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A-ROSA erhebt Energiekostenzuschlag wegen Iran-Krieg

Der Irankrieg macht auch vor der Flusskreuzfahrt nicht halt: A-ROSA erhebt ab sofort einen Energiekostenzuschlag auf alle Neubuchungen der Saisons 2026 und 2027. Es ist nicht das erste Mal, denn bereits nach dem Ukrainekrieg griff die Reederei zu diesem Mittel, und die Logik ist dieselbe: steigende Energiepreise, direkt weitergegeben an Neukunden.

Treibstoffzuschlag bei A-ROSA Symbolbild mit Flusskreuzfahrtschiff von A-ROSA in Koblenz

Die steigenden Energiepreise infolge des Irankriegs machen sich nun auch bei Flusskreuzfahrten bemerkbar. A-ROSA Flussschiff erhebt ab sofort für alle Neubuchungen der Saisons 2026 und 2027 einen Energiekostenzuschlag. Dieser wird auf Basis der AGB (§5) zum bisherigen Reisepreis hinzugerechnet. Über das Vorgehen bei bereits bestehenden Buchungen hat die Reederei bislang keine Informationen veröffentlicht.

Warum steigen die Energiepreise?

Der Hintergrund ist bekannt: Am 28. Februar 2026 griffen die USA und Israel den Iran mit Luftschlägen an. Teheran antwortete mit Raketenangriffen auf die Region und blockiert seitdem faktisch die Straße von Hormuz. Es ist das Nadelöhr zwischen dem Persischen Golf und dem offenen Ozean. Mit der faktischen Blockade sind die globalen Energiepreise deutlich gestiegen und das betrifft nicht nur die Hochseekreuzfahrt, sondern die gesamte Branche, einschließlich der Flussschifffahrt.

Für A-ROSA bedeutet das konkret: Die Betriebskosten für den Antrieb der Flussschiffe, die auf Diesel und Gas basieren, sind seit Kriegsausbruch merklich gestiegen. Die Reederei gibt diese Mehrkosten bei Neubuchungen nun direkt an die Kunden weiter.

Kein Einzelfall – A-ROSA hatte Zuschlag schon einmal

Es ist nicht das erste Mal, dass A-ROSA zu diesem Mittel greift. Bereits von 2022 bis 2024 mussten Gäste Treibstoffzuschläge zahlen, damals als Folge des Ukrainekriegs und der damit verbundenen Energiepreiskrise. Als sich die Diesel-Einkaufspreise wieder normalisierten und auf das Niveau zurückkehrten, mit dem die Reederei bei Veröffentlichung der Reisen kalkuliert hatte, konnte der Zuschlag in den letzten eineinhalb Jahren zeitweise entfallen. Nun kehrt er zurück. Diesmal jedoch ausgelöst durch einen anderen Krieg, aber mit denselben wirtschaftlichen Auswirkungen.

A-ROSA ist damit nicht allein. Auch andere Reedereien reagieren auf den Preisanstieg: Die asiatischen Anbieter Star Cruises und Dream Cruises haben bereits Treibstoffzuschläge für ihre Kreuzfahrten eingeführt. Im Hochseebereich haben Reedereien wie TUI Cruises und Celestyal vor allem durch Routenstreichungen und Absagen reagiert, weil ihre Schiffe direkt im betroffenen Gebiet festsitzen.

Saisonstart läuft planmäßig

Unabhängig vom Zuschlag läuft der Saisonstart 2026 bei A-ROSA planmäßig an. Die Flussschiffe kehren aus ihren Winterquartieren zurück und nehmen bis Ende des Jahres den Betrieb auf den klassischen europäischen Flusskreuzfahrtrouten auf: Rhein, Main, Donau, Mosel, Rhône, Saône, Seine und Douro stehen auf dem Programm.

Wie hoch der Energiekostenzuschlag konkret ausfällt, hat A-ROSA nicht öffentlich kommuniziert. Die genaue Höhe dürfte je nach Route, Saison und Schiff variieren. Interessenten sollten die aktuellen Konditionen direkt bei der Reederei oder im Reisebüro erfragen.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes
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