kos und Marmaris. Als Grund nennt die Reederei operative Gründe, doch der Kontext ist klar: Seit dem Drohnenangriff auf die britische Militärbasis Akrotiri Anfang März hat das Auswärtige Amt seine Sicherheitshinweise für Zypern verschärft.

Symbolbild AIDAstella vor Zypern

Kurz vor Abfahrt ändert sich der Plan: AIDA Cruises hat die April-Route der AIDAstella angepasst. Statt wie vorgesehen zwei Mal in Limassol festzumachen, steuert das Schiff nun Kos und Marmaris an. Betroffen ist die zehntägige Östliches-Mittelmeer-Kreuzfahrt vom 12. bis 22. April 2026 ab Antalya.

Operative Gründe – und ein unerwähnter Kontext

Als Begründung nennt AIDA Cruises lediglich operative Gründe. Was die Reederei nicht explizit erwähnt: Die Sicherheitslage rund um Zypern hat sich seit Anfang März verändert. Am 2. März 2026 wurde die britische Militärbasis Akrotiri, westlich von Limassol gelegen, von einer Drohne getroffen. Das Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise für Zypern seither aktualisiert und verweist auf die Kriegshandlungen im Nahen Osten. Weitere Vorfälle seien nicht auszuschließen. Eine Reisewarnung gibt es zwar nicht, aber offenbar genug Anlass, den Anlauf zu überdenken.

Kos und Marmaris als Ersatz

Die neuen Häfen liegen beide in gewohntem Fahrwasser für die AIDAstella. Kos in der südlichen Ägäis ist eine der bekanntesten griechischen Inseln mit langen Sandstränden, dem Asklepieion als antikem Weltkulturerbe und dem historischen Stadtkern rund um das Kastell. Marmaris an der türkischen Riviera kombiniert eine belebte Marina, eine restaurierte Altstadt mit osmanischem Kastell und die Naturkulisse des Dalyan-Deltas in unmittelbarer Nähe. Das neue Ausflugsprogramm für beide Häfen soll in Kürze im myAIDA Urlaubsportal erscheinen. Bereits gebuchte Landausflüge auf Zypern werden automatisch storniert und erstattet.

Die Routen im Vergleich

Ursprünglich (12. – 22. April 2026): Antalya – Rhodos – Heraklion – Seetag – Alexandria – Port Said/Kairo – Seetag – Limassol – Limassol – Alanya – Antalya

Neu (12. – 22. April 2026): Antalya – Rhodos – Heraklion – Seetag – Alexandria – Port Said/Kairo – Seetag – Kos – Marmaris – Alanya – Antalya

Die Ägypten-Stopps in Alexandria und Port Said bleiben damit unverändert im Programm – trotz der angespannten Regionallage ein Signal, dass AIDA die Route grundsätzlich für vertretbar hält.

Das Schiff: AIDAstella

Die AIDAstella ist das jüngste Schiff der Selection Generation von AIDA Cruises – und gleichzeitig das letzte der sieben Einheiten umfassenden Sphinx-Klasse. 2013 auf der Meyer Werft in Papenburg gebaut und in Warnemünde getauft, fasst das Schiff rund 2.200 Passagiere auf 14 Decks. Wie alle Schiffe der Generation setzt die AIDAstella auf das offene AIDA-Bordkonzept mit Buffetrestaurant, Theatrium, Spa und dem charakteristischen Kussmund-Design am Bug. Für Fans der Reederei hat die AIDAstella einen besonderen Status: Sie ist das letzte Schiff, das vor dem Generationswechsel zu den deutlich größeren AIDA-Neubauten entstand – und gilt vielen Stammgästen deshalb als besonders persönlich und überschaubar. Im Rahmen der AIDA Evolution steht ihre Modernisierung für Anfang 2028 auf dem Plan – als letztes Schiff der Baureihe.

Östliches Mittelmeer als Frühjahrsschwerpunkt

Die AIDAstella ist in diesem Frühjahr bewusst im östlichen Mittelmeer positioniert. Dort fährt sie Routen, die Griechenland, die Türkei und Ägypten verbinden. Ab Mitte Mai wechselt das Schiff nach Palma de Mallorca und nimmt dort sein gewohntes Westmittelmeer-Programm auf.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
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