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AIDA sagt Orientreisen für Winter 2027/28 ab

AIDA Cruises bietet auch in der Wintersaison 2027/28 keine Orientreisen an. Als Grund nennt die Reederei die nicht verlässlich einschätzbare Lage im Nahen Osten. Die AIDAperla fährt stattdessen ab Kiel und Warnemünde nach Nordeuropa und zu den Kanaren.

Kreuzfahrtschiff AIDAperla mit einem großen Verbotsschild

AIDA Cruises verzichtet auch in der Wintersaison 2027/28 auf Kreuzfahrten in den Orient. Die dafür ursprünglich vorgesehene AIDAperla wird stattdessen von den Basishäfen Kiel und Warnemünde aus fahren. Das Unternehmen hat die Entscheidung nach eigenen Angaben bewusst früh getroffen, um allen Beteiligten genügend Zeit zum Umplanen zu geben.

Warum AIDA die Orientreisen absagt

Die Lage im Nahen Osten sei weiterhin nicht verlässlich einschätzbar, teilt AIDA Cruises in einer Pressemitteilung mit. Vor diesem Hintergrund verzichtet die Reederei auf die Orientreisen der Wintersaison 2027/28. Eine eigene Bewertung der Sicherheitslage in der Region nimmt das Unternehmen dabei nicht vor.

Mit der frühzeitigen Entscheidung will AIDA nach eigenen Angaben Planungssicherheit für Passagiere und Vertriebspartner schaffen. So sollen Gäste und Reisebüros rechtzeitig umplanen können, statt erst kurz vor der Saison über eine Absage informiert zu werden. Für ein Zielgebiet, das oft lange im Voraus gebucht wird, ist dieser Vorlauf ein wichtiger Punkt.

Das gilt für betroffene Gäste

Betroffene Passagiere werden nach Angaben der Reederei entsprechend informiert. Für eine Neubuchung bis zum 31. Dezember 2026 erhalten sie laut AIDA Cruises einen Gutschein in Höhe von zehn Prozent des bisherigen Kabinenpreises. AIDA Cruises bezeichnet die Regelung als Kulanzleistung für Gäste, deren gebuchte Orientreise entfällt, und lässt sich nach Angaben der Reederei für eine neue Reise im AIDA Programm einsetzen.

Als Alternativen verweist AIDA unter anderem auf Kreuzfahrten in die Karibik, zu den Kanaren und nach Nordeuropa. Ab Hamburg sind demnach Reisen nach Norwegen, in die Beneluxländer sowie entlang der Atlantikküste zu den Kanaren möglich. Damit bleibt für die meisten Reisezeiträume ein Ersatzangebot im Programm.

Neue Einsätze der AIDAperla

Statt in den Orient fährt die AIDAperla in der Wintersaison 2027/28 von den Basishäfen Kiel und Warnemünde. Ab Kiel bietet die Reederei nach eigenen Angaben Reisen nach Nordeuropa und in die Beneluxländer sowie eine Reise mit dem Titel „Große Winterpause Kanaren“ an. Ab Warnemünde sind zusätzlich einige Kurzreisen nach Skandinavien geplant.

Die neuen Reisen der AIDAperla sollen ab Ende Juli buchbar sein. Zu diesem Zeitpunkt will die Reederei auch die detaillierten Routen veröffentlichen. Bis dahin bleiben die genauen Termine und Häfen offen, sodass sich am angekündigten Programm noch etwas ändern kann. Kiel und Warnemünde sind für AIDA feste Abfahrtshäfen in Deutschland, von denen aus das Unternehmen bereits in früheren Wintersaisons Ersatzrouten angeboten hat.

Hintergrund: AIDA und die Golfregion

Es ist nicht die erste Absage dieser Art. Bereits im Frühjahr 2026 hatte AIDA angesichts der angespannten Lage in der Region die Orientreisen für die Saison 2026/27 abgesagt und durch Europareisen ab Kiel mit der AIDAprima ersetzt. Auch in der Saison 2025/26 war AIDA vorsichtiger als andere Anbieter wie TUI Cruises, MSC Cruises, Celestyal Cruises und Aroya und hatte bereits im Juli 2025 auf Kreuzfahrten im Persischen Golf verzichtet.

Die Reedereien, die die Golfregion 2025/26 noch im Programm hatten, manövrierten ihre Schiffe nach längerer Wartezeit am 17. und 18. April 2026 durch die Straße von Hormus aus dem Persischen Golf. Ob es dabei zu einem Zwischenfall an einem Schiff von TUI Cruises kam, ist nach den vorliegenden Angaben nicht abschließend geklärt. TUI Cruises bestreitet einen Beschuss, verletzt wurde den Berichten zufolge niemand.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
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