Ahoi, Entdecker! Welchen Hafen suchst du heute? Gib hier deinen Suchbegriff ein – wir setzen sofort die Segel!

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Praktische Reisetipps für deine Städtereise nach Madeira mit dem Kreuzfahrtschiff

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Collagen-Motiv von den Highlights aus Madeira

Madeira ist die Insel des ewigen Frühlings und der dramatischen Kontraste. Schon beim Einlaufen in den Hafen von Funchal wird klar: Hier regiert die Vertikale. Während die Hauptstadt mit ihren kopfsteingepflasterten Gassen, üppigen Parks und der berühmten Markthalle punktet, sind es die nebelverhangenen Lorbeerwälder, schroffen Steilküsten und die spektakulären Levada-Wanderwege, die einen Landgang hier besonders machen.

Auf einen Blick

In Funchal ist die Wahl des Liegeplatzes entscheidend für deinen ersten Weg in die Stadt. Auf der Webseite des Hafens kannst du vorab abfragen, wo dein Schiff festmachen wird. Viele Schiff liegen am „Funchal Terminal Sul“ (South Pier). Das bedeutet, dein Schiff liegt an der imposanten Mole „Cais da Pontinha“, an der bis zu drei mittelgroße Schiffe hintereinander Platz finden. Hier erwartet dich seit 2010 auch das moderne Funchal Cruise Terminal, das neben einer Touristeninformation auch einige Geschäfte bietet.

Alternativ gibt es das „Funchal Terminal Norte“ (North Pier), das sich direkt beim CR7-Museum befindet. Dies ist ein besonders charmanter Liegeplatz, da er oft von Schiffen wie der AIDA Sphinx-Klasse genutzt wird und den Weg ins Zentrum um gut einen Kilometer verkürzt. Ganz selten und meist nur für kleine Schiffe reserviert ist der exklusive Liegeplatz an der Avenida do Mar, direkt am neu gestalteten Praça do Povo. Zentraler kann man auf Madeira nicht ankommen. Sollte der Hafen extrem ausgelastet sein, wie zum Beispiel beim Silvester-Feuerwerk, kann es auch vorkommen, dass Schiffe in der Bucht ankern und ihre Gäste mit Tenderbooten an Land bringen.

Vom Schiff in die Stadt

Funchal ist zwar eine Stadt der Berge, doch der Weg vom Hafen ins Herz der Hauptstadt ist glücklicherweise angenehm flach und gut zu bewältigen. Wenn du am South Pier (Pontinha) anlegst, führt dich ein etwa 15- bis 20-minütiger Spaziergang (ca. 1,5 km) entlang der Uferpromenade direkt zum Jachthafen und weiter in die Altstadt. Liegt dein Schiff am North Pier, stehst du praktisch schon mit einem Bein im Geschehen und erreichst die ersten Sehenswürdigkeiten wie das CR7-Museum in wenigen Minuten.

Für alle, die nicht gut zu Fuß sind oder direkt in die höher gelegenen Regionen wie Monte möchten, stehen am Hafenausgang zahlreiche Taxis bereit. Die Fahrer sind gut organisiert und bieten oft Pauschalpreise für Inseltouren an. Viele Reedereien stellen zudem Shuttlebusse bereit, die dich bequem zum zentralen Platz an der Avenida do Mar bringen. Wenn du die Insel auf eigene Faust mit dem Mietwagen erkunden willst, findest du Stationen bekannter Anbieter oft in Laufnähe zum Hafen. Beachte jedoch, dass Madeira für seine extrem steilen Straßen und engen Kurven bekannt ist. Ein gewisses fahrerisches Geschick ist hier definitiv von Vorteil.


Funchal: Highlights in Gehweite

Wer Madeira besucht, merkt schnell: Funchal ist eine Stadt für Genießer. Das Zentrum ist kompakt, elegant und überrascht hinter jeder Ecke mit üppigem Grün oder kunstvoller Architektur. Wir starten unseren Landgang dort, wo das maritime Herz der Insel schlägt.

Avenida do Mar: Flanieren am Ozean

Die Promenade Avenida do Mar in Funchal

Direkt vom Hafen führt die breite Avenida do Mar am Wasser entlang. Sie ist gesäumt von Palmen, Cafés und historischen Gebäuden. Hier kannst du das maritime Treiben beobachten und die warme Brise genießen, während du Richtung Altstadt läufst. Das Beste daran: Du hast dein Kreuzfahrtschiff fast die ganze Zeit im Blick, was für tolle Fotomotive sorgt.

Entlang der Promenade findest du auch die Talstation der berühmten Seilbahn. Sie ist das Tor zu den höher gelegenen Schätzen der Stadt und bietet dir schon während der Fahrt einen spektakulären Panoramablick über das Häusermeer bis hinunter zum Hafen.

Die offizielle Tourismusseite von Madeira Link

Blick auf die Kreuzfahrtschiffe von der Avenida do Mar in Funchal

Monte: Tropische Gärten und rasante Schlitten

Die Fahrt mit der Seilbahn auf den Berg Monte
Die Fahrt mit der Seilbahn auf den Berg Monte

Mit der Seilbahn geht es hoch in den Stadtteil Monte. Direkt an der Bergstation wartet der Tropische Garten (Monte Palace). Es handelt sich um eine riesige, beeindruckende Parkanlage mit exotischen Pflanzen aus aller Welt, Flamingos und kunstvollen Skulpturen. Der Eintritt ist zwar nicht ganz günstig, aber die Aussichten und die Ruhe in dieser grünen Oase sind jeden Cent wert.

Gleich nebenan thront die Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte. Sie ist nicht nur ein bedeutender Pilgerort, sondern beherbergt auch das Grab von Karl I., dem letzten Kaiser von Österreich, der hier im Exil verstarb.

Tipp: Wenn du den Berg wieder hinunter willst, wartet das „Must-Do“: Die Korbschlittenfahrt. Zwei in Weiß gekleidete „Carreiros“ steuern dich in rasantem Tempo auf Holzkufen die asphaltierten Straßen hinunter. Das ist ein weltweit einzigartiges Erlebnis, das früher ein ganz normales Transportmittel war!

Online-Tickets & weitere Informationen zur Seilbahnfahrt zum Stadtteil Monte Link

Weitere Informationen zum Tropischen Garten Link & zur Korbschlittenfahrt Link

Die Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte auf dem Berg Monte
Die Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte auf dem Berg Monte

São Tiago Festung: Schutz gegen Piraten

Blick auf die Festung São Tiago in Funchal

Wieder unten angekommen, gehst du nur wenige Meter weiter entlang der Promenade und stehst du direkt vor der leuchtend gelben Fassade der Festung São Tiago. Sie wurde im 16. Jahrhundert errichtet, um die Stadt vor den zunehmenden Angriffen von Piraten zu schützen. Heute ist sie eines der meistfotografierten Gebäude Funchals und beherbergt unter anderem ein Restaurant mit spektakulärem Meerblick.
Ein Besuch lohnt sich besonders für die Aussicht: Du kannst über die Mauern und Türme der Festung laufen und den Blick über den weiten Atlantik genießen.

Weitere Infos zur Festung Link

Blick auf Nyhavn in Kopenhagen

Altstadt-Charme: Rua Santa Maria & Mercado dos Lavradores

Der Markt Mercado dos Lavradores in Funchal
Der Markt Mercado dos Lavradores in Funchal

Direkt hinter der Festung beginnt die Altstadt von Funchal. Hier führt dich dein Weg in die Zona Velha, die Altstadt. Herzstück ist die Rua Santa Maria. Diese Gasse ist berühmt für ihre kunstvoll bemalten Türen und die vielen gemütlichen Restaurants. Es ist der perfekte Ort für eine Mittagspause unter freiem Himmel.

Am Anfang der Straße liegt der Mercado dos Lavradores. In dieser Markthalle mischen sich Düfte von exotischen Früchten wie der Ananasbanane mit dem bunten Treiben der Blumenverkäuferinnen.

Tipp: Probier unbedingt die verschiedenen Maracuja-Sorten! Aber Achtung: Die Preise für Touristen sind oft gesalzen. Frag vorher nach dem Preis pro Kilo, um keine böse Überraschung zu erleben.

Historisches Zentrum: Kathedrale, Paläste und Plätze

Nachdem du den urigen Charme der Altstadt und des Marktes aufgesogen hast, führt dich dein Weg nur wenige Gehminuten weiter in das elegante Zentrum von Funchal. Hier wandelt sich das Stadtbild: Die Gassen werden breiter, die Architektur prunkvoller und du triffst auf das historische Erbe der Insel. In diesem Viertel liegen mehrere Highlights so dicht beieinander, dass du sie ganz entspannt bei einem kurzen Rundgang kombinieren kannst.

Kathedrale, Rathausplatz & Flaniermeile

Zentraler Anlaufpunkt ist die Kathedrale von Funchal (Sé). Sie ist ein nationales Denkmal und die älteste Kirche der Insel. Während die Fassade aus dunklem Vulkangestein und weißem Kalkputz für manche Besucher eher schlicht wirken mag, offenbart sich im Inneren ein wahrer Schatz: Die Decke aus Zedernholz ist eine der schönsten Holzschnitzereien Portugals und kunstvoll mit Elfenbeininlays verziert. Die Kirche ist meist kostenlos zugänglich und ein idealer Ort, um für einen Moment der Stille die kühle, historische Atmosphäre aufzusaugen.

Nur ein paar Schritte nördlich der Kathedrale erreichst du den wohl schönsten Platz der Stadt, den Praça do Município. Der rechteckige Platz ist berühmt für seine kunstvollen Pflasterarbeiten aus schwarzen und weißen Steinen, die ein markantes Wellenmuster bilden. Umrahmt wird er vom barocken Rathaus (Câmara Municipal), der Jesuitenkirche São João Evangelista und dem Museum für sakrale Kunst. Besonders sehenswert ist der Innenhof des Rathauses mit seinen wunderschönen Azulejos (Kacheln) und dem Brunnen der „Leda und der Schwan“. Je nach Jahreszeit verwandelt sich der Platz: Im Frühling versinkt er zum Blumenfest in Blüten, zur Weihnachtszeit thront hier ein riesiger Lichterbaum.

Den Abschluss dieses Rundgangs bildet die Avenida Arriaga, die prachtvolle Flaniermeile Funchals. Hier flanierst du im Schatten riesiger Jacaranda-Bäume vorbei an eleganten Cafés wie dem berühmten „The Ritz“ oder dem „Golden Gate Grand Café“. Auf dem nur 400 Meter langen Boulevard findest du zudem den Stadtpark (Jardim Municipal), das historische Theater Baltazar Dias und die berühmte Blandy’s Wine Lodge.

Tipp: Wenn du keine Zeit für eine volle Führung in der Wine Lodge hast, kannst du im Tasting-Room auch einfach ein Glas probieren. Die Sorten „Bual“ oder „Malmsey“ sind die süßeren Varianten des Madeiraweins und ein perfekter Abschluss für deinen Stadtspaziergang.

Wichtige Informationen zur Kathedrale von Funchal Link & zum Rathaus Link & zur Avenida Arriaga Link

Online-Tickets & weitere Informationen zur Blandy’s Wine Lodge Link

CR7 Museum: Zu Besuch beim Weltstar

Die berühmte CR7-Statur in Funchal

Auf dem Rückweg zum Schiff ist für Fußballfans dieser Stopp am Hafen ein Muss: Das CR7 Museum ist Cristiano Ronaldo gewidmet, der in Funchal geboren wurde. Das Museum zeigt seine unzähligen Trophäen, darunter goldene Bälle und Schuhe, sowie lebensgroße Wachsfiguren des Superstars.

Direkt vor dem Eingang thront die berühmte Bronzestatue von Ronaldo. Sie ist ein wahrer Magnet für Selfies und besonders bei jüngeren Kreuzfahrtgästen das Highlight des Tages. Selbst wer kein Fußballfan ist, kommt an dem Kult um „CR7“ auf Madeira kaum vorbei, schließlich ist sogar der Inselflughafen nach ihm benannt.

Online-Tickets & weitere Informationen zum CR7 Museum Link


Abenteuer Madeira: Die Schätze der Insel

Um die wahre Wildnis Madeiras zu entdecken, musst du das Stadtgebiet von Funchal verlassen. Die Insel ist berühmt für ihre spektakulären Naturkontraste, die von nebelverhangenen Urwäldern bis hin zu schroffen Steilküsten reichen. Da Madeira extrem gebirgig ist, ist für diese Erkundungen die Nutzung von Mietwagen, Taxis oder organisierten Touren unerlässlich. Zu Fuß sind diese Highlights aufgrund der Entfernungen und extremen Steigungen nicht zu erreichen.

Auf gut ausgebauten Straßen (und durch unzählige Tunnel) gelangst du schnell ins dramatische Hinterland. Planst du einen individuellen Ausflug, solltest du die Zeitplanung jedoch großzügig gestalten: Madeira ist ein vertikales Labyrinth, bei dem hinter jeder Kurve ein neuer Aussichtspunkt (Miradouro) oder ein idyllisches Tal wartet. Hier sind die Must-Sees für deinen Tag auf der Blumeninsel:

Cristo Rei & Praia Garajau

Blick auf die Christusstatur auf Madeira bei Funchal

Nur etwa 15 Minuten östlich von Funchal thront die 14 Meter hohe Christusstatue auf einer markanten Klippe. Sie wurde bereits 1927 eingeweiht, lange vor der berühmten Statue in Rio de Janeiro. Von der Statue aus führt ein gepflasterter Weg bis zur Spitze des Kaps, von dem aus man einen fantastischen Weitblick über die Küste und zurück zum Kreuzfahrthafen hat.

Direkt unterhalb der Statue befindet sich der Strand von Garajau, der in einem geschützten Unterwasser-Nationalpark liegt. Das Wasser hier ist extrem klar und fischreich, was den Spot bei Tauchern und Schnorchlern sehr beliebt macht. Eine kleine Seilbahn bringt dich für wenige Euro bequem von der Klippe hinunter zum Kieselstrand.

Weitere Informationen zur Christusstatur Link

Ponta de São Lourenço: Die wilde Ostspitze

Ganz im Osten zeigt Madeira ein völlig anderes Gesicht: Karg, baumlos und von rotem Vulkangestein geprägt, erinnert die Landschaft hier fast ein wenig an die Nachbarinseln. Eine etwa 7 km lange Wanderung (Hin- und Rückweg) führt dich über die schmale Landzunge bis zum östlichsten Aussichtspunkt, von dem aus du bei guter Sicht bis zur Insel Porto Santo blicken kannst.

Der Kontrast zwischen den ockerfarbenen Klippen, dem weißen Schaum der Brandung und dem tiefblauen Atlantik ist hier besonders intensiv. Da es kaum Steigungen gibt, ist der Weg auch für weniger geübte Wanderer machbar, erfordert aber Trittsicherheit. Es ist die einzige Region Madeiras, in der man die rohe, geologische Entstehungsgeschichte der Insel so unmittelbar spüren kann.

Unser Tipp: Fahr so früh wie möglich hin! Da es auf der Landzunge keine Bäume gibt, knallt die Sonne hier gnadenlos. Nimm ausreichend Wasser mit und genieße am Ende ein kühles Getränk im „Casa do Sardinha“ kurz vor der Spitze.

Weitere Infos zur Ponta de São Lourenço Link

Santana: Die typischen Strohdachhäuser

Die berühmten Strohdachhäuser in Santana

Im Nordosten findest du das wohl bekannteste Postkartenmotiv der Insel: Die „Casinhas de Santana“. Die bunten, dreieckigen Häuser mit ihren fast bis zum Boden reichenden Strohdächern und den roten Türen sind das Wahrzeichen Madeiras. Sie zeugen von der traditionellen Bauweise der frühen Siedler, die das Stroh der Getreideernte für ihre Dächer nutzten.

Direkt beim Rathaus von Santana steht eine Gruppe dieser liebevoll gepflegten Häuser, die heute oft kleine Souvenirshops oder Ausstellungen beherbergen. Hier kannst du sehen, wie kompakt die Bauernfamilien früher auf engstem Raum lebten. Der Ort selbst ist zudem ein idealer Ausgangspunkt, um die üppige Nordküste weiter zu erkunden.

Tipp: Kombiniere Santana mit dem nahegelegenen Parque Florestal das Queimadas. Dort findest du das wunderschöne Forsthaus im gleichen Baustil und kannst eine der entspanntesten Levada-Wanderungen (zum Caldeirão Verde) starten.

Weitere wichtige Inforamtionen zu Santana Link

Der Ausblick vom Pico do Arieiro auf Madeira

Der dritthöchste Gipfel Madeiras (1.818 m) ist ein Highlight, da man ihn bequem mit dem Auto erreichen kann. Die Fahrt führt durch verschiedene Vegetationszonen, bis die Bäume kleiner werden und man schließlich in einer kargen, hochalpinen Felslandschaft ankommt. Hier oben ist die Luft kühl und klar, was besonders an heißen Tagen eine willkommene Erfrischung ist.

Oft stehst du hier buchstäblich über einer geschlossenen Wolkendecke, aus der nur die höchsten Spitzen der Insel wie Inseln im weißen Meer herausragen. Für Wanderer ist der Gipfel der Startpunkt für die berühmte (aber anspruchsvolle) Tour zum Pico Ruivo. Doch auch für Nicht-Wanderer lohnt sich der Besuch allein für das Panorama, das sich bis zur Nachbarinsel Porto Santo erstrecken kann.

Wichtiger Hinweis: Checke unbedingt vorher die Webcam! Der Gipfel ist oft in dichten Nebel gehüllt. Nur bei klarem Wetter lohnt sich die Fahrt. Nimm zudem immer eine Jacke mit, es ist hier oben oft 10-15 Grad kälter als im Hafen!

Wichtige Infos zum Pico de Arieiro Link

Blick auf das Nonnental auf Madeira

Tief im Herzen der Insel liegt dieses Dorf in einem gewaltigen Talkessel, umgeben von fast senkrechten Felswänden. Der Ort wirkt wie aus der Zeit gefallen und war im 16. Jahrhundert ein idealer Zufluchtsort für die Nonnen des Santa-Clara-Konvents, die sich hier vor herannahenden Piraten versteckten. Die Abgeschiedenheit prägte das Dorf über Jahrhunderte, bis moderne Tunnel den Zugang erleichterten.

Heute ist das Nonnental vor allem für seine Esskastanien berühmt, die hier in Hülle und Fülle wachsen. Die Bewohner stellen daraus alles Erdenkliche her: von Kastaniensuppe über Likör bis hin zu süßem Gebäck. Ein Spaziergang durch das Dorf bietet authentische Einblicke in das Leben im Inselinneren, fernab des maritimen Trubels der Küste.

Tipp: Den besten Blick hast du vom Aussichtspunkt Eira do Serrado. Von dort führt ein gut gesicherter Weg in 10 Minuten zu einer Plattform, von der aus du den wohl fotogensten „Adlerblick“ auf das Dorf hast.

Weitere Infos auf der Tourismusseite von Madeira zum Nonnental Link

Blick auf das Nonnental auf Madeira

Der mystische Feenwald von Fanal

Blick auf den mystischen Feenwald von Fanal auf Madeira

Im Nordwesten der Insel, auf der Hochebene Paúl da Serra, findest du den Lorbeerwald von Fanal. Dieser Ort gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe und beheimatet jahrhundertealte Stinklorbeerbäume, die mit ihren knorrigen, moosbewachsenen Ästen wie Wesen aus einem Fantasy-Film wirken. Die weiten Grünflächen, auf denen oft friedliche Kühe grasen, verstärken den märchenhaften Eindruck.

Das Besondere an Fanal ist seine Wandelbarkeit. Bei strahlendem Sonnenschein wirkt der Wald friedlich und weitläufig, doch sobald der typische Passatnebel durch die Äste zieht, verwandelt er sich in den „Feenwald„. Die bizarren Formen der Bäume verschwimmen im Grau und sorgen für eine mystische Stille, die weltweit Fotografen anlockt.

Unser Tipp: Lass dich nicht von Wolken abschrecken! Fanal entfaltet seine volle Magie gerade dann, wenn es neblig ist. Es ist der einzige Ort der Insel, an dem man sich über „schlechtes“ Wetter freut.

Weitere Infos zum Feenwald von Fanal Link

Porto Moniz: Baden in Vulkanbecken

Die Lava-Pools von Porto Moniz auf Madeira

An der Nordwestspitze liegen die berühmten Naturschwimmbecken von Porto Moniz, die aus erkalteter Lava entstanden sind. Über Jahrtausende hat der Atlantik diese Becken geformt, in die die Brandung heute regelmäßig frisches Meerwasser spült. Es ist ein faszinierendes Schauspiel, wenn die gewaltigen Wellen gegen die äußeren Felsmauern klatschen und das Wasser als feiner Sprühregen in die ruhigen Badezonen fällt.

Man unterscheidet hier zwei Bereiche: Die völlig naturbelassenen Becken, die kostenlos zugänglich sind (perfekt für Fotos!), und die bewirtschaftetenPiscinas Naturais„. Letztere bieten für einen kleinen Eintrittspreis (ca. 3 €) mehr Komfort mit Duschen, Umkleiden und Bademeistern. Besonders bei ruhiger See ist das Schwimmen im glasklaren Wasser zwischen den schwarzen Lavafelsen ein besonderes Erlebnis.

Weitere Infos zu Porto Moniz Link

Achadas da Cruz: Die steile Seilbahn

Der Blick auf die Felsen von Madeira vom Dorf Achadas da Cruz
Der Blick auf die Felsen vom Dorf Achadas da Cruz

Für Abenteurer ist Achadas da Cruz im Nordwesten ein echter Geheimtipp. Hier wartet eine kleine Seilbahn, die fast senkrecht eine 450 Meter hohe Klippe hinunterfährt. Unten angekommen, erwartet dich das „Fajã da Quebrada Nova“, ein einsames, wunderschönes Stück Land direkt am tosenden Atlantik, auf dem Bauern ihre kleinen Gärten pflegen.

Es gibt dort keine Autos, keine Hotels und kaum Touristen. Du kannst auf einem kleinen Pfad zwischen den Gärten und der Brandung spazieren gehen und die rohe Gewalt des Ozeans spüren. Die Fahrt mit der Seilbahn ist nichts für schwache Nerven, aber der Ausblick und die Ruhe unten am Meer sind jede Schweißperle wert.

Hinweis: Checke unbedingt die Windverhältnisse! Bei zu starkem Wind stellt die Seilbahn den Betrieb ein. Wenn sie fährt, ist es eines der authentischsten Erlebnisse abseits der Massen.

Weitere Infos auf der offiziellen Tourismuswebsite zu Achadas da Cruz Link

Das grüne Venensystem: Levada-Wanderungen

Blick auf einen Leavaden-Pfad auf Madeira

Levada-Wanderungen sind das wohl einzigartigste Erlebnis, das Madeira zu bieten hat. Bei den Levadas handelt es sich um ein jahrhundertealtes System aus künstlichen Wasserkanälen, die das Regenwasser aus den feuchten Bergen im Norden in die sonnigen, aber trockeneren Anbaugebiete im Süden leiten. Das Geniale für uns: Entlang dieser Kanäle verlaufen schmale Wartungspfade, die heute als weltweit einmalige Wanderwege dienen.

Da die Levadas nur ein ganz geringes Gefälle haben, wanderst du oft stundenlang fast ohne Steigung durch dichte Lorbeerwälder, vorbei an steilen Felswänden und versteckten Wasserfällen. Es ist ein fast meditatives Erlebnis, dem leisen Plätschern des Wassers zu folgen, während man tief in die unberührte Natur der Insel eintaucht. Für Kreuzfahrer gibt es Routen in allen Schwierigkeitsgraden, von kurzen Spaziergängen bis hin zu anspruchsvollen Tagestouren.

Welche Levada ist die richtige für deinen Landgang?

Die Auswahl ist riesig, aber für einen Tag auf eigene Faust gibt es zwei klare Favoriten. Die Levada das 25 Fontes (25 Quellen) führt dich in ein paradiesisches Tal, in dem dutzende kleine Wasserfälle in ein smaragdgrünes Becken stürzen. Wer es noch spektakulärer mag, wählt die Levada do Caldeirão Verde (Grüner Kessel), die dich durch Tunnel und entlang schwindelerregender (aber gesicherter) Felsvorsprünge zu einem 100 Meter hohen Wasserfall führt.

Wenn du wenig Zeit hast oder nicht ganz so gut zu Fuß bist, ist die Levada dos Balcões (wie oben beschrieben) ideal. Sie zeigt dir das Prinzip der Levadas auf einer kurzen Strecke ohne jede Anstrengung. Egal für welche du dich entscheidest: Das Wandern entlang dieser Wasserläufe ist die beste Art, die „Seele“ der Blumeninsel kennenzulernen.

Unser Tipp: Festes Schuhwerk ist Pflicht, da die Pfade oft feucht und rutschig sein können. Für die längeren Touren (wie Caldeirão Verde) solltest du unbedingt eine Taschenlampe oder dein Handy griffbereit haben, da der Weg oft durch längere, unbeleuchtete Tunnel führt.

Cabo Girão: Der Blick in den Abgrund

Der spektakuläre Ausblick vom Cabo Girão auf Madeira

Nur etwa 20 Minuten westlich von Funchal liegt eines der meistbesuchten Ziele der Insel. Das Cabo Girão ist mit 580 Metern gilt als eine der höchsten Steilklippen der Welt und bietet einen Blick, der einem buchstäblich den Atem raubt. Im Osten reicht die Sicht über die gesamte Bucht von Funchal, während man im Westen die schroffe Küstenlinie bis nach Ponta do Sol verfolgen kann.

Für den ultimativen Adrenalinkick sorgt der Skywalk: Eine Aussichtsplattform mit Glasboden, die direkt über den Abgrund ragt. Unter deinen Füßen siehst du die Brandung und winzige landwirtschaftliche Terrassen, die früher nur per Boot erreichbar waren. Heute führt eine Seilbahn (Rancho) hinunter zu diesen „Fajãs„, wo Bauern in mühevoller Kleinarbeit Wein und Gemüse anbauen.

Weitere Infos zum Cabo Girão Link

Der spektakuläre Ausblick vom Cabo Girão auf Madeira

Boxenstopp in Câmara de Lobos

Das Fischerdorf Câmara de Lobos auf Madeira

Bevor es wieder Richtung Funchal geht, solltest du unbedingt einen Halt im malerischen Fischerdorf Câmara de Lobos einplanen. Der Ort ist berühmt für seine bunten Fischerboote, die im halbrunden Hafenbecken schaukeln, und diente schon Winston Churchill als Motiv für seine Gemälde. Von der Uferpromenade aus hast du einen der schönsten Blicke auf die Bucht und die umliegenden Bananenplantagen.

Hier ist auch der Geburtsort des berühmten Poncha, ein traditionelles Getränk aus Zuckerrohrschnaps, Honig und frischem Zitronensaft (oder Orange). In den urigen Bars rund um den Hafen schmeckt er am authentischsten. Wer es lieber klassisch mag, probiert hier einen edlen Madeirawein. Es gibt kaum etwas Schöneres, als mit einem Glas in der Hand den Fischern zuzusehen, bevor man die letzten 15 Minuten Fahrt zurück zum Kreuzfahrtschiff antritt.

Unser Tipp: Such dir eine Bar direkt am Hafenbecken. Dort wird der Poncha oft noch ganz traditionell mit dem „Mexelote“ (einem Holzquirl) frisch zubereitet!

Weitere Infos zu den Câmara de Lobos Link

Pico dos Barcelos: Der Logenplatz über Funchal

In Funchal findest du auch noch zum Abschluss ein Highlight. Der Pico dos Barcelos ist ein herrlicher Aussichtspunkt auf etwa 355 Metern Höhe, der dir einen der besten Panoramablicke über die gesamte Bucht von Funchal bietet. Von hier oben liegt dir die Stadt buchstäblich zu Füßen: Du siehst das dichte Häusermeer, das sich die Hänge hinaufzieht, die tiefblaue Küstenlinie und das Wichtigste für Kreuzfahrer, dein eigenes Schiff, das majestätisch im Hafen liegt.

Der Aussichtspunkt wurde vor einigen Jahren modernisiert und bietet heute gepflegte Spazierwege, kleine Grünanlagen und ein Café. Da man hier einen 360-Grad-Blick hat, kannst du bei klarem Wetter im Osten bis zu den Desertas-Inseln und im Westen bis zur Steilküste des Cabo Girão blicken. Es ist der ideale Ort, um die Dimensionen der Inselhauptstadt zu verstehen, ohne weit fahren zu müssen.

Unser Tipp: Dieser Spot ist ein Muss für Fotografen! Wenn du ein Foto von deinem Kreuzfahrtschiff aus der Vogelperspektive machen möchtest, ist dies der beste Ort dafür. Da der Parkplatz oft von Tourbussen angefahren wird, lohnt sich ein Besuch am späten Vormittag oder frühen Nachmittag.

Weitere Infos zum Pico dos Barcelos Link

Food & Drinks

Auf Madeira ist die Versuchung groß, direkt in die touristischen Restaurants am Hafen zu gehen. Wer jedoch authentische Qualität sucht, sollte in der Altstadt (Zona Velha) in die kleineren Gassen abbiegen. Ein Muss ist der Espada com Banana – ein schwarzer Degenfisch, der traditionell mit gebratener Banane serviert wird. Was im ersten Moment schräg klingt, ist eine köstliche madeirische Delikatesse. Als Vorspeise darf das Bolo do Caco nicht fehlen: ein warmes Fladenbrot aus Süßkartoffelmehl mit reichlich Knoblauchbutter.

Zum Trinken ist der Poncha das Nationalgetränk schlechthin. Bestehend aus Zuckerrohrschnaps, Honig und frischem Zitronen- oder Orangensaft, wird er traditionell mit dem „Mexelote“ (Holzquirl) frisch aufgeschlagen. Wer es weniger stark mag, greift zum berühmten Madeirawein oder einem kühlen „Coral“-Bier. Aber Vorsicht: Die Poncha-Mischungen in den Bergen sind oft deutlich stärker als in der Stadt. Behalte die Zeit und deine Standfestigkeit im Auge, damit du den Rückweg zum Schiff sicher antrittst.

Shopping Ecke

Madeira ist ein Paradies für Liebhaber von traditionellem Handwerk. Die Devise lautet hier: Investiere in Qualität statt Kitsch. Bekannt ist die Madeira-Stickerei (Bordado da Madeira), die oft in jahrelanger Handarbeit gefertigt wird. Auch Produkte aus Kork oder handgeflochtene Korbwaren aus Camacha sind typische und nachhaltige Souvenirs.

Naschkatzen sollten den Bolo de Mel einpacken, einen dunklen, würzigen Honigkuchen, der monatelang haltbar ist. Da Madeira zur EU gehört, aber steuerliche Sonderregeln genießt, lohnt sich in Funchal zudem der Blick auf Parfüm und Kosmetik. Größere Einkäufe erledigst du am besten am Ende deines Rundgangs in der Nähe der Avenida Arriaga, damit du die Taschen nur noch ein kurzes Stück zum Pier tragen musst.

Fotospots

Für das perfekte Madeira-Foto ist das Spiel mit der Höhe entscheidend. Den Hafen und dein Kreuzfahrtschiff fotografierst du am besten vom Pico dos Barcelos aus der Vogelperspektive. In der Altstadt bietet die Rua Santa Maria mit ihren bunt bemalten Türen endlose Motive für Street-Art-Liebhaber.

Die gelbe São Tiago Festung bietet bei blauem Himmel einen fantastischen Kontrast zum tiefen Blau des Atlantiks. Für spektakuläre Naturaufnahmen ohne Menschenmassen solltest du die frühen Morgenstunden am Pico do Arieiro nutzen, wenn die ersten Sonnenstrahlen das Wolkenmeer unter dir in goldenes Licht tauchen.

Plan B bei Regen oder Wind

Sollte das Wetter einmal ungemütlich werden (was auf Madeira meist „Nebel in den Bergen“ bedeutet), bietet Funchal tolle Indoor-Alternativen. Das Einkaufszentrum La Vie oder das Forum Madeira sind windgeschützte Rückzugsorte mit vielen Geschäften und Cafés. Auch ein Besuch in Blandy’s Wine Lodge bietet spannende kulturelle Einblicke im Trockenen – inklusive Verkostung.

Ein echter Insider-Tipp für „Schietwetter“: Die Markthalle Mercado dos Lavradores ist überdacht und bietet auch bei Regen eine bunte, lebendige Atmosphäre. Da das Wetter auf Madeira oft sehr lokal ist (im Norden regnet es, im Süden scheint die Sonne), lohnt sich bei Regen in Funchal oft eine Fahrt Richtung Westen nach Calheta, wo meist das beste Wetter der Insel herrscht.

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Zurück zum Kreuzfahrtschiff

Den Rückweg zum Schiff solltest du rechtzeitig antreten, besonders wenn du in den Bergen wandern warst. Das Wetter kann dort oben schnell umschlagen und die Fahrt durch die Tunnel und Serpentinen kann länger dauern als geplant. Akku-Check, Offline-Map bereithalten und die Bordkarte griffbereit haben. Wenn du die Seilbahn von Monte nutzt, plane Pufferzeiten ein, da sich hier am Nachmittag oft lange Schlangen bilden. Prüfe kurz vor dem Hafen nochmal dein Terminal (Sul oder Norte), damit du nicht am falschen Ende der langen Mole stehst.

FAQ – Häufige Fragen zu einem Städtetrip nach Madeira

Wie komme ich am einfachsten vom Hafen ins Zentrum?

In Funchal ist das einfach: Je nach Liegeplatz läufst du etwa 10 bis 20 Minuten flach am Wasser entlang direkt in die Innenstadt. Shuttlebusse werden zudem fast immer angeboten.

Poolbereich im Heck eines Kreuzfahrtschiffes

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