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Tendern auf Kreuzfahrten: Alles, was du wissen musst

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Tenderboot verlaesst den Hafen von Lerwick

Nicht jeder Hafen ist groß genug, um ein Kreuzfahrtschiff direkt anlegen zu lassen. Manchmal ankert das Schiff vor der Küste, und die Gäste werden mit kleineren Booten – den sogenannten Tenderbooten – an Land gebracht. Dieses Verfahren nennt man Tendern. Was zunächst nach Abenteuer klingt, bringt in der Praxis oft Fragen und Unsicherheiten mit sich: Wie läuft das ab? Gibt es Wartezeiten? Und was passiert, wenn ich meinen Ausflug verpasse? Hier erfährst du alles, was du wissen solltest, damit dein Tender-Tag reibungslos und entspannt verläuft.

Was bedeutet Tendern überhaupt?

Beim Tendern dient das Kreuzfahrtschiff selbst als schwimmende „Basis“. Die großen Schiffe können nicht direkt in kleinere Häfen einfahren, da die Wassertiefe oder die Hafenanlagen nicht ausreichen. Stattdessen werden Tenderboote eingesetzt, die Gäste in mehreren Fahrten zwischen Schiff und Hafen hin- und hertransportieren.
Die Tenderboote sind entweder Rettungsboote des Schiffs, die für diesen Zweck umgerüstet werden, oder zusätzliche Hafenboote, die von der Reederei gechartert werden.


Wie läuft Tendern ab?

Der Ablauf ist je nach Reederei etwas unterschiedlich, folgt aber im Wesentlichen einem klaren Schema:

  1. Am Morgen wird bekanntgegeben, ab wann die Tenderboote starten.
  2. Gäste, die über die Reederei gebuchte Ausflüge haben, werden meist bevorzugt aufgerufen.
  3. Alle anderen Gäste benötigen oft ein Tender-Ticket, das an einem Treffpunkt an Bord ausgegeben wird. Damit wird geregelt, wer in welcher Reihenfolge an Land darf.
  4. Sobald deine Nummer aufgerufen wird, gehst du zur Tenderplattform, steigst ins Boot und fährst in wenigen Minuten an Land.
  5. Für die Rückfahrt gilt das gleiche Prinzip – manchmal sogar ohne Ticket, einfach nach „wer zuerst kommt, fährt zuerst“.

Ein Tender-Vorgang dauert in der Regel 5–15 Minuten pro Boot. Je nach Hafen und Auslastung kann es aber auch deutlich länger dauern, bis man tatsächlich an Land ist.

Tenderboote stehen am Kreuzfahrtschiff

Worauf solltest du achten?

Ein Tender-Tag klingt romantisch, hat aber seine Tücken. Hier ein paar wichtige Punkte:

  • Wartezeiten einplanen: Besonders am Morgen kann es zu langen Schlangen kommen. Plane immer genug Zeit ein, wenn du auf eigene Faust unterwegs bist.
  • Mobilität: Das Ein- und Aussteigen in Tenderboote kann für Menschen mit eingeschränkter Mobilität schwierig sein. Rollstühle oder Kinderwagen sind meist nicht erlaubt.
  • Sicherheit: Tenderplattformen liegen oft nur knapp über dem Wasser, die Boote schwanken. Crewmitglieder helfen beim Einstieg, dennoch ist gutes Schuhwerk wichtig.
  • Wetterbedingungen: Bei starkem Wind oder Wellengang kann es sein, dass Tendern gar nicht möglich ist. In diesem Fall fällt der Hafenbesuch ersatzlos aus.

Tendern & Ausflüge – was ist wichtig?

Wenn du deinen Landausflug über die Reederei gebucht hast, hat man in der Regel Vorrang beim Tender
Anders sieht es bei privaten Ausflügen aus. Hier trägst du selbst das Risiko, rechtzeitig an Land zu kommen. Es kann passieren, dass du durch lange Wartezeiten den Treffpunkt verpasst. Deshalb solltest du bei privaten Anbietern immer einen gewissen Zeitpuffer einplanen.


Tipps für einen entspannten Tender-Tag

Auch wenn Tendern manchmal stressig wirkt, mit der richtigen Vorbereitung läuft alles deutlich entspannter:

  • Frühzeitig informieren: Schon am Vorabend ins Bordprogramm schauen, wie Tendern organisiert ist.
  • Handgepäck clever packen: Sonnencreme, Wasser und wichtige Medikamente mitnehmen – Rückfahrten können sich verzögern.
  • Spontan bleiben: Wenn du nicht unbedingt gleich morgens raus musst, warte lieber eine Stunde. Dann sind die Schlangen kürzer und die Fahrt entspannter.
  • Crew fragen: Bei Unsicherheit hilft die Besatzung immer weiter – von der Organisation bis zum Einsteigen.

Tendern kann Abenteuer sein

Auch wenn Tendern manchmal nervt, ist es gleichzeitig ein Highlight. Mit dem kleinen Boot vom Schiff aufs offene Meer und dann an Land zu fahren, hat etwas Besonderes. Du siehst dein Schiff vom Wasser aus – ein besonderer Anblick, den du sonst nur vom Ausflugsschiff hast. Mit etwas Gelassenheit und Vorbereitung wird Tendern also nicht zum Stressfaktor, sondern zum besonderen Erlebnis deiner Kreuzfahrt.

Häufige Fragen (FAQ) – Die häufigsten Fragen Tendern

Tenderboote sind kleinere Boote, die Kreuzfahrtgäste zwischen dem ankernden Schiff und dem Hafen transportieren. Es handelt sich entweder um umgerüstete Rettungsboote des Schiffes oder um zusätzlich gecharterte Hafenboote. Sie fassen in der Regel zwischen 50 und 150 Personen und pendeln während des Hafenaufenthalts kontinuierlich hin und her.

Entweder ist die Wassertiefe zu gering für das Kreuzfahrtschiff, oder die Hafenanlagen sind nicht für große Schiffe ausgelegt. Das ist besonders in historischen Häfen, auf kleinen Inseln oder in naturgeschützten Buchten der Fall, wo ein direktes Anlegen nicht möglich oder nicht erlaubt ist.

Die eigentliche Fahrt zwischen Schiff und Hafen dauert in der Regel 5 bis 15 Minuten. Die Gesamtwartezeit bis zur Abfahrt kann je nach Auslastung und Uhrzeit deutlich länger sein, besonders am Morgen, wenn viele Gäste gleichzeitig an Land möchten.

Ja, in der Regel werden Gäste mit über die Reederei gebuchten Ausflügen bevorzugt aufgerufen. Wer auf eigene Faust unterwegs ist, sollte mehr Zeit einplanen und einen größeren Puffer vor privat gebuchten Ausflügen berücksichtigen.

Ja. Bei starkem Wind oder hohem Wellengang kann die Reederei entscheiden, das Tendern einzustellen. In diesem Fall fällt der Hafenbesuch ersatzlos aus. Eine Entschädigung gibt es in der Regel nicht, da solche Entscheidungen aus Sicherheitsgründen getroffen werden.

Das hängt vom Grad der Einschränkung ab. Das Ein- und Aussteigen in Tenderboote erfordert Trittsicherheit, da die Boote schwanken und der Abstand zwischen Boot und Plattform variiert. Rollstühle und Kinderwagen sind meist nicht zugelassen. Wer unsicher ist, sollte vorab die Reederei kontaktieren.

Das Schiff fährt zum geplanten Zeitpunkt ab, meist auch unabhängig davon, ob alle Gäste an Bord sind. Wer das letzte Boot verpasst, muss ggf. auf eigene Kosten zum nächsten Hafen nachreisen. Deshalb ist es wichtig, die Abfahrtszeit des letzten Tenderbotes immer im Blick zu behalten und einen großzügigen Zeitpuffer einzuplanen.


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